Seit der Firmengründung 1910 befindet sich Silesia in Familienbesitz. Das Unternehmen entwickelt und produziert heute in bereits vierter Generation Aromen für die Lebensmittelindustrie. Ähnlich wie ein Parfümeur aus tausend Grundstoffen Düfte herstellt, komponieren die Flavoristen unter der Regie des geschäftsführenden Gesellschafters Clemens Hanke aus mehreren tausend Stoffen Aromen. Grundsätzlich unterscheidet man dabei zwischen natürlichen, naturidentischen und künstlichen Aromastoffen.
Auf die Herstellung pulverförmiger Aromen für die Lebensmittelindustrie hat sich Silesia am Standort Kalkar fokussiert. Silesia-Geschäftsführer Michael Mausbach formuliert es folgendermaßen: „Mit dem Bau eines weiteren Werkes in Kalkar reagierten wir auf die steigende Nachfrage nach pulverförmigen Aromen, deren Herstellung in unserem Stammbetrieb in Neuss an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen war.“ Der Umzug brachte nicht nur mehr Platz für Expansion und moderne Steuerungsanlagen, sondern forderte auch innovative Lösungen im Bereich des Explosionsschutzes, denn bei der Herstellung von Aromen werden verschiedenste Produktionstechnologien eingesetzt. Diese ermöglichen u. a. die Umwandlung von flüssigen in pulverförmige Aromen, in dem eine flüssige Lösung in einen speziellen Trockner zur pulverförmigen Gewinnung eingesprüht wird.
Technical Plant Manager Michael Tacke erläutert: „Die bei uns im Einsatz befindliche thermische Trocknung führt immer zur thermischen Beanspruchung des Feststoffs. Dabei lassen sich explosionsgefährdete Staub-Luft-Gemische im Zerstäubungstrockner nicht völlig ausschließen. Betrachtet man den Feststoffdurchsatz, dividiert durch den Luftdurchsatz, so liegt die durchschnittliche Staubkonzentration in der Regel unterhalb der temperaturbezogenen unteren Explosionsgrenze. Da die meisten Zerstäubungstrockner im unteren Bereich zum Auslauf konisch zulaufen, kann dort eine Staubkonzentration innerhalb der temperaturbezogenen Explosionsgrenzen nicht ausgeschlossen werden.“ Erschwerend kommt noch hinzu, dass sich das Produkt exotherm zersetzen und Anbackungen oder Beläge an den Trocknerwänden entstehen könnten. Diese könnten sich im ungünstigsten Fall bis zur Glimmtemperatur erwärmen und durch die hohe Lufteintrittstemperatur im Zerstäubungstrockner ein Glutnest bilden. Ein Glutnest wiederum kann, je nach Brand- und Zündverhalten, zu einem Brand oder einer Staubexplosion führen.
Bei der Planung der Silesia-Anlagen entschied man sich für eine Explosionsunterdrückungslösung von Kidde Brand- und Explosionsschutz (KBE). Diese stellt eine wirksame, zukunftsorientierte und umweltfreundliche Sicherheitseinrichtung zum Schutz der Mitarbeiter und der Produktionsanlagen dar. Doch wie funkti-oniert die Explosionsunterdrückungsanlage im Falle einer anlaufenden Explosion?




