Wer kennt das nicht? Auf dem Weg zur Arbeit schaltet man das Radio ein, um sich die Zeit im Auto unterhaltsam zu gestalten. Wenn aus den Boxen jedoch jeden Tag aufs Neue dieselben fünf Lieder ertönen, ist das für die Hörer schnell langweilig. Auch in der Lebensmittelproduktion werden für die Mitarbeiter viele Tätigkeiten schnell monoton. Vor allem im Verpackungsbereich gestaltet sich die Arbeit für sie häufig nicht nur mühsam und langwierig, sondern auch ergonomisch belastend. Mit der Mensch-Roboter-Kollaboration verbreitet sich ein Technologietrend, der auch kleinen und mittelständischen Unternehmen dafür eine kostengünstige Lösung bietet.
Noch vor einigen Jahren bedeutete Automation mit Industrierobotern, große Mittel für schweres Gerät aufbringen zu müssen, das noch zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen für die Mitarbeiter erforderte. Heutzutage geht der Trend eher zu kleinen, flexiblen Leichtbaurobotern, die schnell verschiedene Tätigkeiten übernehmen können, ohne einen Großteil des Unternehmenskapitals für die Implementierung zu verschlingen. Diese Roboter können, nach erfolgreich abgeschlossener Risikobeurteilung, auch ohne Schutzvorrichtung in direkter Nähe zum Menschen arbeiten. Das macht sie vor allem für kleinere Unternehmen zu einer wertvollen Alternative, die ihre Profitabilität erhöhen und repetitive Prozesse automatisieren wollen oder nur über begrenzten Platz in ihren Produktionslinien verfügen.
Drei Unternehmen aus der Lebensmittelindustrie stellten sich den aktuellen Herausforderungen auf ihre eigene Art: Mit 80 Angestellten ist Mjolkursamsalan Akureyri die größte Molkerei Islands. Sie sah sich der Herausforderung gegenüber, ihre Produktivität zu steigern und gleichzeitig monotone Prozesse zu reduzieren.
Orkla Foods Sverige, ein Zusammenschluss von drei schwedischen Lebensmittelherstellern mit insgesamt 1500 Mitarbeitern, setzte sich zum Ziel, eine automatisierte Lösung für den Verpackungsprozess von Vanillecreme zu finden.
Bei Nordic Sugar stellte man sich die Aufgabe, Rohstoffproben automatisiert zu analysieren und hielt nach einer neuen Robotergeneration Ausschau. Jede dieser Firmen entschied sich für die kollaborierenden Leichtbauroboter von Universal Robots.
Das Ziel der isländischen Molkerei war es, ihre Frischkäseproduktion so umzugestalten, dass monotone und mühsame Tätigkeiten für die Angestellten reduziert werden können. Der Hersteller von Milchprodukten erwarb zwei kollaborierende UR5-Roboter, sogenannte Cobots, und implementierte sie in den Produktionsprozess.
In der Vergangenheit mussten die Mitarbeiter über den ganzen Tag hinweg jeweils acht Frischkäsepackungen auf einer Plastikschale platzieren, um sie anschließend auf einer Palette zu stapeln. Die beiden Roboter übernehmen heute diesen Prozess und teilen sich dabei die Arbeit. Der erste Roboterarm nimmt die Frischkäsepackungen auf und platziert sie auf einer Plastikschale. Diese wird dann über ein Förderband zum zweiten Roboterarm transportiert. Der zweite UR5 nimmt sie vom Band und stapelt sie anschließend auf einer Palette. Auf diese Art und Weise konnte die isländische Molkerei ihre Produktivität signifikant steigern.




