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    Garantiert öl- und fettfrei
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    Technik

    Garantiert öl- und fettfrei

    Bereits geringe Verschmutzungen in Rohrsystemen mit Öl oder Fett können in Gegenwart von Sauerstoff Explosionen verursachen. Daher stellt die Schweizer
    Veröffentlicht
    13. August 2004
    Lesezeit
    2 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Bei der Ozonia AG in Dübendorf bei Zürich werden Ozonerzeuger für unterschiedlichste Anwendungen in verschiedenen Größen hergestellt. Die Bandbreite reicht von Generatoren für die Desinfektion von Schwimmbadwasser über die Trinkwasseraufbereitung und die Reinigung von Kühlwasserkreisläufen für Kraftwerke bis zur Erzeugung von keimfreien Wasser für die Produktion von Pharmazeutika. Das 1992 von Degrémont und Air Liquide als Joint-Venture gegründete Unternehmen gehörte früher zum ABB-Konzern und erzielte zuletzt einen Umsatz von etwa 30 Mio. Euro.

    Da Ozon thermisch instabil ist, wird es direkt am Einsatzort durch elektrische Entladung aus reinem Sauerstoff hergestellt. „Ob große Anlagen oder kleinere Standardgeräte zur Ozongewinnung verwendet werden, immer muss dabei Sauerstoff durch Rohrsysteme transportiert werden“, schildert Rolf Lieberherr, der Leiter der Materialwirtschaft bei Ozonia das Problem. Sauerstoff in Rohrsystemen ist jedoch extrem brand- und explosionsgefährlich. Die meisten Stoffe verbrennen mit verdichtetem oder reinem Sauerstoff heftig und schnell.

    Die Zündquelle ist dabei in Rohrsystemen nicht immer offensichtlich. Ein Feuer kann hier durch Reibung, hohe Fließgeschwindigkeiten, Erwärmung durch Turbulenzen oder durch adabiatische Verdichtung entstehen, wenn schnell fließendes Gas plötzlich auf ein Hindernis, beispielsweise ein geschlossenes Ventil trifft. Sind Rohrverbindungen mit mineralischen Ölen oder Fetten verschmutzt, kann es leicht zu Oxidationsreaktionen mit den Kohlenstoffbestandteilen kommen. Die dabei auftretenden hohen Temperaturen sorgen dann für eine Selbstentzündung des Umfelds und lösen eine Kettenreaktion aus.

    Die Bedeutung von sauber gereinigten Rohrverbindungen in Sauerstoffkreisläufen ist unumstritten. So schreibt die American Society for Testing and Materials (ASTM) in der weltweit anerkannten Norm G93–96 einen Reinigungsgrad von weniger als 55 mg/m2 an nichtflüchtiger Restverunreinigung vor. Die von Serto umweltfreundlich gereinigten, einzeln verpackten und nach zertifiziertem Prozess dokumentierten Produkte liegen mit einem garantierten Reinigungsgrad von <33 mg deutlich darunter. Die zu reinigenden Komponenten werden einzeln in spezielle Aufnahmekörbe gelegt, damit die Reinigungsmedien sauber abfließen können. Je nach Material durchlaufen die Rohrverbindungen eine Reihe von basischen und sauren Reinigungsbädern. Wenn Schmierstoffe oder Dichtungen notwendig sind, kommen ausschließlich für Sauerstoff zugelassene Produkte zum Einsatz. Nach einer Prüfung werden die Komponenten einzeln in Kunststoffbeutel verpackt, anschließend verschweißt und gekennzeichnet.

    Die Reinigungsmaschine fährt statt mit Trichlor mit umweltfreundlich abbaubaren Säuren, Laugen und DI-18-Wasser. Das aufgefangene und aufbereitete Abwasser kann später in der normalen Kanalisation entsorgt werden. Der Reinigungsservice wird für Kupfer-, Messing- und Edelstahlprodukte angeboten. Auch Kunststoffteile gibt es vorgereinigt.

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    Wie bei vielen Unternehmen wurden auch bei Ozonia die Rohrverbindungen früher kosten- und personalintensiv mit Ultraschall selbst gereinigt, „aber wir wussten nie, wie hoch der Reinigungsgrad ist“, so Lieberherr, „und wenn wir an Kunden Ersatzteile geliefert haben, lag die Verantwortung dafür bei uns.“ Neben den Kosten war die Unsicherheit ein wesentliches Kriterium dafür, die neue Dienstleistung anzunehmen.

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    www.serto.com

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