Dr. Thomas W. Beneke, Dr. Wolfgang W. Schwippert*
In Anlagen, in denen pharmazeutische Produkte oder Lebensmittel – vom Arzneipulver bis zum Vanillepudding – transportiert und bewegt werden, lassen sich keine hoch konzentrierten und aggressiven Reinigungssubstanzen einsetzen. Um die Anlagen in einem hygienischen Zustand zu halten, sind umweltgerechte Reinigungs- verfahren mit einem Minimaleinsatz von Reinigungsmitteln und verschmutzungsunempfindliche Konstruktionen notwendig. Auf den durchströmten Strecken gilt es, Totzonen in Form von Falten, Spalten oder blinden Abzweigungen zu vermeiden. Die Bildung von dauerhaften Belägen durch Mikroorganismen ist durch geeignete Oberflächenstrukturen zu verhindern, da festsitzende Kolonien toxische Substanzen abgeben können.
Bei der Internetrecherche finden sich unter http://www.web.de und den Schlüsselbegriffen hygienic design oder clean technology unter anderem Adressen, die theoretisches Hintergrundwissen zum Thema reinigungsgerechte Gestaltung vermitteln. So stellt beispielsweise http://www.tu-muenchen.de/tu-mit/tum1_9899/report22.html Informationen zum Prüfwesen bereit, und http://www.cyclone.nl/ventil/ventil.htm liefert eine vollständige strömungstheoretische Abhandlung, die von je einem Mitarbeiter der TU-München und der Firma Cyclone Fluid Dynamics verfaßt wurde.
Ein wesentliches Bauelement durchströmter Systeme sind Pumpen. Unter der Adresse http://www.bhrgroup.co.uk/confsite/pumphome.htm der BHRTGroup ist über ein Seminar zu hygienisch arbeitenden Pumpen nachzulesen. Die Produkte der BHRTGroup lassen sich überall dort einsetzen, wo strömende Medien vorliegen, zum Beispiel in der Milchindustrie, bei der Marmeladenherstellung oder in Ölpipelines. Neben der breit gefächerten Produktpalette bietet das Unternehmen verschiedene Dienstleistungen an, engagiert sich bei der Weiterbildung von Fachkräften und unterstützt mit speziellen Softwaretools die Prozeßmodellierung, unter anderem auch im Bereich Hygienic Design.
Der Pumpenhersteller Fristam unter http://www.fristam.de widmet sich seit langer Zeit dem Thema hygienischer Gestaltung. Wie in dem unter http://fristam.de/historie.html erreichbaren firmengeschichtlichen Abriß nachzulesen, wurde die erste Fristam Edelstahlpumpe bereits 1931 gefertigt. Wer von der Schokolade über Tomatenmark bis zu Impfstoffen alles in die richtigen Kanäle gepumpt haben möchte, sollte auch einmal bei Flux vorbeischauen, wo neben der eigentlichen Produktpalette einschließlich Hygienepumpen auch weiterführende Informationen bereitgehalten werden. Unter http://www.flux-pumpen.de/news/news_index.html erhält man zum Beispiel Fachinformationen zu den neuesten Produktentwicklungen.




