FiberAid von Lonza besteht aus Arabinogalactan und ist eine natürliche, multifunktionelle Nahrungsfaser, die durch einen patentierten Prozess von Lonza durch Wasserdampfextraktion aus Lärchenholz gewonnen wird. Der dabei entstehende Extrakt wird anschließend eingedampft. Besonderes Merkmal des HACCP-zertifizierten und GMP-auditierten Herstellungsverfahrens ist, dass keine genmodifizierten Organismen zum Einsatz kommen. Ferner sind keine aggressiven Chemikalien erforderlich, um das Polysaccharid aus seiner Matrix herauszulösen. Dadurch bleibt das Produkt rein und seine Struktur unverändert. Zudem zeichnet es sich durch eine gleichmäßige Qualität aus; Batch-zu-Batch-Schwankungen gibt es nicht. Die bei der Herstellung von FiberAid verwendeten Lärchen stammen aus großen Wäldern im Norden der Vereinigten Staaten. Arabinogalactan besteht aus Galactose- und Arabinoseeinheiten im Verhältnis 6 : 1. Es ist ein langes, vielverzweigtes Polysaccharid mit einem Galactan-Grundgerüst und Seitenketten aus Galactose und Arabinose.
Ergebnisse aus Human- und in vitro-Studien legen nahe, dass FiberAid einen positiven Effekt auf das Wachstum der gesundheitsfördernden Bakterien der Darmflora ausübt. Insbesondere kann die Nahrungsfaser die Konzentrationen von Anaerobiern wie Bifidobakterien und Lactobacillen erhöhen, während es mögliche krankheitserregende Keime wie Clostridien und E. Coli reduziert. Das heißt: Eine Ergänzung der Nahrung mit FiberAid kann eine prebiotische Wirkung haben. Die Konzentration der kurzkettigen Fettsäuren (SCFAs) im Darm steigt und der pH-Wert sinkt, sodass das Wachstum der gesundheitsfördernden Bifidobakterien und Lactobacillen zunimmt. Die Mehrheit der ausschließlich anaerob lebenden Bakterien im Dickdarm nutzt die Fermentation von Kohlenhydraten als Energiequelle, wobei flüchtige kurzkettige Fettsäuren entstehen. Die wichtigsten kurzkettigen Fettsäuren, die von einer gesunden Darmflora produziert werden, sind Essigsäure, Propion-säure und Buttersäure. Sie können die Aufnahme von Salz und Wasser im Darm stimulieren und sind wichtige Metabolite des Intermediärstoffwechsels in den Epithelzellen des Dickdarms. Acetat und Propionat sollen vor allem dem Gehirn, den Muskeln und dem Herzen als Energiequelle dienen. Butyrat hingegen deckt etwa die Hälfte des täglichen Energiebedarfs der Darmzellen ab und ist mit daran beteiligt, die Mucosazellen vor Substanzen zu schützen, die zu einer Zelldifferenzierung führen. Flankiert werden die gesundheitsfördernden Effekte durch eine sehr gute Verträglichkeit. So kommt es beim Verzehr von FiberAid nicht zu den typischen Nebenwirkungen wie Blähungen oder vermehrter Gasbildung, die mit anderen Nahrungsfasern in Verbindung gebracht werden.
Dank seiner mehrfach verzweigten Struktur wird FiberAid sehr langsam fermentiert. Viele Studien zeigen, dass FiberAid-Dosierungen von bis zu 30 g pro Tag gut verträglich sind, während effektive Dosierungen schon mit einer Menge von 4,5 g pro Tag erreicht werden können. Überdosierungen sind nicht möglich. Weiterer Pluspunkt: Die Nahrungsfaser liefert nahezu keine Kalorien (1,4 kcal/g) und ruft keine glykämische Antwort hervor.




