Schüttgüter werden am Ende vieler Produktionsprozesse in Fließbetttrocknern und -kühlern aufbereitet. Ziel ist, die Schüttgüter so zu behandeln, dass sie ohne Qualitätsverlust gelagert oder verpackt werden können. Der Trocknungsgrad und die Ausgangstemperatur müssen dabei an die spezifischen Eigenschaften der Produkte angepasst werden. Die Fließbett- und Wirbelschichttechnik kommt aber nicht nur beim Trocknen und Kühlen zum Einsatz, darüber hinaus findet sie auch Anwendung beim Rösten, Agglomerieren, Instantisieren und Temperieren von Schüttgütern unterschiedlichster Art. Bei den genannten Prozessen findet häufig eine Schwingungsunterstützung statt, denn die Kombination von Fließbett- und Wirbelschichttechnik mit der Vibrationstechnik bietet erhebliche verfahrenstechnische Vorteile. Eine typische Anlagenausführung stellt der in Abbildung 1 dargestellte Vibrations-Wirbelschicht-Trockner VF 60/10 für Milchpulver dar, bei dem der Anströmboden zwischen Luftkasten und Haube eingeklemmt ist.
Die Kriterien für die Auswahl der geeigneten Fließbett- bzw. Wirbelschichtanlage gehen weit über die reinen Funktionsmerkmale hinaus. In diesem Zusammenhang ist nicht nur die grundsätzliche Eignung der Anlage für die jeweilige Trocknungsaufgabe entscheidend, sondern auch konstruktive Details, die ausschlaggebend sind für die Einhaltung hygienischer Standards, die Reinigungsfreundlichkeit und die einfache Handhabung reinigungsrelevanter Komponenten sowie für die schnelle Anpassung an wechselnde Produktionsbedingungen und Produkte.
Die Vibra Maschinenfabrik Schultheis liefert Trocknungsanlagen, die die oben aufgeführten Kriterien erfüllen bzw. berücksichtigen. Neben Fließbett-Trocknern, die vollständig nass gereinigt werden müssen und daher häufig mit einem automatisch arbeitenden CIP-System ausgestattet sind, wurde eine Lösung erarbeitet, bei der nur der bakteriologisch besonders sensible Anströmboden des Fließbettgehäuses einer Nassreinigung unterzogen wird. Abbildung 2 zeigt einen Resonanz-Schwingtrockner mit einer Anströmfläche von 22 m², bei dem diese Lösung realisiert ist. Der in mehrere Abschnitte unterteilte Anströmrahmen ist während des Betriebs zwischen Luftkasten und Trocknerhaube eingeklemmt und kann nach dem pneumatisch betätigten Anheben der Haube innerhalb von Sekunden auf integrierten kugelgelagerten Rollen durch eine stirnseitige Tür in den Nassbereich gefahren werden. Durch die Verwendung von pneumatischen Antrieben sowohl zum Anheben als auch zum schwingungsfesten Anpressen der Trocknerhaube sind die manuellen Eingriffe am Trockner bei Reinigungsarbeiten darauf beschränkt, den Anströmboden durch leichtes Anschieben in den Nassbereich zu fahren.
Von großer Bedeutung ist die leichte Zugänglichkeit und Austauschbarkeit der Anströmböden, die in der überwiegenden Zahl aus speziellen Lochblechen mit wählbarer Blasrichtung bestehen, wobei der auftretende Druckverlust definiert ist. Vor diesem Hintergrund hat Vibra eine spezielle Schubladentechnik entwickelt, die sowohl die hygienischen Anforderungen erfüllt als auch leicht zu handhaben ist.




