Dipl.-Ing. (FH) Markus Tuffner
Die Kesselmanagementgeräte Boiler Control LBC und LSC übernehmen alle Steuer- und Regelfunktionen des Kessels bzw. der Kesselanlage und können über Bussysteme oder Netzwerke mit anderen Steuerungen (Brennermanagementsysteme etc.) kommunizieren. Die Sicherheitskette ist in konventioneller Schütz- und Relaistechnik ausgeführt. Die komplette Steuerungssoftware befindet sich auf einer Micro-Memory-Card. Auf Stützbatterien oder Eeproms zur Absicherung gegen Spannungsausfälle kann somit verzichtet werden. Die platzsparenden und modular aufgebauten Geräte werden auf einer Profilschiene zu einem robusten, EMV-gerechten Aufbau verschraubt. Je nach Bedarf können die Steuerungssysteme mit optionalen Geräten wie zusätzliche Ein- und Ausgänge oder einen Kommunikationsprozessor Profibus DP zur Anbindung an die zentrale Leittechnik kombiniert werden. Ein Industrial-Ethernet-Netzwerk zur Verbindung mehrerer Loos-Steuerungsmodule oder zur Vorbereitung für den Loos-Teleservice sind weitere Optionen. Über eine Analog- oder ISDN-Verbindung wird bei Nutzung des Teleservices eine gesicherte Verbindung zum Loos-Netzwerk aufgebaut. Regelparameter analysieren, optimieren, Ferndiagnosen erstellen und Fehlerquellen beseitigen konnte man bereits mit den Boiler-Control-Systemen der ersten Generation. Neu ist, dass der Loos-Teleserviceoperator per Fernzugriff die komplette Bedienoberfläche der Kesselanlage spiegeln kann. Das heißt, jeder Bedienschritt des Betreibers vor Ort kann exakt mitverfolgt oder die Anlage durch den Serviceoperator unter Aufsicht des Betreibers ferngesteuert werden.
Die Anzeige und Bedienung der Geräte erfolgt über ein grafisches TFT-Display mit berührungssensitiver Oberfläche. Es zeichnet sich durch eine sehr hohe Lebensdauer sowie Licht- und Kontraststärke aus und ist für den harten Industrieeinsatz prädestiniert. Die Einstiegsklasse bietet mit 8“ Größe ausreichenden Spielraum für die Darstellung und Bedienung der Kesselanlagen. Optional kann auch auf die 10“-Variante zurückgegriffen werden. Beide Panels haben eine Auflösung von 640 x 480 Pixel und 65 536 Farben, so dass sich selbst komplexeste Sachverhalte detailliert darstellen lassen. Bei beiden Display- und Bedieneinheiten werden sowohl die grafischen Menüstrukturen als auch die Betriebsmeldungen und das Prozesswertarchiv auf einer Multi-Media-Card MMC gespeichert.
Speziell auf die jeweiligen Kessel- und Kesselanlagenregelungen zugeschnittene und werksgeprüfte Softwarefunktionsbausteine erfüllen die komplexen und hohen Anforderungen eines sicheren Kesselbetriebs. Der Anwender profitiert von variantenreichen Anlagenkonfigurationen, bei denen die einzelnen Softwarebausteine bereits vielfach in der Praxis eingesetzt und getestet wurden.




