Dipl.-Ing. Markus Kerling
Konstruktionsbedingt sind die amixon-Mischer für die hygienische Lösung von anspruchsvollen Mischaufgaben, wie sie beispielsweise bei der Herstellung von Müsliriegeln auftreten, prädestiniert. So ist das Mischwerkzeug außerhalb des Mischraumes einseitig gelagert. Antrieb und Lagerung befinden sich oberhalb der Kopfplatte, so dass eine Berührung des Mischgutes mit der Antriebs- und Lagereinheit ausgeschlossen ist. Diese Konstruktion ist FDA-konform.
Die Mischwerkzeuge sind so gestaltet, dass sie das Mischgut in der Peripherie des Mischbehälters nach oben fördern. Das im Zentrum des Mischers nach unten wandernde Mischgut wird über die Mischwerksarme radial verströmt. Der Grad der Radialverströmung hängt von der Ausführung der Mischwerksarme ab. Eine totraumfreie Totalverströmung des Mischguts wird durch eine spezielle Ausformung des unteren Mischwerksarms sichergestellt. Letzterer bewegt sich in geringem Abstand über dem Boden des Mischraums und bezieht so das gesamte Mischgut in die Totalverströmung ein.
Das patentierte Schraubenbandmischwerk arbeitet sehr effizient: Bereits nach etwa 3,5 Umdrehungen hat es das gesamte Mischgutvolumen einmal komplett umgeschichtet. Dieser Mischeffekt wird weder von der Beschaffenheit der zumischenden Güter noch vom Füllgrad des Mischbehälters und der Mischwerksdrehzahl beeinflusst. Das heißt: Mit ein und demselben amixon-Mischer können Mischgüter unterschiedlichster Beschaffenheit und Menge bei gleich bleibend hoher Mischungsqualität verarbeitet werden. Diese Flexibilität ist besonders beim Abarbeiten von Müslirezepturen, die sich aus vielen Einzelkomponenten unterschiedlichster Menge zusammensetzen, von Vorteil. Des Weiteren lassen sich beim Scale up die auf Labor- oder Technikumsanlagen gewonnenen Ergebnisse sehr gut auf die amixon-Vertikal-Einwellenmischer übertragen.
Auch unter Sicherheitsaspekten haben diese Mischer interessante Details zu bieten: Um die Gefahr von Staubexplosionen zu minimieren, kann der Anwender die Umfangsgeschwindigkeit des Mischwerks auf Werte unter 1 min-1 einstellen. Ferner können die Mischer anhand der vom Anwender definierten Zoneneinteilungen entsprechend der Atex-Bestimmungen ausgeführt und zertifiziert werden.
Alle produktberührten Teile im Mischraum und das Mischwerk selbst sind fugenfrei verschweißt und verschliffen. Rechte Winkel sind entsprechend der aktuellen EHEDG-Regularien und des 3-A-Sanitary-Standards ausgeführt. Die Oberflächengüte sämtlicher Teile, die mit dem Produkt in Berührung kommen, kann individuell an die Wünsche des Anwenders und somit an seine konkrete Aufgabenstellung angepasst werden.
In der Regel legen Hersteller von Müsliriegeln Wert darauf, das Mischaggregat nass zu reinigen. Dadurch lassen sich bei häufig wechselnden Rezepturen geschmackliche und farbliche Beeinträchtigungen der Produkte am wirkungsvollsten verhindern. Die amixon-Mischer erfüllen auch diese Anforderung. Ihre Nassreinigung – sie kann auch automatisiert werden – erfolgt mit Hilfe von Orbitalwaschköpfen und Sprühbällen. Letztere werden nach der Reinigung aus den für sie vorgesehenen Aseptik-Schnellverschlüssen entfernt und gegen totraumfreie Blindstopfen ausgetauscht. Eine manuelle Reinigung des Mischerinnenraums ist über eine großzügig dimensionierte Inspektionstür möglich. Die Türen, deren Lage und Größe der Anwender ebenfalls bestimmen kann, werden nach dem Clever-Cut-Verfahren gefertigt und erfüllen die branchentypischen hohen Hygieneanforderungen. Sie lassen sich einfach bedienen, sind sicherheitsverriegelt und verschließen den Produktraum gas- und wasserdicht. Die O-Ringabdichtung ist produktnah installiert.




