Ob Mikroorganismen, Ungeziefer, Rückstände oder Fremdkörper: Es existieren zahlreiche mikrobiologische, chemische und physikalische Gefahren, die die Herstellung eines sicheren Lebensmittels beeinträchtigen können. Produzenten tragen die Verantwortung dafür, derartige Risiken zu unterbinden und die Lebensmittelhygiene auf allen Produktions-, Verarbeitungs- und Vertriebsstufen zu gewährleisten. Hierfür sind neben guter Betriebs- und Personalhygiene vor allem hygienische Prozessbedingungen entscheidend. Die Vakuumfüllmaschinen der Serie VF 800 umfassen Hygieneoptionen, die sich in die Bereiche der Produkt- und Prozesshygiene sowie der Prozessüberwachung einordnen lassen. Wie sie sich auf die Hygienepraxis auswirken, wird deutlich, wenn man die verschiedenen Schritte eines Füllprozesses betrachtet.
Smarter Sicherheitsschalter
Zu Beginn eines jeden Füll- und Portioniervorgangs wird der Fülltrichter einer Füllmaschine mit Produkt befüllt. Während der Produktion wird der Trichterfüllstand mithilfe eines geschützten, hygienisch integrierten Laserfüllstandsensors exakt erfasst und optional über eine Signalsäule angezeigt. Dennoch kann es für den Bediener notwendig sein, sich zum Fülltrichter der Maschine über den Auftritt Zugang zu verschaffen. Bei herkömmlichen Vakuumfüllern muss er dazu den per Sicherheitsschalter gesicherten Auftritt zunächst manuell ausklappen, um darauf steigen und seine Arbeit am Fülltrichter verrichten zu können. Anschließend muss er den Auftritt wieder einklappen. Aus hygienischer Sicht ist dieser Vorgang kritisch zu betrachten, da der Bediener den potenziell durch Verschmutzungen der Arbeitsschuhe kontaminierten Auftritt mit den Händen berühren muss. Kreuzkontaminationen mit dem später berührten Produkt- oder Verpackungsmaterial können die Folge sein.
Die VF-800-Serie verfügt aus diesem Grund über einen Auftritt, dessen Sicherheitsschalter belastungsabhängig auslöst, also erst wenn er durch eine Person betreten wird. Dadurch kann der Auftritt während des Maschinenbetriebs ausgeklappt bleiben. Ständiges manuelles Aus- und Einklappen des Auftritts entfällt, wodurch nicht nur das Handling vereinfacht, sondern auch das Kreuzkontaminationsrisiko reduziert wird.
Im laufenden Produktionsprozess kommt zudem ein weiteres Sicherheitsmerkmal der VF 800 zum Tragen, das einer Produktkontamination vorbeugt: Alle nichtmetallischen Teile im lebensmittelberührenden Bereich wie Dichtungen und Abstreifer im Fülltrichter sind detektierbar, FDA-konform und gut erkennbar in blauer Farbe ausgeführt. Auf diese Weise lassen sie sich problemlos aufspüren und gelangen nicht als Fremdkörper in das Endprodukt.
Automatisierte Trichterreinigung
Steht ein Produktwechsel an, ist in der Regel eine Zwischenreinigung notwendig. Bei den Vakuumfüllmaschinen der Serie VF 800 kann dies über eine automatisierte Reinigung des Trichters erfolgen. Letzterer lässt sich mithilfe eines Sprühkopfs programmgesteuert reinigen. Diese auch bei der Vor- und Endreinigung einsetzbare Option ermöglicht einen zügigen Produktwechsel und geringe Leerlaufzeiten bei hohem Hygienelevel.




