Stephan Stiehler
Hohe Temperaturen, Temperaturschocks, hohe Drücke sowie chemische Einwirkungen kennzeichnen das Einsatzumfeld von Sensorik im Nassbereich. Wurde eben noch ein Getränk mit 5 °C abgefüllt, kann schon im nächsten Moment eine Maschinenreinigung mit bis zu 80 °C heißem Wasser folgen. Entsprechend variieren auch die Drücke, denen ein Sensor und seine Anschlusstechnik ausgesetzt sind. Hochdruckreiniger, die aus kurzer Entfernung mit bis zu 100 bar arbeiten, dürfen die dauerhaft zuverlässige Sensorfunktion ebenso wenig beeinträchtigen wie automatische CIP-Reinigungsanlagen mit nur 2 bar Wasserdruck. Schließlich stellen chemische Einflüsse erhöhte Anforderungen an die eingesetzten Materialien. Alkalische und saure Reinigungsmittel, Schaumreiniger, Wasserstoffsuperoxid, Phosphorsäure, Salpetersäure, Peressigsäuren sowie Natronlaugen gehören zu den am häufigsten anzutreffenden Chemikalien, mit denen Maschinen im Nassbereich gereinigt werden. Ungenügend gegen das raue Umfeld geschützt, kann der Sensor bzw. der Signalfluß durch die vorangehend beschriebenen Einflussfaktoren in hohem Maß beeinträchtigt werden. Um solche Schwachstellen zu vermeiden, sind bei der Food & Beverage-Sensoriklösung von Sick alle Komponenten IP-69K-gerecht ausgeführt. Die verwendeten Materialien, Edelstahl V4A (1.4404) und PVC, entsprechen den Anforderungen an Sensorik und Anschlusstechnik für den Nassbereich. Das Sensorpaket basiert auf den drei Komponenten induktiver Näherungsschalter, Steckverbinder sowie Sensorverteiler.
Untersuchungen im Bereich der Lebensmittelherstellung und Getränkeabfüllung zeigen, dass die Anwender über die nassbereichsgerechte Ausführung hinaus drei Eigenschaften eines induktiven Näherungssensors erwarten:
- Verfügbarkeit verschiedener Baugrößen, insbesondere mit metrischem Gewinde in Durchmessern 12, 18 und 30 mm
- möglichst dreifacher Schaltabstand, um bei der Montage, bezogen auf Einbauabstände, variabel zu sein
- M12-Geräteanschluss für den flexiblen und schnellen Sensorikanschluss
Diesen Anforderungen wird die Inox-Baureihe gerecht. Hierbei handelt es sich um induktive Näherungssensoren, deren Typenbezeichnung IM 12, IM 18 und IM 30 auf ihre Baugröße hinweisen. Das Sensorgehäuse aus Edelstahl V4A ist komplett geschlossen, um die hohe Schutzart IP 69K zu erreichen. Der dreifache Schaltabstand kann beim IM 30 bis zu 40 mm bei nicht bündigem Einbau betragen. Gleichzeitig wird auch bei größeren Positioniertoleranzen der zu erfassenden Objekte eine zuverlässige Detektion sichergestellt. Zusätzlich zur hohen Schutzart weisen die Inox-Sensoren eine hohe Festigkeit hinsichtlich Schock und Vibrationen auf.




