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    Förderung von Hefe
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    Technik

    Förderung von Hefe

    Die Ringkolbenpumpen der S-Baureihe werden vor allem zur Förderung von scherempfindlichen Produkten im Hygienebereich eingesetzt. Sie sind
    Veröffentlicht
    12. März 2004
    Lesezeit
    2 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Bei einer im Elsass ansässigen Brauerei kam es aufgrund der schwankenden Viskosität der eingesetzten Hefe zu Schwierigkeiten beim Ansaugen und zu Pulsationen. Zudem verursachten die hohen Kontaktgeschwindigkeiten eine Scherung des zu fördernden Gutes. Auch die Reinigung und Verträglichkeit mit den eingesetzten Pumpenwerkstoffen bereitete Probleme in Hinblick auf die hygienischen Anforderungen.

    Auf der Grundlage einer genauen Analyse der Produktionsbedingungen wurde ein Forderungskatalog an die zukünftige Pumpentechnologie aufgestellt, wobei als wichtigste Faktoren die pulsationsfreie Förderung der Hefe mit unterschiedlicher Viskosität, das Ansaugen der Hefe ohne Vordruck (kein Kontakt der Hefe mit CO2 oder O2 zulässig), der Einsatz im Dauerbetrieb, die CIP-Fähigkeit der Pumpen und die bakterielle Unbedenklichkeit der Pumpenwerkstoffe genannt wurden. Eine über mehrere Monate getestete Ringkolbenpumpe der S-Baureihe erfüllte diese Anforderungen aufgrund ihrer Funktionsweise (Ringkolbenprinzip) und folgender konstruktiver Eigenschaften:

    • sich nachstellende Abdichtung der Pumpenkammer
    • dichtungslose Ausführung ohne Gleitringdichtung
    • Edelstahl- bzw. Elastomermanschetten

    Seit zwei Jahren sind nunmehr neun Pumpen am elsässischen Standort wartungsfrei im Einsatz, um die Hefe in die Gärbehälter zu dosieren (vier bis fünf Mal pro Tag für 1 h) und die abgesetzte Hefe nach dem Gärprozess abzusaugen (ca. 21 h). Die anschließende Reinigung findet bei einer Laugentemperatur von 85 °C statt. Sie erfordert eine hohe Durchflussgeschwindigkeit und damit einen hohen Volumenstrom, im konkreten Fall ca. 72 m3/h. Hier kommt ein weiterer Vorteil der Ringkolbenpumpen zum Tragen: Aufgrund der Konstruktion wird der Kolben aus dem Zylinder gedrückt und der gesamte Volumenstrom für die Reinigung kann ungehindert und ohne Bypass durch die Pumpe fließen.

    Weitere Vorteile dieser Pumpen in Hinblick auf die Förderung empfindlicher Medien ergeben sich aus der niedrigen Kolbengeschwindigkeit, da der Kolben eine gleichförmige Kreisbewegung im Zylinder ausführt und nicht rotiert. Das Medium kann nicht zurückströmen, da keine Spalten zwischen Kolben und Zylinder entstehen. Darüber hinaus sind diese Pumpen kurzzeitig trockenlauffähig und deshalb zur Selbstansaugung und -entleerung sowie zur Entleerung der Saug- und Druckleitungen in der Lage. Die Selbstnachstellung von Kolben und Zylinder gewährleistet eine konstante und dosiergenaue Förderung. Außerdem erfüllen die Pumpen die Hygieneanforderungen des 3A-Sanitary-Standards sowie der FDA.

    Die Ringkolbenpumpen der S-Baureihe sind für Volumenströme von 0,1 bis 12 m3/h ausgelegt. In Abhängigkeit vom Anwendungsfall ist die Manschette aus Viton oder EPDM gefertigt.

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