2D-Codes sollen zum neuen Standard für die Verpackungskennzeichnung werden. Eine besondere Herausforderung bei der Einführung der neuen Codes ist insbesondere in Verpackungsprozessen mit hohen Stückzahlen, dass kaum ein Hersteller bereit ist, für eine bessere Codequalität Abstriche bei der Liniengeschwindigkeit zu machen. Außerdem ist beim Umstieg auf GS1-2D-Codes eine zuverlässige Inline-Bedruckung bislang noch nicht für jedes Verpackungsmaterial und jedes Format gelöst – insbesondere bei anspruchsvollen Substraten und Verpackungsformen wie flexiblen Folien, Monomaterialbeuteln, starren Kunststoffen, gewölbten Flaschen oder Bechern, Glas- oder Metallverpackungen sowie zahlreichen Kartonagen und Etiketten, einschließlich glänzender oder nicht poröser Oberflächen. Darüber hinaus müssen 2D-Codes ohne größere Eingriffe, zusätzliche Komplexität oder zusätzliche Prozessschritte in bestehende Produktionslinien integriert werden. Das ist besonders relevant, weil Händler klar formuliert haben, dass ihr Hauptinteresse in einer besseren Kontrolle von Mindesthaltbarkeitsdaten liegt. Das bedeutet: Der Code kann nicht einfach vorgedruckt werden. Er muss inline, direkt während der Produktion auf jedes einzelne Produkt aufgebracht werden. Bestehende Kennzeichnungstechnologien stoßen daher beim 2D-Code-Druck im industriellen Maßstab an Grenzen. Einige liefern die erforderliche Auflösung. Andere bieten die nötige Geschwindigkeit, jedoch nicht die hohe Druckqualität, Substratflexibilität oder Zuverlässigkeit, die unter realen Produktionsbedingungen erforderlich ist. Bislang musste die Industrie mit diesem Zielkonflikt auskommen.
Tintenstrahltechnik für gestochen scharfe Codes
Leibinger geht nun den nächsten Schritt in der industriellen Kennzeichnung. Als Innovationsführer im CIJ-Bereich bringt das Unternehmen jahrzehntelange Erfahrung in der schnellen und hochzuverlässigen Kennzeichnung mit. Hinzu kommt umfassendes Tinten-Know-how, basierend auf der Entwicklung und eigenen Herstellung eines breiten Tintenportfolios. Mit 2DJET führt Leibinger nun eine neue Kennzeichnungsklasse ein, die gezielt für den 2D-Code entwickelt wurde.
Das System verfügt über eine kontinuierliche Tintenversorgung, die auf unterbrechungsfreie Produktion ausgelegt ist. Es druckt gestochen scharfe Codes mit bis zu 300 dpi und mit Druckgeschwindigkeiten von bis zu 120 m/min. Dabei kann es QR-Codes mit bis zu 33 x 33 Modulen erzeugen.
Für eine Vielzahl von Verpackungen
Als berührungslose Drucktechnologie bringt 2DJET zentrale Vorteile mit, die CIJ in industriellen Umgebungen so erfolgreich gemacht haben. Das System kann auf einer breiten Vielfalt von Verpackungsmaterialien eingesetzt werden und eignet sich für unterschiedliche Produktformen und Oberflächenbeschaffenheiten – von flach bis gebogen, von glatt bis anspruchsvoll. Mit einem Druckabstand von 8 mm lässt sich der kompakte Druckkopf besonders flexibel in Produktionslinien integrieren. Das erleichtert die Installation auch dort, wo der verfügbare Platz begrenzt ist oder Verpackungsgeometrien variieren.




