Zum Inhalt springen
Deutsche Ernährungsindustrie
  • Fleischverarbeitung
  • Obst- & Gemüse
  • Milchverarbeitung
  • Back- & Teigwaren
  • Getränkeindustrie
  • Technik
Deutsche Ernährungsindustrie
  • Fleischverarbeitung
  • Obst- & Gemüse
  • Milchverarbeitung
  • Back- & Teigwaren
  • Getränkeindustrie
  • Technik
    Ernährungsindustrie-Newsletter
    Die wichtigsten News aus der Lebensmittelproduktion direkt in Ihr Postfach.
    Newsletter abonnieren

    Info

    • Impressum
    • Datenschutz
    • Barrierefreiheit
    • Datenschutzeinstellungen

    Kontakt zur Redaktion

    Deutsche ErnährungsindustrieKonradin Mediengruppe
    Ernst-Mey-Str. 8, 70771 Leinfelden-Echterdingen

    E-Mail: redaktion@konradin.de
    Folgen Sie uns
    Deutsche Ernährungsindustrie
    © 2026 Deutsche Ernährungsindustrie
    Startseite/Technik/Artikel
    Gliederkettenförderer im Einsatz
    Bildquelle nicht angegeben
    Technik

    Gliederkettenförderer im Einsatz

    Ein Nürnberger Unternehmen plant und realisiert Förderanlagen, Lager- und Produktionslogistiksysteme. Die maßgeschneiderten Materialfluss-Lösungen leisten
    Veröffentlicht
    01. Oktober 2000
    Lesezeit
    4 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Die industrielle Backhefefertigung ist ein außerordentlich komplizierter Prozess, der viel Know-how verlangt. Die Deutschen Hefewerke haben darin seit 145 Jahren Erfahrung.

    Die Hefeproduktion läuft an 355 Tagen pro Jahr im Dreischichtbetrieb. Pro Tag werden rund 75 t Hefe aus Melasse als Nährsubstrat in Fermentern hergestellt. Bevor die Hefe in die Backstuben gelangt, muss sie getrocknet werden. Es schließt sich die Verpackung der fertigen Backhefe, sie hat einen Wasseranteil von ca. 70%, an. An 250 Tagen des Jahres wird sie in Säcke, Klebe- und Stülpkartons unterschiedlichster Größe verpackt, das entspricht einer täglichen Verpackungsleistung von fast 120 t. Dabei fallen pro Stunde bis zu 900 Pakete und Säcke an, die sortenrein palettiert und ins Kühlhaus transportiert werden müssen.

    Eine 350 m lange Förderstrecke mit integrierter Brücke transportiert die Kartons und Säcke zum Palettierraum. Dabei laufen die einzelnen Gebinde in unregelmäßiger Reihenfolge auf Gliederketten über einen Spiralförderer direkt zu den Palettierrobotern.

    Bevor die unterschiedlich großen Gebinde auf einen Gliederbandsorter laufen, werden sie mit einem Gurtband auf definierte Lücken gezogen, maschinell mit einem Klebestreifen versehen und gescannt. Hervorzuheben ist, dass der Gliederbandsorter für Anlagen mit einem vielseitigen Fördergutspektrum, hohen Querkräften und Geschwindigkeiten von bis zu 0,7 m/s eingesetzt werden kann.

    Vom Gliederbandsorter gelangen die Säcke, Klebe- und Stülpkartons per Abschieber auf die entsprechenden Staustrecken vor den Palettierrobotern. Bei den Staustrecken handelt es sich ebenfalls um Gliederkettenförderer. Ist der Strichcode einmal nicht erkennbar, wird das Gebinde auf eine „No-Read-Strecke“ geleitet. Von hier aus kann man es manuell weiterleiten.

    Als größtes Einzelgebinde durchlaufen die Hefesäcke mit einem Gewicht von 25 kg die Sorterstrecke auf geradem Weg und werden dann von Robotern bearbeitet. Zur Zeit arbeiten bei den DHW zwei Roboter, die mit Greif- und Saugeinrichtungen sowie einer anwendungsspezifischen Robotersteuerung ausgestattet sind. Da sich Säcke und Stülpkartons nicht ansaugen lassen, verfügt einer der beiden Roboter über eine Greifeinrichtung, die das Fördergut aufnimmt. Die Robotersteuerung ist so programmiert, dass Säcke vorrangig behandelt werden, da für sie nur wenig Staukapazität zur Verfügung steht.

    Der zweite Roboter kann – ausgerüstet mit einer Saugvorrichtung – bis zu drei Kartons aufnehmen und in Richtung Transportpalette weitergeben. Der Roboter fordert die Anzahl der Kartons an, die er für den nächsten Takt benötigt. Als verbindendes Element zwischen Palettierung und Kühlhaus, das sich zur Energieeinsparung hinter einem Schnellauftor befindet, dient ein Verfahrwagen.

    Mehr aus Technik

    Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Technik.

    Alle Technik-Artikel
    GS1 und Google starten Pilotphase für Native Scanning mit GS1 DataMatrix
    Technik

    GS1 und Google starten Pilotphase für Native Scanning mit GS1 DataMatrix

    2. Oktober 2026

    GS1 Germany und Google erproben ab Januar 2026 das Native Scanning von GS1 DataMatrix Codes – mit direktem Potenzial für Track-and-Trace und Kennzeichnung in der Lebensmittelindustrie.

    Festo übernimmt Gummiwarenfabrik Neddermann
    Technik

    Festo übernimmt Gummiwarenfabrik Neddermann

    2. Oktober 2026

    Festo SE & Co. KG integriert zum 1. Januar 2026 die Gummiwarenfabrik R. Neddermann GmbH und baut damit seine Fertigung und Kompetenz im Bereich Dichtungstechnologie aus.

    ← Zurück zu TechnikZur Startseite

    Ernährungsindustrie-Newsletter

    Die wichtigsten News aus der Lebensmittelproduktion direkt in Ihr Postfach.

    Zum Newsletter anmelden →

    Jeder Roboter kann bis zu drei Palettenplätze bedienen. Dabei werden die einzelnen Kartons nach einem genau festgelegten Lückensystem aufeinandergestapelt. Die programmierten Lagenbilder können bei Bedarf rasch geändert werden – menügeführt über Bildschirm und Tastatur. Diese Art des Aufeinanderschichtens ist unter zwei Aspekten wichtig: Zum einen garantiert sie maximale Stabilität. Zum anderen lässt sie genügend kühlende Luft durch den Stapel.

    Sollte ein Gebinde auf dem Transport beschädigt worden sein, bekommt dies der Roboter über einen Gewichtssensor am Greifkopf gemeldet. Dann wird ein Maschinenstopp veranlasst und ein manuelles Eingreifen angefordert. Kommt die Palettierung zum Stillstand, alarmieren optische und akustische Signale den Staplerfahrer aus dem Kühlraum. Ein Display informiert den Bediener über die Art der Störung.

    Bis zu den Palettierrobotern ist die Transportanlage mit Gliederkettenförderern ausgestattet. Sie wurden eigens für Transportanlagen entwickelt, auf denen viele unterschiedliche Gebindeformen und -größen auf einer Strecke bewegt werden müssen. Durch ihre hohe Ausfallsicherheit sind die äußerst geräuscharm und wartungsfrei laufenden Förderer in der Lage, die Produktivität der gesamten Anlage entscheidend zu steigern. Die hohe Seitenstabilität ermöglicht einen einfachen und schonenden Quertransfer des Fördergutes. Die wartungsarmen Kunststoffketten mit gekapselten Antrieben und Kunststoffkettenrädern sind vor allem für Logistikanlagen in der Lebensmittelindustrie gut geeignet.

    Die Gliederkettenförderer sind bis zu einer Breite von 1400 mm erhältlich. Sie stehen als Kurven, Stauförderer oder Spiralkurven zur Verfügung. Innerhalb einer 90°-Kurve lassen sich bis zu 750 mm Höhenunterschied überwinden. Gerade bei der Transportanlage für die Deutschen Hefewerke spielen die Spiralkurven eine große Rolle, denn hier mussten Richtungsänderungen und Steigungen auf kleinstem Raum kombiniert werden. Diese Aufgabe wird traditionell mit Hilfe von Gurtkurven ge-löst. Diese sind aber bei gleicher Leistung deutlich kostenintensiver. Außerdem entfallen die separaten Antriebe in den Kurven. Gerade und kurvige Strecken lassen sich miteinander koppeln. Von Vorteil ist auch, dass die transportierten Gebinde am Ende der Strecke in der selben Ausrichtung ankommen wie sie aufgelegt wurden. Verdrehungen finden nicht statt.

    Weitere Informationen dei 286

    Hygienic Design in der Lebensmittelproduktion: Grundlagen, Normen und Praxis
    Technik

    Hygienic Design in der Lebensmittelproduktion: Grundlagen, Normen und Praxis

    1. Oktober 2026

    Hygienic Design bezeichnet die konstruktive Gestaltung von Maschinen, Anlagen und Bauteilen so, dass mikrobiologische, chemische und physikalische Kontaminationen systematisch verhindert werden. Dieser Fachartikel…

    MULTIVAC gewinnt Deutschen Verpackungspreis mit Cooling@Packing
    Technik

    MULTIVAC gewinnt Deutschen Verpackungspreis mit Cooling@Packing

    29. September 2026

    MULTIVACs Cooling@Packing-System integriert den Kühlprozess von Backwaren in eine Tiefzieh-Verpackungsmaschine und wurde mit dem Deutschen Verpackungspreis ausgezeichnet.