Dipl.-Ing. Walter Peffekoven
Der Schutz dient nicht nur der Erhaltung der Nutzbarkeit der Böden. Nach dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG), insbesondere § 19 g (Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen), müssen Anlagen so beschaffen sein, so eingebaut, unterhalten und betrieben werden, daß eine Verunreinigung der Gewässer oder eine sonstige nachteilige Veränderung ihrer Eigenschaften nicht zu befürchten ist.
Die üblicherweise vorhandenen hydraulisch gebundenen Estriche oder Betonböden in diesen Anlagen wurden bisher in der Regel mit Beschichtungen versehen, die nach den Prüfgrundsätzen des Deutschen Institutes für Bautechnik (DBIT) geprüft waren und damit ein Prüfzeugnis hatten. Eine Normung für diese Beschichtungen gab es nicht.
Mit Erscheinen des Weißdrucks des Teiles 1 der DIN 28052 „Oberflächenschutz mit nicht metallischen Werkstoffen für Bauteile aus Beton in verfahrenstechnischen Anlagen – Begriffe, Auswahlkriterien“ (Ausgabe Februar 1992) hatte eine umfangreiche Normungsarbeit begonnen, die mit dem Gelbdruck des Teiles 6 „Eignungsnachweis und Prüfungen“ im Mai 1999 vorläufig abgeschlossen wurde. Über Einsprüche zu Teil 6, die bis 31.08.1999 möglich sind, wird der Ausschuß im November beraten und Teil 6 dann zum Weißdruck freigeben.
Ziel dieser Norm ist es, die Prüfzeugnisse zu ersetzen und für alle Systeme gleiche Anforderungen und Prüfverfahren zu beschreiben. Als weiterer Schritt kommt eine Harmonisierung dieser Norm auf europäischer Ebene in Betracht.
Anwendungsbereich und Zweck der Norm sind eine oder mehrere der folgenden Zielsetzungen:
• Schutz des Bauwerks vor der schädlichen Einwirkung durch aggressive Stoffe,
• Schutz der Gewässer (Grundwasser) vor Verunreinigung durch wassergefährdende Stoffe,
• Schutz des Füllgutes vor Verunreinigung durch lösliche Bestandteile im Beton,
• Erzielung besonderer Oberflächeneigenschaften.
Die Norm beschreibt Beschichtungen, Auskleidungen und kombinierte Beläge. Bei der Oberflächenschutzart Beschichtungen wird unterschieden nach:
• Imprägnierungen, Versiegelungen und Dünnbeschichtungen bis 1 mm,




