Mondelez Ireland stellt Schokolade, Kekse, Kaugummi, Bonbons, Kaffee und pulverförmige Getränke her. Nach Ausgliederung des nordamerikanischen Lebensmittelbereichs im Oktober 2012 gehören heute die globalen Snack- und Lebensmittelmarken der ehemaligen Kraft Foods Inc. zum Unternehmen. Das breite Portfolio beinhaltet einige der weltweit beliebtesten Marken wie Cadbury, Côte d’Or, Milka, Toblerone, Jacobs Kaffee, Trident und Halls. Cadbury Schokolade gehört zu den meistverkauften Marken von Mondelez Ireland. Die Schokoladenproduktion für Irland befindet sich in Coolock, einem Vorort von Dublin. An dem 1954 gegründeten Standort werden verschiedene Produktmarken hergestellt, darunter auch der beliebte Cadbury-Flake-Riegel.
Das Werk in Coolock stellt hauptsächlich Schokolade für Großbritannien und Irland, aber auch für Zentral- und Nordeuropa sowie den Nahen Osten her. Aufgrund des engen Produktionsplans ist der Standort auf reibungslose Prozesse und einen kontinuierlichen Produktionsfluss angewiesen. 2010 bemerkte das Unternehmen, dass die Verpackungslinie für die Cadbury-Flake-Riegel nicht die notwendige Ausbringung erzielte. Dabei sind hohe Leistungsstandards gerade in einem hart umkämpften Markt der Schlüssel zum Erfolg. „Zu der Zeit erbrachten nicht alle Maschinen konstant ihre Leistung“, erklärt David Lindsay, Product Engineering Manager in Coolock. „Wir haben zunächst selbst Arbeiten an der Bosch-Verpackungslinie vorgenommen, aber die Produktivität entsprach immer noch nicht unseren Erwartungen. Deshalb beschlossen wir, partnerschaftlich mit dem Bosch-Team an der Steigerung der Ausbringung zu arbeiten.“ Da Bosch die Verpackungslinie eigens für die Cadbury-Flake-Riegel entwickelt hatte, war Bosch Packaging Services der richtige Ansprechpartner.
Um einen kontinuierlichen Verbesserungsplan zu entwickeln, lud Mondelez Ireland das Bosch-Senior-Management sowie Kollegen aus dem Service Hub im britischen Derby zu einem ersten Treffen mit den Führungskräften in Coolock ein. Dabei diskutierten die Teilnehmer mögliche Lösungen für die Leistungssteigerung der Maschinen. Bosch nahm seinen OEE-Spezialisten mit zu dem Treffen.
Die OEE-Berechnung berücksichtigt drei der häufigsten Ursachen für Produktivitätsverluste: Verfügbarkeit, Leistung und Qualität. Diese Faktoren werden als Vergleichswerte in Prozent dargestellt und bilden die Grundlage für das OEE-Optimierungsprojekt von Bosch. Verfügbarkeit bezieht sich auf Maschinen und Mitarbeiter, die eine Produktion nach Plan ermöglichen. Die Berechnung erfolgt durch einen Vergleich der geplanten mit den tatsächlichen Maschinenlaufzeiten. Um den Faktor Leistung zu bestimmen, vergleicht man die tatsächliche mit der theoretisch nötigen Maschinenlaufzeit für die zu produzierende Menge. So lässt sich ermitteln, ob die Maschine mit optimaler Geschwindigkeit läuft. Der Faktor Qualität gibt an, wie viele Produkte die Qualitätsstandards nicht erfüllen und deswegen aussortiert werden.




