Vor 20 Jahren ist die Usetec als Resale an den Start gegangen. Und zwar in Karlsruhe, wo sie bis 2010 ausgerichtet wurde.
Beide Veranstalter, die Hess GmbH aus dem badischen Weingarten und die Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH (KMK), geben sich kurz vor Messebeginn zuversichtlich. „Wir rechnen mit über 300 Ausstellern und rund 5000 Fachbesuchern aus mehr als 100 Ländern“, sagt die KMK-Geschäftsführerin Britta Wirtz.
„Auf der Messe werden Maschinen für alle produzierenden Branchen gezeigt“, erläutert Florian Hess, Geschäftsführer der Hess GmbH. Über die Exponate hinaus haben die ausstellenden Firmen unmittelbaren Zugriff auf etwa 85 000 Maschinen. In diesem Jahr werden deshalb wieder viele Einkäufer nach ihrem Messeaufenthalt auch die Lager der Aussteller besuchen.
Die Usetec supported by Resale ist die weltgrößte Messe für Gebrauchtmaschinen. Neben Gastgeber Deutschland sind Aussteller aus 27 Ländern vertreten – besonders stark präsentieren sich Großbritannien, Italien, die Niederlande, Frankreich und die Schweiz.
Die Messe findet in den Hallen 1, 2 und dem Freigelände der Messe Karlsruhe statt – zeitgleich zur Hannover Messe. Dadurch können sich ausländische Einkäufer mit einem Deutschland-Besuch gleich auf zwei Messen über hochwertige Maschinen und Technologien informieren.
Auch in diesem Jahr werden wieder zahlreiche Delegationen zur Usetec reisen. Bis jetzt haben sich Gruppen aus 17 Staaten angesagt, vor allem aus Afrika und Asien. Neben klassischen Besucherländern wie Indien, Pakistan, Iran, Ägypten, Marokko, Nigeria oder Türkei sind auch weitere aufstrebende Märkte dabei: Beispiele sind Sri Lanka oder Mali.
Die weltwirtschaftliche Lage stimmt optimistisch. Zwar gibt es weiter schwelende Risiken und Krisenherde, doch die großen Wirtschaftsräume dürften sich positiv entwickeln – wie einer der Partner der Usetec, der Bundesverband des Deutschen Exporthandels (BDEx), Berlin, verlautet.
Der BDEx rechnet für 2015 mit einem Exportwachstum in Höhe von rund 4 %. „Wachstumspotenzial für den Gebrauchtmaschinenmarkt besteht insbesondere in den Asean-Staaten und in lateinamerikanischen Ländern wie Bolivien, Peru und Kolumbien“, sagt Gregor Wolf. „Genauso wie in den nordafrikanischen Staaten Ägypten, Tunesien und Marokko“, so der Geschäftsführer des BDEx. „In diesen Ländern ist vor allem eine Nachfrage nach Maschinen für die Nahrungsmittelbearbeitung und Agrartechnik zu verzeichnen.“




