Prozessbedingt unterliegen die Produktionsschritte bei Red Bull häufig schwankenden Temperaturen. Aus diesem Grund waren Temperaturfehler bei der Füllstandmessung von Tanks an der Tagesordnung. Die Folge: eine verzögerte Produktionsgeschwindigkeit. Nun hat der Getränkeproduzent seine Messtechnik optimiert und setzt bei der Füllstandmessung künftig auf die LTC-Technologie von Labom. Sie ermöglicht eine sehr präzise Messung und gleicht Temperaturfehler erfolgreich aus.
Etwa 4,5 Mio. Dosen seines bekannten Energydrinks produziert Red Bull allein in China. Um diese enorme Produktionsmenge zu bewältigen, müssen die Herstellungsprozesse in den fünf Werken nicht nur reibungslos laufen, sondern auch möglichst effizient sein. Der Getränkespezialist ist aus diesem Grund stets auf der Suche nach modernen Technologien, um Schwachstellen zu beseitigen und den Prozessablauf zu optimieren.
Schwachstelle Füllstandmessung
Eine Schwachstelle hat sich in der Vergangenheit bei der Füllstandmessung der Tanks gezeigt, in denen die flüssigen Zutaten vermischt werden. Wie in der Getränke- und Lebensmittelindustrie üblich, setzt Red Bull zur Füllstandmessung Druckmittler ein, um Prozess und Messgerät voneinander zu trennen und so die hohen hygienischen Anforderungen der Branche zu erfüllen.
Die Membran des Druckmittlers gibt den Druck über eine Trägerflüssigkeit im Inneren an das eigentliche Messgerät weiter. Dort wird aus dem gemessenen Druck anschließend der Füllstand abgeleitet. Handelsübliche Druckmittler haben zeitweilig jedoch eine prinzipbedingte Einschränkung: Temperaturschwankungen im Prozess führen zu Ungenauigkeiten beim Messergebnis. Dieses als Temperaturfehler bezeichnete Phänomen kann erhebliche Verzögerungen in der Produktion zur Folge haben.
Bei Red Bull sieht ein Schritt des Herstellungsprozesses das Erhitzen des flüssigen Gemisches von 20 auf 92 °C vor. Ist die richtige Temperatur erreicht, wird der Tank geleert und die nächste Charge eingefüllt – wiederum 20 °C kalt. Genau zu diesem Zeitpunkt entsteht der Temperaturfehler. Wird der Tank entleert und die kältere Mischung eingefüllt, zieht sich die Trägerflüssigkeit im Inneren des Druckmittlers – ein Öl – aufgrund der niedrigeren Temperatur zusammen. Die Folge: Der Druck, der auf die Membran wirkt, wird nicht korrekt weitergegeben. Der Tank wird also als leer angezeigt, obwohl er bereits gefüllt ist. Um den dynamischen Temperaturfehler zu vermeiden, wurde der Tank bei Red Bull in der Vergangenheit deshalb zunächst nur teilweise gefüllt, dann wurde eine Pause eingelegt. Erst als der Temperaturunterschied abgeklungen war, konnte der Tank ganz befüllt und die Produktion fortgesetzt werden. Für diesen umständlichen und zeitraubenden Prozess suchte Red Bull dringend eine Lösung und wurde bei dem Messgerätehersteller Labom fündig.




