Die Messer in den Portioniermaschinen Portio zerteilen Frischfleisch, Geflügel und Fisch mit einer Geschwindigkeit von mindestens 17 Schnitten pro Sekunde in Stücke mit exakt vorgegebenem Gewicht. Bei der Entwicklung der Anlagen legte der belgische Maschinenbauer Marelec großen Wert darauf, die Gefahren für die Mitarbeiter möglichst gering zu halten. Zum Einsatz kommen daher Sicherheitslösungen des Automatisierungsexperten Pilz.
Die Erfolgsgeschichte des Maschinenbauunternehmens Marelec begann im Jahr 1983: Eine Schleppnetzsteuerung, die physikalische Kräfte in den Leinen zu Netzen misst, war die erste Entwicklung von Geschäftsführer Piet Rommelaeres. Die Anwendung hatte die Sicherheit der Fischerboote im Blick. Die Erfolgsstory ging weiter, als sich dann auf europäischer Ebene die Gesetzgebung hinsichtlich des Fanggewichts änderte. Fangschiffe mussten jetzt genau angeben können, wie viel Fang sie mitführten. Dafür entwickelte Marelec Waagen, die speziell für die Verwendung an Bord von Schiffen konzipiert waren. Klingt einfacher, als es tatsächlich war. Eine Gewichtsmessung an Bord muss letztendlich stets den Seegang berücksichtigen.
Auf dem Meer geboren
Fische zu sortieren und mit einem Förderband mit der Wägeanlage zu verbinden, war nur ein Zwischenschritt. Projekte auf dem Festland kamen hinzu, beispielsweise Sortiermaschinen für Fischauktionen. Für Marelec eine Zäsur, denn nun lernten auch Kunden aus anderen Branchen die Maschinen des Unternehmens kennen. Wiegen war hier der Schlüsselaspekt, v. a. die Fleisch- und Geflügelindustrie war daran interessiert. Marelec konzentrierte sich bei seiner Maschinenentwicklung fortan auf den Portionierungsprozess, bei dem Frischfleisch, Geflügel oder auch Fisch in Portionen mit exakt vorgegebenem Gewicht zerteilt werden kann. Auf den ehemaligen Türöffner Fischerei entfällt heute zwar nur noch ein geringer Anteil der Geschäftstätigkeit, aber der Zugang zu den Märkten außerhalb dieser Branche war damit weit offen.
Erfindergeist und Sicherheitsdenken
„Heute werden die Portioniermaschinen für die diversen Produkte unserer Produktreihe Portio in insgesamt acht Ausführungen angeboten“, erklärt Roland Verleene von Marelec, der für den Bereich Technik zuständig ist. „Wie sie funktionieren? Das Produkt wird über zwei oder mehr Einlaufbänder zugeführt. Das halbmondförmige Messer rotiert zwischen den beiden Bändern. Auf dem ersten Band läuft das Produkt unter einem 3-D-Kamerasystem hindurch. Die dort durchgeführte Messung in Verbindung mit dem bekannten spezifischen Gewicht des Produkts gewährleistet, dass das Messer exakt so schneiden kann, dass ein bestimmtes Gewicht der einzelnen Portionen erzielt wird.“ Nachdem das Produkt in die vorgegebenen Portionen geschnitten wurde, werden diese exakt bemessenen Portionen auf das zweite Förderband ausgegeben, wo sie weiterverarbeitet werden.




