Ob Massenproduktion oder personalisiertes Arzneimittel, ob konventioneller Reaktor oder Single-use-Ausrüstung – die Produktion von Pharmazeutika hat viele Facetten. Unabhängig davon sind die Anforderungen an Flexibilität, aber auch an die Rückverfolgbarkeit gleichermaßen hoch. Nur Sensoren, die sich nahtlos in die Produktion einfügen, liefern die dafür erforderlichen Daten.
Hygiene, Reproduzierbarkeit und Flexibilität sind in der Biotechnik- und Pharmaindustrie entscheidende Faktoren, um effizient und sicher mit einem hohen Automatisierungsgrad zu produzieren. Dies hat auch Auswirkungen auf die eingesetzte Messtechnik. Sie muss nicht nur präzise und zuverlässige Messwerte liefern, sondern sich vor allem auch flexibel einsetzen lassen. Sensoren von Vega erfüllen diese Anforderungen in mehrerer Hinsicht. Sie sind langlebig,
extrem robust und passen sich an vielfältige Einbausituationen an, selbst in kleinen Behältern oder wenn Rührwerke oder Heizschlangen verbaut sind.
Einfache Reinigung – sichere Prozesse
Für solch komplexe Anwendungen kommen Sensoren auf Basis des Baukastensystems plics zum Einsatz. Plics-Sensoren zeichnen sich durch ihre vielfältigen Anschlussmöglichkeiten aus und lassen sich einfach in bestehende Anlagen integrieren. Für die hygienische und sterile Wirkstoffproduktion setzt Vega Werkstoffe nach FDA, EG 1935/2994 und den GB-Standards ein. Das Hygienedesign erfüllt alle Anforderungen der EHEDG, 3-A Sanitary. Konstruktiv zeichnen sich die Sensoren durch ihre frontbündigen Prozessanschlüsse und dichten, robusten Gehäuse (IP69K) aus. Mit ihren sicher geschützten Dichtungen, vollmetallischen Gehäusen und medienberührenden Oberflächen mit der geringen Rautiefe von bis zu 0,38 µm
erfüllen sie alle Anforderungen der Pharmaindustrie. Dies wird kontinuierlich überprüft, indem regelmäßig alle Produktionsprozesse unter die Lupe genommen werden, inklusive einer Einzelstückprüfung, wie es die GMP-Vorgaben erfordern.
Selbst im laufenden Betrieb können die Sensoren mit nahezu allen Chemikalien bis zu 2 h bei 150 °C CIP-/SIP-gereinigt werden. Dies gilt im Übrigen sowohl für Füllstand- als auch für Druck- und Grenzstandsensoren. Dabei spielen die Sensoren selbst eine wichtige Rolle bei der Erfüllung hygienisch anspruchsvoller Prozesse. Sie stellen in vielen Anwendungen sicher, dass Wasser, Laugen, Säuren oder Dampf mit ausreichend Reserve in den Vorratstanks zur Verfügung stehen und damit die CIP-/SIP-Prozesse reibungslos ablaufen.
Komplexe Messaufgaben in Bioreaktoren und WFi-Tanks
Mehrere Anwendungsbeispiele geben einen Einblick in die Einsatzmöglichkeiten der plics-Sensoren in der Pharma- und Biotechproduktion. So übernehmen sie etwa die Füllstand- und Druckmessung bei der Herstellung von Enzymen, Proteinen und Antikörpern. Zur Herstellung von Medikamenten werden oft Zellen oder Mikroorganismen benötigt, die in Bioreaktoren kultiviert werden. Hier ist ein Höchstmaß an Hygiene erforderlich und die Behälter müssen optimal zu reinigen sein. Selbst minimale Verunreinigungen mit anderen Organismen müssen ausgeschlossen sein.




