Der etwa 25 m lange Sortpacker fährt in der Montagehalle der A+F Automation und Fördertechnik GmbH seine finalen Testläufe, bevor er in Module zerlegt und bei einem namhaften Feinkost-Produzenten wieder aufgebaut und in Betrieb genommen wird. Die modular konzipierte Anlage hat die Aufgabe, sortenrein befüllte Trays mit Feinkostsalaten so umzupacken, dass diese im Supermarkt als bunt sortengemischt auf dem Tray bzw. im Regal stehen.
Den Sortpacker hat A+F mit einer hybrid aufgebauten Sicherheitslösung aus übergeordneter Prozesssteuerung und Sicherheitssteuerung von Pilz ausgerüstet. Diese bietet im Verbund mit den dezentralen Feldverteilern PDP67 und dem Schutztürsystem Psenslock 2 optimalen Schutz und reduziert den Verdrahtungsaufwand. Das hybride Sicherheitskonzept stärkt zudem den Security-Aspekt, denn es erschwert Manipulationen sowie unerlaubte Datenzugriffe.
Aufgabe mit vielfältigen Aspekten
Die Kartons mit den einzelnen, sortenreinen Feinkostsalatbechern werden über sechs seitliche Rollenbahnen zugeführt. Beim Eintritt in die Anlage erkennen installierte Kameras Inhalt und Position der jeweiligen Becher. Sechs vakuumbasierte Flexpicker saugen die Behälter an und setzen sie auf ein Förderband. Die leeren Kartons gelangen derweil auf ein parallel geführtes Band und werden an ihre Aufnahmeposition manövriert.
Erreichen die Becher in neu sortierter Formation den Übergabepunkt, tritt ein Handling-Modul in Aktion und setzt diese in die nunmehr bereitstehenden Trays. Anschließend entnimmt der Vakuumsauger des Kartonaufrichters Einsteckzuschnitte aus dem Stapelmagazin, faltet diese anforderungsgemäß und deckt damit die Feinkostsalatbecher in den Trays ab. Um im Auslaufbereich möglichst wenig Platz in Anspruch zu nehmen, greift ein Stapler jeweils zwei Trays, positioniert diese übereinander und setzt das Set auf eine Schwerkraftrollenbahn. An deren Ende stehen die Gebinde zur manuellen Entnahme bereit.
Ausgereifte Sicherheitskonzepte
Betreiber von Verpackungsanlagen erwarten hohe Taktraten sowie ein hohes Maß an Zuverlässigkeit. Da sich Verpackungen mitunter ändern oder eine Anlage unterschiedliche Aufgaben übernehmen muss, sind zudem maximale Flexibilität und Wirtschaftlichkeit gefragt. Die in aller Regel hochgradig automatisierten Maschinen verlangen daher nach ausgereiften Sicherheitskonzepten. Diese sollen das Personal wirkungsvoll vor Verletzungsgefahren schützen, z. B. beim spontanen Eingreifen in Öffnungen oder im Einstellbetrieb. Sie dürfen aber weder die Bedienbarkeit noch die Produktivität einschränken.
Die 1974 gegründete A+F mit Sitz in Kirchlengern entwickelt und produziert hochwertige Verpackungsmaschinen. Seit 2017 ist die A+F ein Teil der internationalen Firmengruppe EOL Packaging Experts GmbH, die Endverpackungsmaschinen und Systeme anbietet. Unter dem Dach der Muttergesellschaft EOL wurde mit der A+F Automation und Fördertechnik GmbH, der Standard-Knapp Inc., der BMS Maschinenfabrik GmbH, sowie der NEO Conveying Intelligence Lda. eine starke internationale Industriegruppe geschaffen. Über den eigentlichen Maschinenbau hinaus steht die gesamte Gruppe für die Montage und Inbetriebnahme automatisierter End-of-Line-Lösungen in der Verpackungsbranche.




