Mit dem neuen Standort in Oftering, der zugleich auch Unternehmenszentrale ist, hat Almi einen Meilenstein in seiner Firmengeschichte gesetzt. Auf einer Fläche von 30 000 m2 entstand in knapp eineinhalb Jahren eines der modernsten Gewürzmittelwerke Europas. Rund 30 Mio. Euro investierte der Hersteller von Gewürzzubereitungen und Spezialzusatzstoffen in Oftering, um auf dem zukünftigen Expansionskurs eine Qualitäts- und Leistungsführerschaft zu erreichen. Nachdem das Unternehmen die osteuropäischen Märkte erfolgreich erschlossen hat, steht nun der ferne Osten und Übersee auf dem Programm. In Zukunft sollen Almi-Produkte Fleisch-, Wurst- und Fischwaren in Asien und Amerika die richtige Würze verleihen.
Bei der Umsetzung der ehrgeizigen Wachstumsziele spielt leistungsstarke Schüttguttechnologie eine Schlüsselrolle, mit deren Realisierung Almi das österreichische Unternehmen Daxner beauftragte. Die beiden Unternehmen verbindet eine langjährige Partnerschaft. „Bereits im Jahr 1995 wurden wir mit dem Neubau des Produktionsstandortes Leonding beauftragt, dessen laufende Erweiterung wir daraufhin weiter begleiten durften“, beschreibt Firmenchef Johann Daxner die Zusammenarbeit. Die Almi-Eigentümer Heinz und Alexander Mittermayr betonen in diesem Zusammenhang, dass durch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Daxner eine Vertrauensbasis zwischen beiden Unternehmen entstanden ist, die dazu geführt habe, dass der Anlagenspezialist aus Wels den Zuschlag für die Planung, Lieferung und Montage der Ofteringer Gesamtanlage erhielt.
Die Daxner-Anlagen decken den gesamten Produktionsprozess ab. Von der Lagerung der Rohstoffe, über deren Abfüllung, Wägung und Mischung bis zur Abpackung der fertigen Gewürzmischungen sorgt moderne Schüttguttechnologie für eine weitgehend automatisierte Produktion.
Herzstück der Anlage ist ein ausgeklügeltes Containersystem. Auf Rollenbahnen sind bis zu 200 Container im Werk unterwegs, jeder davon ist einem Auftrag zugewiesen und begleitet diesen von einer Produktionsstation zur nächsten. Je nach Auftrag sammelt der einzelne Container von insgesamt 40 Rohstoffsilos die automatisch vordosierten Einzelkomponenten. Kleinkomponenten werden manuell dosiert und gelangen über Vorlagebehälter in den Container.
Mithilfe einer vollautomatischen Krananlage wird der jeweilige Container über einer der acht Mischlinien positioniert, angedockt und durch ein Containerentleersystem rückstandsfrei entleert. Entsprechend der verarbeitbaren Chargengrößen und Rezepturen unterscheiden sich die Mischlinien hinsichtlich der Größe des Mischers sowie des eingesetzten Mischsystems. Dadurch lässt sich eine optimale Mischgenauigkeit, Mischleistung und Produktschonung sicherstellen. Die fertigen Gewürzzubereitungen werden den 14 Abpack- stationen zugeführt. Hier füllen Hochleistungsmaschinen die Endprodukte in die verschiedensten Verkaufsgebinde ab.




