Zum Inhalt springen
Deutsche Ernährungsindustrie
  • Fleischverarbeitung
  • Obst- & Gemüse
  • Milchverarbeitung
  • Back- & Teigwaren
  • Getränkeindustrie
  • Technik
Deutsche Ernährungsindustrie
  • Fleischverarbeitung
  • Obst- & Gemüse
  • Milchverarbeitung
  • Back- & Teigwaren
  • Getränkeindustrie
  • Technik
    Ernährungsindustrie-Newsletter
    Die wichtigsten News aus der Lebensmittelproduktion direkt in Ihr Postfach.
    Newsletter abonnieren

    Info

    • Impressum
    • Datenschutz
    • Barrierefreiheit
    • Datenschutzeinstellungen

    Kontakt zur Redaktion

    Deutsche ErnährungsindustrieKonradin Mediengruppe
    Ernst-Mey-Str. 8, 70771 Leinfelden-Echterdingen

    E-Mail: redaktion@konradin.de
    Folgen Sie uns
    Deutsche Ernährungsindustrie
    © 2026 Deutsche Ernährungsindustrie
    Startseite/Technik/Artikel
    Herstellerunabhängig und softwarezentrierte Automatisierung
    Bildquelle nicht angegeben
    Technik

    Herstellerunabhängig und softwarezentrierte Automatisierung

    Schneider Electric bietet mit Ecostruxure Automation Expert ein Engineering Tool für die herstellerunabhängige und softwarezentrierte Automatisierung.
    Veröffentlicht
    10. August 2022
    Lesezeit
    4 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Lebensmittelhersteller müssen heute schnell auf eine schwankende Nachfrage, Lieferengpässe oder Ausfälle reagieren können. Dafür sind eine durchgängige digitale Vernetzung und intelligente Softwareanwendungen notwendig. Außerdem bedarf es Strukturen, die sich unkompliziert verändern, weiterentwickeln oder modernisieren lassen. Der Ansatz einer herstellerunabhängigen und softwarezentrierten Automatisierung bietet hierzu Möglichkeiten.

    Zwar ist das Digitalisierungsniveau in der Lebensmittelindustrie zuletzt weiter gestiegen, doch nur etwa jeder fünfte Betrieb hat seine Produktion im Sinne des Industrial Internet of Things (IIoT) vernetzt. Fachkräftemangel, Investitionskosten und die mangelnde Interoperabilität verschiedener Steuerungssysteme gelten als Haupthindernisse für eine vertiefte Vernetzung von IT (Information Technology) und OT (Operative Technology). Die vollen Potenziale von Industrie 4.0 lassen sich so nicht nutzen.

    Die Logik, nach der die mechatronischen Komponenten einer Anlage orchestriert werden, folgt heute noch immer einer vor über 50 Jahren, mit Erfindung der SPS-Steuerung etablierten Grundidee. Während die technologische Entwicklung in Bereichen wie Robotik, Software oder Datenübertragung seither rasant vorangeschritten ist, hat sich an diesem grundlegenden Automatisierungsansatz wenig geändert. Gleichzeitig haben sich unzählige proprietäre und herstellerspezifische Ausgestaltungen herausgebildet, die sich in den meisten Fällen unvereinbar gegenüberstehen. Steuerungen unterschiedlicher Hersteller sind weder miteinander interoperabel, noch können Softwareanwendungen generationen- oder anbieterübergreifend portiert werden. Was in der IT-Welt längst üblich ist, ist in der Automatisierung noch Zukunftsmusik.

    Die Folge: Auch was die verbaute Hardware angeht, scheint die Zeit in vielen Betrieben der Lebensmittelindustrie stehengeblieben zu sein. Wegen der Restriktionen proprietärer Steuerungssysteme wäre eine Modernisierung mit enormem Zeit- und Kostenaufwand verbunden. Ohne längere Stillstände oder Produktionsausfälle ließe sich das nicht machen. Ein Dilemma, da die zeitnahe Umstellung auf neue Hardwarekomponenten zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit oft unvermeidlich ist. Kein Wunder also, dass ein wirklich herstellerunabhängiger Automatisierungsansatz, bei dem es eine von der Hardware abstrahierte Softwareschicht gibt, Vorteile für Endkunden, Maschinenhersteller und Systemintegratoren bietet.

    Funktionsblöcke für Anwendungen

    Für die herstellerunabhängige Automatisierung von Gebäudefunktionen oder Industrieanlagen existiert bereits ein passender Standard – die Norm IEC61499. Im Gegensatz zur momentan meist gängigen IEC61131 wird darin folgender Ansatz vorgeschlagen: Die Steuerungslogik ist nicht länger Sache eines zentralen Controllers, sondern die Programmstrukturen können frei auf sämtliche mit einer CPU (Central Processing Unit) ausgestatteten Feldgeräte aufgeteilt werden. Gemäß IEC61499 wird dabei kein verfahrensorientierter, sondern ein objektorientierter Automatisierungsansatz verfolgt, bei dem mit herstellerunabhängigen und für andere Projekte leicht wiederzuverwendenden Softwareobjekten gearbeitet wird. Diese Softwareobjekte, sogenannte Funktionsblöcke, bilden je nach Bedarf entweder einzelne Devices, zum Beispiel einen Motor, oder zusammenhängende Anwendungen, zum Beispiel eine ganze Abfüllanlage, mit ihren jeweiligen Aspekten ab. Zu diesen Aspekten gehören Steuerungslogik, Visualisierung, Ein- und Ausgänge, Test und Simulation, Dokumentation oder der Kommunikationspfad. Dass all diese Aspekte in einem Softwareobjekt gekapselt werden können, schon bevor der Engineeringprozess beginnt, hat zur Folge, dass sich die Arbeitsschritte Programmierung und Engineering nun deutlicher voneinander unterscheiden. Insbesondere das Engineering gestaltet sich erheblich einfacher. Zudem wird die herstellerunabhängige Wiederverwendbarkeit der Softwareobjekte dadurch erleichtert, dass bei IEC61499 keine globalen Variablen zur Anwendung kommen.

    Mehr aus Technik

    Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Technik.

    Alle Technik-Artikel
    GS1 und Google starten Pilotphase für Native Scanning mit GS1 DataMatrix
    Technik

    GS1 und Google starten Pilotphase für Native Scanning mit GS1 DataMatrix

    2. Oktober 2026

    GS1 Germany und Google erproben ab Januar 2026 das Native Scanning von GS1 DataMatrix Codes – mit direktem Potenzial für Track-and-Trace und Kennzeichnung in der Lebensmittelindustrie.

    Festo übernimmt Gummiwarenfabrik Neddermann
    Technik

    Festo übernimmt Gummiwarenfabrik Neddermann

    2. Oktober 2026

    Festo SE & Co. KG integriert zum 1. Januar 2026 die Gummiwarenfabrik R. Neddermann GmbH und baut damit seine Fertigung und Kompetenz im Bereich Dichtungstechnologie aus.

    ← Zurück zu TechnikZur Startseite

    Ernährungsindustrie-Newsletter

    Die wichtigsten News aus der Lebensmittelproduktion direkt in Ihr Postfach.

    Zum Newsletter anmelden →

    Runtime und Buildtime

    Vereinfacht gesagt wird mit IEC61499 also möglich, was in der IT-Welt schon längst zum Standard gehört. Solange einzelne Komponenten mit CPU ein gemeinsames Betriebssystem teilen, lassen sich sämtliche für dieses Betriebssystem entworfenen Anwendungen völlig unabhängig von der eingesetzten Hardware nutzen. Ein Funktionsbaustein für eine Waagen- oder Pumpenanwendung kann in diesem Sinne einmal programmiert und dann per Plug-and-produce in jede beliebige Anlage implementiert werden, egal, von welchem Hersteller die eingesetzte Hardware stammt. Da die Software somit nicht länger an eine spezifische SPS-Steuerung gekoppelt bleibt, sondern auch für neue Generationen oder Modelle anderer Hersteller wiederverwendet werden kann, reduziert sich der Aufwand bei Hardware-Upgrades immens.

    Ende 2021 haben sich Industrieunternehmen, Hersteller, OEMs, Systemintegratoren und Universitäten zur Universalautomation.Org zusammengetan. Die unabhängige Non-Profit-Organisation verwaltet und pflegt die Referenzimplementierung einer auf IEC61499 basierenden Runtime-Umgebung, die sozusagen als hardwareübergreifendes Betriebssystem für Automatisierungskomponenten fungiert. Für die Modellierung von automatisierten Anwendungen mithilfe von Funktionsblöcken braucht es dann noch ein Engineering-Tool (Buildtime). Schneider Electric, Gründungsmitglied der Universalautomation.Org, hat bereits 2020 das Engineering-Tool Ecostruxure Automation Expert auf den Markt gebracht, das es ermöglicht, hardwareunabhängig und softwarezentriert zu automatisieren. In der Softwareumgebung von Ecostruxure Automation Expert lassen sich die in Funktionsblöcken gekapselten Devices oder Anwendungen grafisch zu beliebig komplexen Anlagen zusammenschalten. Die Querkommunikation zwischen einzelnen Steuerungen wird dabei selbstständig konfiguriert.

    Frühzeitig die Weichen stellen

    Ein Automatisierungsparadigma, wie es in IEC61499 beschriebenen wird, ist immer mit einem grundlegenden Kultur- oder Mentalitätswandel verbunden – und der passiert nicht von heute auf morgen. Aber die Weichen können frühzeitig gestellt werden. Denn auch in Bestandsanlagen lässt sich mit relativ geringem Aufwand von den Fähigkeiten des Softwaretools Ecostruxure Automation Expert profitieren. Beispielsweise können die verschiedenen in einer Anlage verbauten Steuerungen samt Daten in einer einheitlichen Softwareumgebung zusammengeführt werden. Damit fungiert Ecostruxure Automation Expert als Vernetzungskonzept, das im Sinne des IIoT auch Daten herstellerheterogener Maschinenlandschaften zusammenführt und für intelligente Softwareservices bereitstellt – etwa ein Line-Monitoring-System. Ist erst einmal eine hardwareunabhängige Automatisierungsschicht eingeführt, erleichtert und beschleunigt dies spätere Upgrades oder Modernisierungen. Darüber hinaus können zusätzliche oder verbesserte Softwareanwendungen wie aus einer Art App-Store heruntergeladen und in die Anlage implementiert werden. Noch ein weiterer Effekt stellt sich ein: Wird ein Softwaretool wie Ecostruxure Automation Expert bereits jetzt in einer Anlage installiert – wenn auch mit zunächst beschränkter Funktionalität – ist es möglich, das technische Personal nach und nach im Sinne des neuen Automatisierungsparadigmas zu schulen.

    Schneier Electric GmbH, Ratingen

    Autor Reinholt Schlechter

    Segment Manager F&B,

    Schneider Electric

    Hygienic Design in der Lebensmittelproduktion: Grundlagen, Normen und Praxis
    Technik

    Hygienic Design in der Lebensmittelproduktion: Grundlagen, Normen und Praxis

    1. Oktober 2026

    Hygienic Design bezeichnet die konstruktive Gestaltung von Maschinen, Anlagen und Bauteilen so, dass mikrobiologische, chemische und physikalische Kontaminationen systematisch verhindert werden. Dieser Fachartikel…

    MULTIVAC gewinnt Deutschen Verpackungspreis mit Cooling@Packing
    Technik

    MULTIVAC gewinnt Deutschen Verpackungspreis mit Cooling@Packing

    29. September 2026

    MULTIVACs Cooling@Packing-System integriert den Kühlprozess von Backwaren in eine Tiefzieh-Verpackungsmaschine und wurde mit dem Deutschen Verpackungspreis ausgezeichnet.