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    Technik

    Für einen reibungslosen Betrieb

    Die Hauptanforderung an Schmierstoffe, mit denen der Mensch unmittelbar in Kontakt kommen kann, ist deren physiologische Unbedenklichkeit. Die Forderung
    Veröffentlicht
    05. Oktober 2007
    Lesezeit
    3 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Keine Frage, Schmierstoffe sollte der Verbraucher in Lebensmitteln nicht vorfinden. Dennoch ist die zuverlässige Schmierung von beweglichen Bauteilen in der Lebensmitteltechnik ebenso unverzichtbar wie in der hier zur Anwendung kommenden Lager- und Transporttechnik. Aber nicht nur die Lebensmittelhersteller stehen in punkto schmierstofffreie Lebensmittel in der Verantwortung, sondern auch die Maschinen- und Anlagenbauer.

    Neben den einschlägigen Gesetzen und Bestimmungen müssen Lebensmittelschmierstoffe eine Reihe von grundsätzlichen Anforderungen erfüllen. Sie müssen geruchs- und geschmacksneutral, physiologisch unbedenklich, beständig gegenüber Desinfektions- und Reinigungsmitteln sowie den jeweiligen Lebensmitteln sein. Darüber hinaus sind länder- und religionsspezifische Vorschriften zu beachten.

    Während es bei herkömmlichen Industrieschmierstoffen nur wenige Einschränkungen gibt, sind bei Schmierstoffen für die Lebensmitteltechnik viele Rohstoffe nicht erlaubt. Bereits geringe Spuren von nicht zugelassenen Mineralölprodukten in Lebensmitteln können den Hersteller zur Stilllegung und Revision seiner Anlagen oder zu Rückrufaktionen zwingen. Zu beachten sind hier verschiedene Grenzwerte für die maximale Konzentration von zugelassenen Schmierstoffen in Lebensmitteln. Letztere sind länderspe- zifisch. Zum Beispiel gilt für Weißöle – praktisch die ein- zige Familie von für die Lebensmittelindustrie zugelassenen mineralölbasierten Produkten – in den USA eine maximale Konzentration von # 10 mg/kg. In Europa dagegen liegt dieser Wert bei # 4 mg/kg.

    Zum 1. Januar 2006 traten drei neue EU-Richtlinien in Kraft, die in Deutschland die Lebensmittel-Hygiene-Verordnung (LMHV) von 1998 ersetzen. Unternehmen haben nun eine Dokumentation der HACCP-bezogenen Maßnahmen als Nachweis gegenüber den Aufsichtsbehörden sicherzustellen. Die HACCP-Methode zielt darauf ab, jeden Abschnitt im Herstellungsprozess, der zu einer Kontamination der Lebensmittel führen könnte, zu identifizieren, zu überwachen und zu dokumentieren. Das heißt: Schmierstofflieferanten müssen den Anwendern die entsprechenden Nachweise über die Unbedenklichkeit des Schmierstoffes zur Verfügung stellen.

    Da es zurzeit keine verbindliche internationale oder europäische Gesetzgebung für Lebensmittelschmierstoffe gibt, greift man vor allem auf amerikanische Bestimmungen zurück. Das amerikanische System basiert auf einer Positivliste der FDA (21 CFR 178.3570), in der alle Inhaltsstoffe, die in Schmierstoffen für die Lebensmitteltechnik eingesetzt werden dürfen, aufgeführt sind. Darauf basierend, teilt die NSF Lebensmittelschmierstoffe in die Kategorien H1 und H2 ein. H1 steht für Schmierstoffe, für die ein Kontakt mit Lebensmitteln technisch nicht ausgeschlossen werden kann. In der Kategorie H2 fasst man alle Schmierstoffe zusammen, bei denen ein Kontakt mit Lebensmitteln technisch ausgeschlossen ist.

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    Die H1-Schmierstoffe entsprechen oder übertreffen in den meisten Fällen die nationalen Standards. Exportorientierte und international tätige Unternehmen sind mit NSF-H1-registrierten Schmierstoffen also immer auf der sicheren Seite.

    OKS bietet eine große Auswahl von NSF-registrierten H1- und H2-Schmierstoffen für die Lebensmitteltechnik an. Das Produktspektrum reicht von Montagepasten über Betriebsstoffe und Wartungsprodukten bis hin zum OKS-ChronoLube-System für die automatische Nachschmierung. Die laufende Anpassung der OKS-Produkte an die aktuellen technischen und gesetzlichen Anforderungen garantiert optimale tribologische Parameter bei gleichzeitiger Einhaltung sämtlicher lebensmittelrechtlicher Vorgaben.

    Neu im OKS-Programm sind die synthetischen Kompressorenöle OKS 3640 und OKS 3650 mit NSF-H1-Registrierung. Prüfstandtests und Praxiserfahrung zeigen, dass synthetische Kompressorenöle im Vergleich zu Produkten auf Mineralölbasis vier- bis sechsmal längere Ölwechselintervalle erreichen. Dies kann die Ölmenge um bis zu 75 % reduzieren. Die ausgezeichneten Schmiereigenschaften führen zu einer deutlichen Minderung von Reibung und Verschleiß und gewährleisten eine lange Lebensdauer der Maschinenteile. Je nach Art der eingesetzten Kompressoren, können darüber hinaus Energieeinsparungen von bis zu 7 % erreicht werden.

    Das gute Viskositäts-Temperatur-Verhalten der OKS-Kompressorenöle gewährleistet eine einwandfreie Schmierung und Abdichtung über einen breiten Temperaturbereich. Ihre hohe Oxidationsstabilität vermeidet Rückstandsbildungen. Eine geringe Verdampfungsneigung, hohe Flammpunkte und Selbstentzündungstemperaturen erhöhen die Betriebssicherheit. Außerdem zeichnen sich die Kompressorenöle OKS 3640 und OKS 3650 durch einen hohen Korrosionsschutz und gute Verträglichkeit mit den meisten Dichtungswerkstoffen, Kunststoffen und Buntmetallen aus.

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