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    Hochpräzise Multitalente
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    Technik

    Hochpräzise Multitalente

    Überall, wo Nahrungsmittel verarbeitet, verpackt oder gemischt werden, kommen Dosiereinrichtungen zum Einsatz. Gleich zwei Herausforderungen haben dieses
    Veröffentlicht
    15. Oktober 2013
    Lesezeit
    4 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Die gesetzliche Voraussetzung zur Sicherung der Hygiene-Standards durch Maschinen- und Anlagenbauer wird in Deutschland mit Hilfe des Produktsicherheitsgesetzes (ProdSG) und hier speziell durch die 9. Verordnung zum ProdSG geregelt, welche der europäischen Maschinenrichtlinie (2006/42/EG) entspricht. Die dort aufgeführten Inhalte beziehen sich auf Materialien, die Reinigbarkeit, Flächen, Verbindungen, das Ableiten von Flüssigkeiten, Kontaminationen, Betriebsstoffe und auf Hinweise in der Betriebsanleitung. Konkretisiert werden diese sehr allgemein formulierten Richtlinien in der Norm DIN EN 1672-2:2005 „Nahrungsmittelmaschinen, Allgemeine Gestaltungsgrundsätze, Teil 2: Hygieneanforderungen“.

    Die Norm legt fest, dass im Hygienebereich eingesetzte Maschinen spaltfrei konstruiert sowie leicht zu reinigen und zu desinfizieren sein müssen. Zudem sind glatte Oberflächen mit einer Oberflächenrauigkeit <0,8 μm obligatorisch. Die Maschinen dürfen über keine Erhöhungen oder Vertiefungen verfügen, an denen organische Stoffe zurückbleiben können und auch Vorsprünge, Kanten und Aussparungen müssen auf ein Minimum reduziert sein. Weiter müssen Ausrundungen einen Radius größer 3 mm aufweisen.

    Die genannten Anforderungen erfüllt die Dosierbandwaage Multidos F im Hygienic Design von Schenck Process. Ihr Einsatzgebiet ist die gravimetrische Dosierung oder das Erfassen von Massenströmen, etwa bei der Produktannahme oder im Verarbeitungsprozess. Ob als messendes oder dosierendes System eingesetzt – Multidos F lässt sich für jeden speziellen Anwendungsbereich in der lebensmittelverarbeitenden Industrie optimieren.

    Bei einer Bandbreite von 300 bis 1200 mm und Achsabständen zwischen 1000 und 3500 mm steht ein standardisiertes Baukastensystem komplett in Edelstahl zur Verfügung. Die maximale Leistung liegt bei 170 m³/h.

    Die Dosierbandwaagen Multidos F sind leicht zu reinigen sowie besonders einfach zu zerlegen und wieder zu montieren. Dank des Quick-Clean-Designs sind die Verkleidungen abnehmbar und auch der Ausbau der Mechanik ist seitlich möglich. Das spart Zeit und Aufwand bei häufigen Reinigungsintervallen und auch die Nassreinigung mit Dampfstrahler ist problemlos möglich. Alle für die Reinigung relevanten Teile sind durch einfach zu handhabende Steckverbindungen befestigt. Auch der Bandwechsel erfolgt mittels Schnellspanneinrichtung leicht und zeiteffizient.

    Besonders vorteilhaft lassen dich die Multidos-F-Dosierbandwaagen einsetzen, wenn nur geringe Bauhöhen zur Verfügung stehen und Förderabstände überbrückt werden müssen. Bewährt haben sich die Dosierbandwaagen beispielsweise beim Erfassen des Massenstromes von Schokoladenpulver.

    In der fleisch- und fischverarbeitenden Industrie herrschen besonders hohe Hygieneanforderungen. Hier kommen die Multidos-F-Dosierbandwaagen in offener Bauart zum Einsatz. Ein Beispiel ist die Produktion von Hackfleisch. Nach der Fleischzerkleinerung wird zunächst der Fett- und Magergehalt des Fleisches bestimmt. Anschließend erfolgt die Erfassung des Massenstromes, wobei es möglich ist, die Mengen von magerem und fettem Fleisch, die dem Zerkleinerer zugeführt werden, exakt zu steuern. Auf diese Weise können Batchwerte für Hackfleisch mit exaktem Fettgehalt vorgegeben werden. In dieser Anwendung überzeugt die komplett in Edelstahl ausgeführte Dosierbandwaage durch ihre offene und leicht demontierbare Konstruktion und den Dosierer in Hygieneausführung. Hinzu kommt, dass sie für die Nassreinigung mit Dampfstrahler geeignet ist.

    Auch die Differenzialdosierwaagen Proflex F gibt es in einer Hygienic-Design-Ausführung. Die Waagen eignen sich zum kontinuierlichen Dosieren von Zuschlagstoffen in Misch- oder Extrusionsprozessen. Erhältlich sind sie in der Hygienestufe 1 für Trockenreinigung oder in der Hygienestufe 2 für Nassreinigung.

    Die Proflex-Differenzialdosierwaagen sind in den drei Baugrößen F500, F3000 sowie F6000 erhältlich. Zur Auswahl stehen ferner verschiedene Aufsatzbehälter, Schnecken und Spiralen. Diese vielfältigen Ausstattungsmöglichkeiten stellen sicher, dass sich die Differenzialdosierwaagen sehr gut an unterschiedliche Produkteigenschaften und Förderleistungen anpassen lassen. Gemeinsames Merkmal aller Ausführungsvarianten ist, dass der Behälter leicht gereinigt werden kann – ein Umstand, der Produktwechsel ohne großen Aufwand möglich macht. Dazu kommt die besonders platzsparende Konstruktion. Sie sorgt dafür, dass die Differenzialdosierwaagen ohne großen Aufwand in bestehende und neue Produktionsanlagen eingebaut werden können.

    Die Schnecken der Differenzialdosierwaagen sind außermittig angeordnet. Das ermöglicht eine optimierte, paarweise Aufstellung von bis zu acht Dosierern mit eng beieinanderliegenden Abwurfrohren. Die Orientierung der Abwurfseite kann jederzeit mit wenigen Handgriffen geändert werden.

    Das Multi-Point-Wägesystems macht die Differenzialdosierwaagen unempfindlich gegen seitliche Stöße oder Schwingungen. Alle leistungs- und signalführenden Kabel liegen geschützt im Inneren des Wägemoduls, sodass unerwünschte Kraftnebenschlüsse zuverlässig ausgeschlossen sind.

    Die Proflex-F-Dosiersysteme berücksichtigten die grundlegenden Hygieneanforderungen der Standards DIN EN ISO 14159 sowie der DIN EN 1672-2 für die Dosierung trockener Produkte in trockener Umgebung. Die Reinigung der produktberührten Teile erfolgt grundsätzlich nach Demontage. Die nicht produktberührten Teile werden trocken gereinigt. Alle produktberührten, nicht metallischen Teile erfüllen die Anforderungen der europäischen Verordnung (EG) 1935/2004. Die Getriebe sind mit für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie zugelassenen Schmierstoffen gefüllt. Einsatz finden die Differenzialdosierwaagen beispielsweise bei der Herstellung von Kartoffelstärke, Paniermehl oder Keksen.

    prozesstechnik-online.de/dei1013402

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