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    Geringer Feinanteil
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    Technik

    Geringer Feinanteil

    Herzstück der Oscillowitt ist ein sechsarmiger Rotor. Er rotiert oder oszilliert während des Mahlprozesses und bewegt das zu zerkleinernde Gut über ein
    Veröffentlicht
    15. April 2013
    Lesezeit
    3 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Bei der Oscillowitt handelt es sich um eine oszillierende Siebmühle. Sie eignet sich für die schonende Trocken- und Nasszerkleinerung von wärmeempfindlichen Produkten. Beim Trockenmahlen ist das Sieb aus Viereckdraht gefertigt, beim Nassmahlen besteht es aus Runddraht. Besonderer Vorteil der Oscillowitt: Beim Mahlen entstehen Produkte mit einem engen Kornspektrum und einem auf das Minimum reduzierten Feinanteil.

    Herzstück der Mühle ist ein sechsarmiger Rotor. Er rotiert oder oszilliert während des Malprozesses. In Abhängigkeit von den Eigenschaften des zu mahlenden Gutes und der Korngröße des gemahlenen Produkts kann der Anwender die Drehzahl des Rotors im Rotationsmodus stufenlos einstellen. Gleiches gilt für die Oszillationsbewegung des Rotors. Allerdings muss sich die Mühle dann im Oszillationsmodus befinden. Um den Rotor vor Verschleiß zu schützen, ändert sich seine Oszillationsamplitude während des Mahlprozesses.

    Die Oscillowitt-Mühlen sind WIP- und SIPfähig. Zur Reinigung und Wartung lassen sich Rotor, Sieb und Stützwanne dank der großen schwenkbaren Fronttür mit wenigen Handgriffen ein- und ausbauen. Durch innenliegende Kabelführungen gestaltet sich auch die Außenreinigung der Mühle sehr einfach. Antrieb und Mühlenkopf sind getrennt montiert. Dadurch kann die Mühle auch sehr gut für Reinraumanwendungen genutzt werden. Zur Integration der Mühle in Prozesslinien: Da Einlauf- und Auslauftrichter sich problemlos mithilfe eines Tri-Clamp-Verschlusses montieren lassen, gestaltet sich die Linieneinbindung denkbar einfach.

    Die Drehzahl des Rotors, Produkttemperatur sowie andere prozessrelevante Parameter werden protokolliert und auf dem Display der Mühle angezeigt.

    Nougat- und Mandelschokoladenspezialitäten erfreuen die Gaumen von Konsumenten auf der ganzen Welt. Damit Nougat auf der Zunge den gewünschten zarten Schmelz erzeugen kann, muss es auf eine bestimmte Feinheit gemahlen werden. Denn die richtige Korngröße des zerkleinerten Nougats ist entscheidend für Geschmack und Textur. Gleiches gilt für geröstete Mandeln, die bei vielen Schokoladen beliebte Geschmacksgeber sind.

    Nougat und Mandeln werden Schokolade in Fraktionen mit Korngrößen größer als 2 mm und kleiner als 1 mm beigemischt. Die Fraktion mit Korngrößen kleiner als 1 mm wird als Feinanteil bezeichnet. Dieser sollte möglichst gering sein, was besondere Anforderungen an die eingesetzten Mühlen stellt. Den charakteristischen Geschmack erzeugen die Nougat- und Mandelfraktionen mit Korngrößen von 2 bis 4 mm und von 1 bis 2 mm.

    Beim Mahlen von Nougat streben viele Schokoladenhersteller folgende Korngrößenverteilung im gemahlenen Gut an:

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    • 40 % zwischen 2 bis 4 mm,
    • 40 % zwischen 1 und 2 mm
    • maximal 20 % kleiner als 1 mm

    Bei den Mandeln liegen die Vorgaben in einem ähnlichen Bereich:

    • 45 % zwischen 2 und 4 mm
    • 45 % kleiner als 2 mm
    • maximal 10 % kleiner als 1 mm

    Beide Zutaten verhalten sich beim Mahlen unterschiedlich. Während Nougat spröde ist, sind Mandeln hart; je nach Röstungsgrad können sie sich auch leicht elastisch verhalten.

    Um die oben erwähnten Vorgaben in Bezug auf die Korngröße zu erreichen, sind vorab Tests im Frewitt-Technikum sinnvoll. Im angeschlossenen Labor können die Produktmuster zudem vollständig analysiert werden. Ein Hersteller von Schokolade hat auf diese Möglichkeit zurückgegriffen.

    Zum Ablauf des Tests: Das Nougat wurde auf einem Klumpenbrecher grob zerkleinert. Es schloss sich die Feinzerkleinerung auf der oszillierenden Siebmühle Oscillowitt an, wobei mit einem 5-mm-Sieb gearbeitet wurde. Der Feinanteil im gemahlenen Nougat war kleiner als 13 %, was eine Riesenverbesserung für den Schokoladenhersteller darstellte, denn bisher lag der Feinanteil in seiner Produktion stets über der Grenze von 20 %.

    In Folge entschied sich der Schokoladenhersteller für die Anschaffung einer Oscillowitt-Mühle. Nach der Integration der Mühle läuft nun folgender Prozess ab: Im ersten Schritt wird aus verschiedenen Ingredienzien eine homogene Nougatmasse hergestellt. Sie wird zu Nougatplatten (2400 mm x 1000 mm) verarbeitet. Anschließend werden die Platten auf einem Brecher zu 100 x 100 mm großen Stücken verarbeitet. Letztere gelangen über ein Förderband zur Oscillowitt und werden dort gemahlen. Am Auslauf der Mühle befinden sich Rüttelsiebe, mit deren Hilfe das gemahlene Gut in verschiedene Korngrößefraktionen getrennt wird.

    Auf einer Oscillowitt im Frewitt-Technikum wurden auch Versuche mit Mandeln für Marzipanprodukte durchgeführt. Auch hier überzeugte die oszillierende Siebmühle. Der Feinanteil im gemahlenen Gut lag unter 8 %.

    Halle 1, Stand 442

    prozesstechnik-online.de/dei0413403

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