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    Technik

    Hohe Langzeitstabilität garantiert

    Bandwaagen werden in der chemischen Industrie oder in der Lebensmittel- und Pharmaproduktion zur exakten Dosierung von einzelnen Schüttgutkomponenten oder
    Veröffentlicht
    15. Juni 2003
    Lesezeit
    3 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Alfred Häuptli

    Die Smart-Bandwaagen der Baureihe SWB stehen mit Bandbreiten von 300 mm (SWB 300) und 600 mm (SWB 600) zur Verfügung. Während die SWB-300-Waagen einen Leistungsbereich von 20 bis 20 000 kg/h abdecken, können mit den Bandwaagen SWB 600 Leistungen zwischen 40 und 40 000 kg/h erreicht werden.

    Ein charakteristisches Merkmal der SWB-Bandwaagen ist ihre Online-Tarierung. Sie sorgt dafür, dass durch Produktanhaftungen verursachte Schwankungen des Bandgewichts keinen Einfluss auf die Dosiergenauigkeit haben. Das heißt: Klebrige und inkrustierende Produkte können mit diesen Geräten äußerst präzise und rezepturgenau dosiert werden.

    Zwei digitale Wägeeinheiten bilden das Herzstück der Bandwaage. Sie basieren auf der SFT-III-Wägetechnologie von K-Tron, die sich durch eine hohe Unempfindlichkeit gegenüber Vibrationen und Temperaturschwankungen sowie eine Auf-lösung von 1: 1 000 000 auszeichnet. Die erste Wägeeinheit erfasst vor der Schüttgutaufgabe kontinuierlich das aktuelle Gewicht – inklusive der gegebenenfalls vorhandenen Anhaftungen – an jeder Stelle des Dosierbandes und speichert diesen Wert in einem Register. Die zweite Wägeeinheit ermittelt nach dem Schüttguteinlauf kontinuierlich das Bruttogewicht. Aus der kontinuierlichen Differenzbildung aus Bruttogewicht und dem zum jeweiligen Bandsegment korrespondierenden, zwischengespeicherten Tara-Wert ergibt sich die exakte Netto-Bandlast. Dieser Wert wird mit der Bandgeschwindigkeit multipliziert und mit dem Sollwert verglichen. Bei Abweichungen kommt es sofort zu einer Nachregelung der Bandgeschwindigkeit. Das Ergebnis ist eine hohe und gleichzeitig langzeitstabile Dosiergenauigkeit. Dieser Vorteil kommt auch bei kleineren Dosierleistungen voll zum Tragen. Die erste Wägestation schafft durch Erfassung und Zwischenspeicherung des tatsächlichen Bandgewichts eine gesicherte Basis für die exakte Schüttgutdosierung.

    Komplettiert werden die SWB-Bandwaagen durch die Steuer- und Regeleinheit Smart Connex Control sowie ein Bediengerät bzw. eine Busschnittstelle zur externen Kommunikation mit einem übergeordneten Bedienungs- und Überwachungssystem.

    Die Smart-Bandwaagen sind kompakt gebaut und lassen sich deshalb problemlos in bereits vorhandene Anlagen integrieren. Ein weiterer Vorteil für den Anwender ist, dass der Aufwand für Wartung und Kalibrierung auf ein Minimum reduziert werden konnte. Zudem erfüllen die Waagen die für die Lebensmittel- und Pharmaindustrie typischen Hygieneanforderungen. Der Trägerrahmen, der die Schüttgut- und Tara-Wägestation aufnimmt, ist aus rostfreiem Stahl gefertigt. Über zwei teleskopartige Träger kann er aus dem Anlagengehäuse herausgezogen werden. Diese Aus-führung gewährleistet eine einfache und schnelle Reinigung der Anlage. Dichtungsdeckel, die mit großen Beobachtungsfenstern ausgestattet sind, schließen das Gehäuse staubdicht ab. Auf Wunsch des Anwenders können die SWB-Waagen auch ohne Gehäuse (open frame) geliefert werden.

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    Das zu dosierende Schüttgut gelangt über einen Einlauf, dessen Höhe und Breite über einen Schieber an die konkreten Bedingungen vor Ort angepasst werden kann, auf das Band. Verstellbare Seitenbleche verhindern ein Wegfließen des Schüttgutes. Daneben kann das Schüttgut auch über Zellenradschleusen, Schnecken- oder Vibratordosierer (Vordosierer) zugeführt werden. Der Abwurf des Schüttgutes an der Bandkante erfolgt kontrolliert.

    Eine beschichtete Rolle treibt das in der Waage laufende, endlos gewobene Silicon-Band an. Es wird durch eine federbelastete Vorrichtung gleichmäßig gespannt und durch ein von K-Tron entwickeltes System geführt. Bandabstreifer, die an unterschiedlichen Stellen der Waage angeordnet sind, reinigen das Band innen und außen. Optische Codierer an der Umlenkrolle messen die Bandgeschwindigkeit. Letztere wird innerhalb einer Umdrehung pro Minute, in einem Regelbereich von 100:1 der maximalen Motordrehzahl, geregelt.

    Freigelände F1.0, Stand A11-B15

    www.ktron.com

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