GEA stellt die Weichen für weiteres Wachstum – insbesondere im Pharmageschäft. Zum 1. Januar 2026 ordnet der Düsseldorfer Technologiekonzern seine Führungsstruktur neu, verjüngt den Vorstand und stärkt zugleich die strategische Ausrichtung auf Kernmärkte wie Pharma, Food und Nutrition. CEO Stefan Klebert bleibt bis Ende 2028 im Amt.
Der Aufsichtsrat der GEA Group AG hat den Vertrag von Vorstandsvorsitzendem Stefan Klebert vorzeitig um zwei Jahre verlängert und zugleich eine umfassende Neuordnung des Konzerns beschlossen. Ziel ist es, die Organisation schlanker, agiler und marktzentrierter aufzustellen – ein wichtiger Schritt, um die ehrgeizigen Ziele der Konzernstrategie Mission 30 umzusetzen.
„Mit der neuen Struktur schaffen wir ein noch besseres Fundament für beschleunigtes, profitables Wachstum – auch in strategisch wichtigen Zukunftsmärkten wie Pharma“, erklärt Klebert.
Drei neue Divisionen mit klarer Branchenfokussierung
Künftig gliedert sich GEA in drei neu zugeschnittene Divisionen, die als eigenständige Vorstandressorts geführt werden. Besonders die Division Pharma & Food Applications steht dabei im Zentrum der Neuausrichtung. Sie soll die Innovations- und Marktdynamik im Pharmabereich stärker nutzen und Synergien mit der Nahrungsmitteltechnologie fördern.
Peter Lauwers (55) übernimmt das Vorstandsmandat für diesen Bereich, der aus der bisherigen Division Food & Healthcare Technologies hervorgeht. Die Einheit bleibt mit ihrem bewährten Portfolio bestehen, das Prozesslösungen für die pharmazeutische und biotechnologische Produktion ebenso umfasst wie Anwendungen für die Lebensmittelindustrie.
Mit dieser neuen Struktur unterstreicht GEA den Anspruch, die Pharmaindustrie als Wachstumsmarkt gezielt zu adressieren – insbesondere vor dem Hintergrund steigender Investitionen in biopharmazeutische Produktionsanlagen, hochreine Prozesssysteme und nachhaltige Fertigungstechnologien.
Schlankere Strukturen, schnellere Entscheidungen
Parallel zur Neuordnung des Vorstands löst GEA das bisherige Global Executive Committee auf und vereinfacht die Führungsstrukturen deutlich. Die bislang 14-köpfige Führungsebene wird verschlankt; die Länderorganisationen berichten künftig direkt an die Divisionen. Dadurch sollen Entscheidungswege verkürzt, Kosten reduziert und die Nähe zu den Kunden – insbesondere in regulierten Märkten wie Pharma – erhöht werden.
Das Ressort des bisherigen Chief Operating Officer Johannes Giloth wird bis Mitte 2026 schrittweise aufgelöst. Zentrale Einkaufsfunktionen bleiben erhalten und berichten künftig direkt an den CEO. Die wachstumsstarken Märkte China und Indien werden ebenfalls in die direkte Verantwortung von Stefan Klebert überführt.




