G. Oberbeck
Die Emissionsanforderungen, absolute staub- und gasdichte Ein- und Austragung bzw. Dosierung von staubförmigen, partikelbelasteten flüssigen oder gasförmigen Medien machen immer mehr die Entwicklung neuer bzw. Weiterentwicklung bekannter Absperrorgane erforderlich. Gerade im Bereich der großvolumigen Anlagen, wie etwa in der Lebensmittel- und hier im Besonderen in der Milchindustrie sind herkömmliche Absperrklappen den modernen Prozessanforderungen nicht mehr in befriedigender Weise gewachsen. So müssen die Verluste von Inertgasen auf ein Minimum beschränkt und die Oxydationsprozesse – welche zum Verderb der Lebensmittel führen – vermieden werden.
Verschleißprobleme durch großflächigen Abtrag der Dichtmanschette innerhalb der Armatur infolge pulverisierter Medien und hoher Strömungsgeschwindigkeiten führen u. U. nach wenigen Monaten zu Undichtheiten zwischen Klappe und Dichtmanschette und damit zu erheblichen Störungen in den Prozessabläufen. Auch kann dieser Verschleiß bei sogenannten Sicherheitsklappen, die zum Absperren explosionsgefährdeter Stoffe eingesetzt werden, zu verheerenden Auswirkungen führen.
Zusammen mit Nordmilch hat Warex-Valve in Anlehnung an die bereits in mehr als zwei Jahrzehnten erprobte Baureihe DKZ 103
Das Dichtelement ist auswechselbar und kompensiert selbst eine Spaltgröße von 20 bis 25 mm zwischen Klappe und Dichtsitz. Im Staub-Ex-Bereich für Zone 20, bei den die staubförmigen Medien eine Mindestzündenergie von >3 mJ aufweisen, werden die Dichtmanschetten in einer weißen, nicht leitfähigen, FDA-konformen Ausführung geliefert, die aber gem. Atex-Baumusterbescheinigung Atex-H024X zulässig sind. Eine leitfähige, FDA-konforme Dichtmanschette ist ebenfalls verfügbar, diese wird jedoch technisch bedingt in schwarzer Farbe ausgeführt.
Die Variante mit auswechselbarer Dichtmanschette in Zusammenhang mit der formschlüssigen Verbindung zwischen Klappe und Antriebswelle ermöglicht dem Anlagenbetreiber einen Austausch des Dichtelements vor Ort.
Eine weitere wirtschaftliche Tangente ergibt sich aus der erheblich geringeren und damit kostengünstigeren Ausführung des Stellantriebs. Im vorliegenden Anwendungsfall, bei dem ein Systemdruck von 100 mbar vorlag, verringerte sich das Antriebsdrehmoment von ca. 6000 Nm bei einer herkömmlichen Absperrklappe auf ca. 950 Nm. Ein wesentlicher wirtschaftlicher Aspekt für den Dauerbetrieb ist auch der Vergleich der benötigten Druckluft- mengen. So verringerte sich der Bedarf bei einem Steuerdruck von 6 bar von ca. 180 l/Doppelhub auf >28 l/Doppelhub.




