Die Laschinger Aqua Group hat in ihrer 22-jährigen Firmengeschichte erfolgreich bewiesen, dass man Bodenständigkeit und zukunftsweisende Spitzentechnologie ausgezeichnet verbinden kann – und das an einem Standort, wo kaum jemand einen der größten Lachsproduzenten Europas vermutet. Die Zentrale des mittelständischen Fischverarbeiters liegt mitten im Bayerischen Wald in Bischofsmais. Weitere Standorte unterhält das Unternehmen im niederbayerischen Plattling (Logistikcenter) und, mit der Tochterfirma Laurin Seafood Sp. z o. o., in Lebork/Polen. Im Mai dieses Jahres schloss sich die Laschinger Aqua Group mit einer weiteren führenden Lachsräucherei zusammen, der Morpol S.A. mit Sitz im polnischen Ustzka. Beide Unternehmen erwirtschafteten im Jahr 2006 einen Umsatz von rund 300 Mio. Euro. Insgesamt arbeiten rund 2500 Mitarbeiter für die Gruppe. In den Produktionsstätten werden ca. 50 000 t Lachs pro Jahr verarbeitet. Mit dem Zusammenschluss wollen sich die beiden Lachsspezialisten im europäischen und globalen Wettbewerb neu positionieren und ihre Marktanteile offensiv ausbauen.
Aufgrund des Wettbewerbsdrucks und zur Steigerung der Produktivität entscheiden sich immer mehr Unternehmen der Fisch verarbeitenden Industrie für eine integrierte, branchenspezifische ERP-Lösung, die exakt auf die betriebstypischen Anforderungen fokussiert ist. Mit modus foodvision hat sich Laschinger für eine Unternehmensführungssoftware entschieden, die die Prozesse der gesamten Foodbranche standardisiert abbilden kann und mit den Abläufen bestens vertraut ist. Das breite Leistungsspektrum der implementierten Softwarelösung umfasst:
- Qualitätssicherung
- IFS-Unterstützung; ebenso BRC (British Retail Certified)
- Optimierte Ausbeutekontrolle
- Vielfältige Kontroll- und Auswertungsmöglichkeiten
- Beseitigung von Insellösungen – hoher Integrationsgrad
- Steuerung von Produktion, Lager und Absatz
- Managementinformationssystem (MIS)
- Rückverfolgbarkeit und Produktsicherheit
Alle betrieblichen Abläufe und Prozesse an jedem Arbeitsplatz vom Wareneingang über die Chargierung und Kommissionierung bis zum Warenausgang werden optimiert. Durch die Realisierung einer lückenlosen Materialwirtschaft und Produktionsablaufkontrolle ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche IFS-Zertifizierung gegeben. Eine kompetente Beratung und Betreuung durch die Spezialisten von Modus Consult vom Erstkontakt über die Implementierung bis hin zur Systembetreuung rundet das Leistungsspektrum ab.
Besondere Bedeutung kommt in diesem Bereich der Rückverfolgung zu. Die gesetzlichen Vorschriften, die branchenüblichen Standards und die Eigenverpflichtung eines zertifizierten Lebensmittelunternehmens erfordern von Laschinger ein transparentes Konzept zur Rückverfolgung und zum Herkunftsnachweis. Dazu werden in der Verpackung die Chargen im Wareneingang erfasst. Die Verpackung geht ins Verpackungslager, während der angelieferte Rohfisch zunächst ins Rohfischlager geht und in das System eingebucht wird. Danach wird er wieder aus dem Rohfischlager ausgebucht und als sogenannter Produktionsfisch nach dem Räuchern eingebucht. Dabei wird der Gewichtsverlust durch das Räuchern bereits berücksichtigt. Die Chargennummer des Fisches ist gleichzeitig die Nummer des Lkw, die ab Jahresbeginn durchgezählt werden. Die Chargennummer wird nach Herstellungsort und Lkw-Nummer individuell aufgebaut. So erfolgt ein lückenloser Nachweis in der Herstellungskette, und Laschinger realisiert eine Risikominimierung durch den Nachweis, welche Chargen an welche Kunden gingen. Dabei hilft das integrierte ERP-System. Laschinger ist heute in der Lage, innerhalb kürzester Zeit eine komplette Chargenrückverfolgung durchzuführen. Dazu Geschäftsführer Holger Hain: „Mit unserem durchgängigen Konzept zur Rückverfolgung, basierend auf modus foodvision, geben wir unseren Kunden die Sicherheit, die man bei Frischware einfach gewährleisten muss. Das schafft eine große Vertrauensbasis und erhöht die Kundenbindung erheblich.“




