Die Ansprüche an die Reinigung eines Behälters differieren sehr stark von leichtem Spülen bis hartem Reinigen mit Hochdruck. Dementsprechend gibt es Reinigungsdüsen in vielen Bauarten. Im Wesentlichen lassen sich die Anforderungen auf drei Themenkomplexe herunterbrechen: Art der Verschmutzung, Behälterdurchmesser und besondere Anforderungen. Um den Überblick nicht zu verlieren, hat Lechler sein Portfolio an Reinigungsdüsen in Reinigungseffizienzklassen unterteilt.
Die Behälter- und Anlagenreinigung erfolgt in den meisten Fällen mithilfe von Reinigungsdüsen. Pumpen fördern dazu Wasser oder ein wässriges Reinigungsmedium durch Rohrleitungen zu den verbauten Düsen. Die Aufgabe der Reinigungsdüse ist es dann, die Flüssigkeit an die erforderlichen Stellen auszubringen. Je nach Verschmutzungsart soll dies so geschehen, dass die kinetische Energie der Tropfen den Anteil der Mechanik möglichst groß werden lässt.
Gemäß dem Sinnerschen Kreis spielen bei jeder Reinigung die vier Faktoren Temperatur, Chemie, Zeit und Mechanik die wesentlichen Rollen und beeinflussen sich gegenseitig. Neben dem Einfluss auf die Mechanik hat das abfließende Reinigungsmedium die Aufgabe, die gelösten Schmutzpartikel in Richtung Ablauf zu transportieren.
Art der Verschmutzung
So unterschiedlich wie die Branchen sind, so unterschiedlich sind die Ansprüche an die Reinigung. Je nach Verschmutzungsart wird ein mehr oder weniger großer Anteil an Mechanik benötigt, um eine erfolgreiche Reinigung zu gewährleisten. Um bei dem breiten Produktportfolio an Behältereinigungsdüsen die Wahl einfach zu gestalten, hat Lechler jede Baureihe einer von fünf Reinigungseffizienzklassen zugeordnet. Somit kann anhand der vorliegenden Verschmutzung schon eine Vorauswahl an in Frage kommender Baureihen getroffen werden.
Reinigungseffizienzklasse 1:
In der Reinigungseffizienzklasse 1 finden sich statische Sprühkugeln. Sie sind sehr weit verbreitet und einfach im Design. Sie eignen sich allerdings nur für das Spülen, da nur einige wenige Stellen des Behälters durch direkten Impact beaufschlagt werden. Der übrige und überwiegende Teil des Behälters wird nicht durch direkten Impact gereinigt. Die Reinigung erfolgt hierbei durch das herablaufende Wasser, das durch die Scherwirkung auch eine Reinigungswirkung hat, allerdings ist die Reinigungswirkung als deutlich geringer einzustufen im Vergleich zu Impact.
Reinigungseffizienzklasse 2:
In der Reinigungseffizienzklasse 2 finden sich viele unterschiedliche Baureihen. Manche sind vollständig aus Edelstahl oder Alloy 22 gefertigt, andere komplett aus Kunststoff und einige aus einem Werkstoffmix. Alle haben die Gemeinsamkeit, dass sie als freidrehende Rotationsreiniger eingestuft sind. D. h. ein Rotor, der mit Düsenaustritten versehen ist, rotiert mit hoher Geschwindigkeit um eine Achse. Hierbei wird das Reinigungsmedium gleichmäßig auf die Behälteroberfläche aufgetragen. Dies bedeutet, dass auf der gesamten Behälteroberfläche mit Impact gereinigt wird.




