Markus H. Gericke
Bei geringem Energieverbrauch erreichen die Multiflux-Mehrstromfluid-Mischer GMS von Gericke eine hohe Mischgüte und Mischeffizienz. Die Maschinen sind für Froudezahlen um 1,1 ausgelegt.
In der horizontalen Mischkammer sind zwei gegenläufig rotierende, kämmende Doppelrotoren untergebracht. Die Mischwerkzeuge erzeugen eine Wirbelschicht, in der der eigentliche Mischvorgang stattfindet. Er läuft sehr schonend ab, wobei der Produktstrom die gesamte Mischkammer überstreicht. In der Wirbelschicht treffen die Produktströme aufeinander und werden wieder in neue Ströme unterteilt. All das sorgt für eine intensive Verteilung der Feststoffpartikel einer Charge in 30 bis 60 s. Außerdem können in die Wirbelschicht auch flüssige Mischungskomponenten eingebracht werden – und zwar ohne Klumpenbildung. Einen weiteren Beitrag zu möglichst kurzen Mischzeiten leistet das optimale Längen-Durchmesserverhältnis des Mischers.
Die GMS-Reihe wurde um die Multiflux-Mehrstromfluid-Mischer GMS C ergänzt. Diese universell einsetzbaren Mischer eignen sich für Feststoffe unterschiedlichster Partikelgröße, für Fasern und Agglomerate. Des Weiteren können mit ihnen auch Mikrokomponenten, deren Anteil unter 0,05 % des Mischvolumens liegt, problemlos verarbeitet werden.
Konstruktives Hauptmerkmal der GMS-C-Mischer ist die einseitige Aufnahme der Rotoren. Das erleichtert die Wartung und Reinigung der Maschinen nachhaltig. Voraussetzung für die einseitige Lagerung der Mischwerkzeuge ist eine möglichst steife Aufnahme und Lagerung der Rotoren. Erreicht wurde diese durch eine Optimierung der gesamten Antriebs- und Lagereinheit mithilfe von FEM. Der Abstand zwischen den – ebenfalls kämmenden – Mischwerkzeugen und der Wand der Mischkammer hängt von den Eigenschaften der zu mischenden Feststoffe ab.
Die GMS-C-Mischer decken einen Nutzvolumenbereich von 50 bis 2000 l ab und sind für Atex-Zone 21 (innen und außen) erhältlich. Sie sind nach den Prinzipien des Hygienic-Designs konstruiert. Bei ihrer Entwicklung wurden die einschlägigen EU-Richtlinien bzw. -Verordnungen berücksichtigt. Niederschlag fanden außerdem die HACCP-Richtlinien und der Codex Alimentarius (FAO/WHO Food Standards). Die Konstrukteure von Gericke haben die Mischer nahezu totraumfrei gestaltet. Im Sinne einer einfachen und schnellen Reinigung sind die Maschinen gut zugänglich und leicht zu demontieren. Sie sind mit großzügigen, seitlich angebrachten Reinigungsöffnungen ausgestattet. Die Stirnseite kann vollständig geöffnet werden. All diese konstruktiven Details verhindern die Bildung von Schmutznestern, in denen sich Bakterien bilden können.
Eine Spezialversion des Mischers vermarktet Gericke unter der Typenbezeichnung GMS ECD. Hier ist die gesamte Antriebseinheit mit den Mischrotoren auf einem hohlraumfreien Schienensystem mit Spezialrollen gelagert. Es lässt sich leichtgängig in eine Reinigungsposition verschieben. Der Zugang zu allen Teilen, inklusive Lagerung und Dichtungen, ist frei.




