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    Große Klappe mit kleinem Antrieb
    Bildquelle nicht angegeben
    Milchverarbeitung

    Große Klappe mit kleinem Antrieb

    In Zusammenarbeit mit der Nordmilch AG in Edewecht hat Warex-Valve in Anlehnung an die Baureihe DKZ 103 eine Absperrklappe in DN 1200 konzipiert. Diese
    Veröffentlicht
    25. Juni 2007
    Lesezeit
    3 Minuten
    Rubrik
    Milchverarbeitung

    G. Oberbeck

    Die Emissionsanforderungen, absolute staub- und gasdichte Ein- und Austragung bzw. Dosierung von staubförmigen, partikelbelasteten flüssigen oder gasförmigen Medien machen immer mehr die Entwicklung neuer bzw. Weiterentwicklung bekannter Absperrorgane erforderlich. Gerade im Bereich der großvolumigen Anlagen, wie etwa in der Lebensmittel- und hier im Besonderen in der Milchindustrie sind herkömmliche Absperrklappen den modernen Prozessanforderungen nicht mehr in befriedigender Weise gewachsen. So müssen die Verluste von Inertgasen auf ein Minimum beschränkt und die Oxydationsprozesse – welche zum Verderb der Lebensmittel führen – vermieden werden.

    Verschleißprobleme durch großflächigen Abtrag der Dichtmanschette innerhalb der Armatur infolge pulverisierter Medien und hoher Strömungsgeschwindigkeiten führen u. U. nach wenigen Monaten zu Undichtheiten zwischen Klappe und Dichtmanschette und damit zu erheblichen Störungen in den Prozessabläufen. Auch kann dieser Verschleiß bei sogenannten Sicherheitsklappen, die zum Absperren explosionsgefährdeter Stoffe eingesetzt werden, zu verheerenden Auswirkungen führen.

    Zusammen mit Nordmilch hat Warex-Valve in Anlehnung an die bereits in mehr als zwei Jahrzehnten erprobte Baureihe DKZ 103 eine Absperrklappe in DN 1200 konzipiert. Diese minimiert die zuvor erwähnten Verschleißprobleme im erheblichen Maße dadurch, dass die Spaltbildung zwischen Klappe und Dichtfläche durch externen pneumatischen Druck auf die Dichtmanschette ausgeglichen wird (APS = Air Pressur Sealing). Im Vergleich zu herkömmlichen Absperrklappen, bei denen die Verschleißprobleme nach ca. 4 bis 6 Monaten auftraten, ist bei der neu konzipierten Variante von einer Standzeit der Dichtmanschetten von 2½ bis 3 Jahren auszugehen.

    Das Dichtelement ist auswechselbar und kompensiert selbst eine Spaltgröße von 20 bis 25 mm zwischen Klappe und Dichtsitz. Im Staub-Ex-Bereich für Zone 20, bei den die staubförmigen Medien eine Mindestzündenergie von >3 mJ aufweisen, werden die Dichtmanschetten in einer weißen, nicht leitfähigen, FDA-konformen Ausführung geliefert, die aber gem. Atex-Baumusterbescheinigung Atex-H024X zulässig sind. Eine leitfähige, FDA-konforme Dichtmanschette ist ebenfalls verfügbar, diese wird jedoch technisch bedingt in schwarzer Farbe ausgeführt.

    Die Variante mit auswechselbarer Dichtmanschette in Zusammenhang mit der formschlüssigen Verbindung zwischen Klappe und Antriebswelle ermöglicht dem Anlagenbetreiber einen Austausch des Dichtelements vor Ort.

    Eine weitere wirtschaftliche Tangente ergibt sich aus der erheblich geringeren und damit kostengünstigeren Ausführung des Stellantriebs. Im vorliegenden Anwendungsfall, bei dem ein Systemdruck von 100 mbar vorlag, verringerte sich das Antriebsdrehmoment von ca. 6000 Nm bei einer herkömmlichen Absperrklappe auf ca. 950 Nm. Ein wesentlicher wirtschaftlicher Aspekt für den Dauerbetrieb ist auch der Vergleich der benötigten Druckluft- mengen. So verringerte sich der Bedarf bei einem Steuerdruck von 6 bar von ca. 180 l/Doppelhub auf >28 l/Doppelhub.

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    Aus der Gegenüberstellung von her- kömmlichen Absperrklappen der Nennweite 1200 und der Warex-Absperrklappe DKZ 103 DN 1200 kann festgestellt werden, dass der höhere technische Aufwand der Warex-Absperrklappe durch die wesentlich geringeren Anschaffungskosten des kleineren Stellantriebes und durch den erheblich geringeren Luftbedarf mehr als kompensiert wird. Vorausschauend plant Warex-Valve die Herstellung von Absperrklappen der Baureihen DKZ 103 in den Nennweiten DN 1400 und DN 1600.

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