Die Qualität von Reis hängt in hohem Maß vom Bruchgehalt der Körner ab. Bei der maschinellen Bearbeitung der verschiedenen Sorten in der industriellen Produktion brechen einzelne Reiskörner. Die Bestimmung des Bruchgehaltes wird bis zum heutigen Zeitpunkt manuell durchgeführt. Die aufwendige Methode erlaubt nur die Messung kleiner Reismengen. In der Regel wird sie stündlich durchgeführt. Dabei wird der Reisbruch durch Handauslese separiert und zurückgewogen und der Bruchgehalt in Gewichts-% dargestellt. Grenzwertige Reiskörner müssen von Hand nachgemessen werden, um so die tatsächliche Länge und die Zuordnung zum Bruch oder Ganzkorn zu bestimmen. Vorher muss zu jeder einzelnen Charge die durchschnittliche Kornlänge und das sogenannte ¾-Korn bestimmt werden. Hierzu werden gemäß Reisrichtlinie 50 ganze ungebrochene Körner, die wahllos aus einer Probe der Charge von Hand aussortiert werden, von Hand gemessen. Der Zeitaufwand hierzu beträgt ca. 20 Minuten.
Das Messprinzip des PartAn 3001 L (Bild 1) ermöglicht eine schnelle reproduzierbare Messung mit absoluten Werten und einen hohen Probendurchsatz. So können anstatt 100 Reiskörner von Hand Tausende in kürzester Zeit (30 Reiskörner je Sekunde) gemessen werden. Alle Daten zu Reiskornlänge, ¾-Korn und Bruchanteilen stehen dem Anwender sofort zur Verfügung.
Alle Daten können automatisch in eine externe Datenbank (LIMS) und/oder an ein Prozessleitsystem übertragen werden. Zur Prozesssteuerung wird der PartAn auch im Online-Betrieb eingesetzt (Bild 2). Der Messgerätehersteller AnaTec bietet dem Anwender eine Komplettlösung inklusive Probenehmer und Probenvorbereitungssysteme – die von der PartAn-Software kontrolliert und gesteuert werden.
Über einen Trichter gelangt die zu analysierende Probe in die Dosiereinrichtung. Das rechnergesteuerte Messsystem sorgt für einen kontinuierlichen, konzentrationsgeregelten Partikelstrom. Die Partikel fallen vereinzelt durch den Messschacht und erzeugen kontrastreiche Schattenbilder zwischen Lichtquelle und hochauflösender Kamera. Die Lichtquelle wird von der Kamera angesteuert und erzeugt aufgrund sehr kurzer Belichtungszeiten fehlerfreie Bildinformationen für die Mehrfachauswertung jedes einzelnen Partikels in Echtzeit. Die hohen Anforderungen an die Ergebnisgenauigkeit erfordern die Aufnahme und Auswertung mehrerer Hundert Bilder pro Sekunde. Die Messergebnisentwicklung und aktuelle Produktbilder können während der Messung am Bildschirm beobachtet, die Rohdaten vom Anwender nach unterschiedlichsten Gesichtspunkten ausgewertet und als Endergebnisse gespeichert werden. Während der Messung können auch Bilder oder Bildserien gespeichert und quasi als Rückstellproben zur Dokumentation oder auch für spätere Auswertungen verwendet werden. Schließlich wird die gesamte Probe in der Probenbox gesammelt.




