Schokolade können viele. Die wenigsten Hersteller haben sich aber wohl gefragt, wie eine Tafel aussehen muss, die nicht nur schmeckt, sondern auch in freizeittauglichem Format daherkommt. Gut für Ritter, gelang dem Unternehmen dank quadratischem Produkt doch ab 1932 ein brillanter strategischer Coup. Fit für den Handel macht die beliebte Schokolade eine Displayverpackung, die auf TLM-Maschinen von Schubert entsteht.
Kreative Slogans begegnen Verbrauchern auf Schritt und Tritt im öffentlichen Raum. „Esst mehr Grünzeug“ oder „Gute Zutaten sind ein Mousse“ – mit Wortwitz macht Deutschlands wohl bekannteste Schokoladenmarke Ritter Sport von sich reden. Und das nicht erst seit heute: Mit „Quadratisch. Praktisch. Gut“ entwickelte Ritter Sport bereits 1970 einen markanten Werbespruch, der seitdem auf der Rückseite der Primärverpackung steht.
Vielseitige Displayschachteln
Beim Griff ins Regal nicht so auffällig, aber dennoch verkaufsrelevant sind die Displayschachteln für den Handel. Darin präsentiert die quadratische Schokolade stehend ihre schicke Vorderseite, die mal leuchtend rot, mal tiefblau oder in Mintgrün auf sich aufmerksam macht – je nachdem, welche Sorte in ihr steckt. Aus rund 40 Geschmacksrichtungen können Fans der Schokolade aus Waldenbuch bei Stuttgart wählen. Doch nicht nur das: Je nach Sorte stehen unterschiedlich viele Produkte in den Verkaufsschachteln, von denen es bei Ritter Sport genau ein Format für die 100 g-Tafel gibt. Eine Tafel „Voll-Nuss“ ist deutlich dicker als beispielsweise „Marzipan“, sodass zwischen zehn und 13 Tafeln in die Regalverpackung passen. Die sogenannten Flossen – die beiden gesiegelten Bereiche des Schlauchbeutels – zeigen dabei nach außen. Ganz schön viele Anforderungen für ein zentrales Packmittel, weshalb Ritter dazu auf Spitzentechnologie setzt. Wie die Schokolade kommt diese aus Baden-Württemberg.
Die Rede ist vom Verpackungsmaschinenhersteller Schubert, mit dem Ritter seit vielen Jahren zusammenarbeitet. Vor 22 Jahren lieferte das Unternehmen aus Crailsheim zwei Pickerlinien nach Reichenbach an der Fils, wo Ritter ausschließlich konfektioniert. Nach fast einem Vierteljahrhundert musste neue Technologie her. Zum einen aus Altersgründen, zum anderen, weil geänderte Anforderungen an die Verpackung neue Technologien erforderten, um weiterhin flexibel, effizient und ausfallsicher zu produzieren. „Wir wollten uns breiter aufstellen, um die Produktion am Laufen zu halten und mehrere Sorten parallel in Displayschachteln zu verpacken – ohne Werkzeugwechsel“, so Marco Wleklinski, Projektleiter bei Ritter in Reichenbach. Zwei Kartonierer für jeweils 330 Tafeln pro Minute sollten wieder aus Crailsheim kommen. Denn nicht allein die Reichenbacher Lösung hatte in nahezu einem Vierteljahrhundert ganze Arbeit geleistet. In Waldenbuch selbst verpackt Ritter ebenfalls mit Maschinen von Schubert – und blieb mit der Entscheidung sich selbst und dem Crailsheimer Unternehmen treu.




