Drei Konstanten haben die Erfolgsgeschichte des Unternehmens über ein Jahrhundert geprägt: Pioniergeist, ein hoher Qualitäts- und Serviceanspruch sowie der Mut, neue Wege zu gehen. Dass zahlreiche Pharma-, Biotech- und Hightech-Unternehmen, beispielsweise Boehringer Ingelheim, Ursapharm, CSL Behring, Miltenyi Biotec, Daiichi Sankyo, aber auch Rohde & Schwarz, Zeiss oder Powercauf die Lösungen von Sailer setzen, ist das Ergebnis dieser Haltung. „Wir haben in jeder Generation Neues gewagt und uns so über die Spezialisierung auf Edelstahlmöbel bis hin zum heutigen Einrichtungsspezialisten für die Pharma- und Hightech-Branche entwickelt. Diese Bereitschaft, Chancen zu erkennen und zielstrebig zu nutzen, ist unser eigentliches Erbe und der Grund, warum wir auch die nächsten Jahre mit Zuversicht angehen“, sagt Christoph Mützel, der das Unternehmen gemeinsam mit seiner Frau Katrin in dritter Generation führt.
Die Anfänge des Unternehmensges
Die Geschichte der Friedrich Sailer GmbH ist eine Geschichte konsequenter Weiterentwicklung. Angefangen mit Kochkesseln für Metzgereien und Anlagenbau für die Lebensmittel- und Chemieindustrie, machte das Unternehmen früh die ersten Schritte in Richtung hygienekritischer Produktionsumgebungen. In den 1960er Jahren wurde hier Edelstahl zum Markenzeichen von Sailer – robust, korrosionsbeständig und vor allem optimal zu reinigen. Den entscheidenden Impuls, über Einzelmöbel hinaus zu denken, brachten später die BSE-Krise und das EU-Hygienepaket 2006. Sailer entwickelte sein Geschäftsmodell grundlegend weiter – hin zu ganzheitlichen, hygieneoptimierten Einrichtungslösungen für reine Räume. Investitionen in einen modernen Maschinenpark, CAD-gestützte Konstruktion und eine eigene Roboter-Laserschweißanlage schufen die fertigungstechnischen Voraussetzungen, auch komplexe Konstruktionen mit hohen Reinheitsanforderungen reproduzierbar zu fertigen.
Wie aus einer Kundenanfrage ein Pharma-Geschäftsmodell wurde
Vor etwa 20 Jahren ebnete ein Anruf dann den Weg in die Pharmabranche: Ein Reinraumhersteller fragte einen Tisch für pharmazeutische Anwendungen an, konnte jedoch die spezifischen hygienerelevanten Material- und Konstruktionsvorgaben nicht bereitstellen. „An diesem Punkt realisierten wir das Potenzial, uns durch tiefgreifendes Material- und Prozesswissen als kompetenter Lösungsanbieter in dieser Branche zu positionieren“, erinnert sich Christoph Mützel. Um bestehendes Wissen zu vertiefen, startete Sailer in der Folge ein vom Fraunhofer IPA begleitetes, zweijähriges Forschungsprojekt zu hygieneoptimierten Edelstahlmöbeln und Einrichtungen für Reinräume und Risikobereiche. Das daraus entstandene Verständnis für Materialvorgaben, Konstruktionsdetails und Reinigbarkeit hat den Namen Sailer für viele Kunden zum Synonym für höchsten Qualitätsanspruch gemacht. „In der Pharmaproduktion kann schon ein winziges Detail über den Audit-Erfolg entscheiden. Sailer denkt den Prozess vom Anfang bis zum Ende, ohne dass wir ständig den Finger draufhalten müssen. Eine Verlässlichkeit, die im Projektalltag Gold wert ist“, so Richard Weber, Senior Engineer Bautechnik Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG.




