Die Lewa GmbH aus dem baden-württembergischen Leonberg produziert Pumpen für die Dosierung von Flüssigkeiten. Für Anwendungen im Hochpräzisionsbereich setzt das Unternehmen auf IE5+-Motoren von Nord. Diese verbinden einen großen Regelbereich mit hoher Energieeffizienz.
Seit 70 Jahren ist die Lewa GmbH auf Pumpen und Anlagen zur Dosierung von Flüssigkeiten spezialisiert. Für seine Kunden plant und fertigt der global agierende Hersteller von Dosier- und Prozess-Membranpumpen individuelle Systemlösungen. Einsatzgebiete sind Dosieranforderungen sowie Förder-, Misch- und Odorieraufgaben, also das Beimischen geruchsintensiver Substanzen insbesondere zu Gasen, in verschiedenen Branchen.
In sensiblen Bereichen wie der Lebensmittelindustrie kommen die Membran-Dosierpumpen der Ecodos-Serie von Lewa zum Einsatz. Eine konkrete Anwendung ist beispielsweise die Beimischung von Omega-3-Öl in Babynahrung. Die Ecodos-Serie arbeitet im Niederdruckbereich, also bei einem maximalen Förderdruck von 20 bar, und mit einem Förderstrom von 16 bis 1460 l/h. Dafür sind Pumpen notwendig, bei denen nicht nur die Menge und der Zeitraum der Zugabe präzise zu steuern sind, sondern sich auch die Inhaltsstoffeschonend fördern lassen.
Antriebe für weite Bereiche
„Für diese Anwendung bieten wir unsere Ecodos-Pumpen inzwischen auch mit IE5+-Motoren von Nord zur Weitbereichsregelung an“, erklärt Maurice Wirkner, Application Manager bei Lewa. Dabei werden die Permanentmagnet-Synchronmotoren entweder im Solomotor-Betrieb – also direkt an den Motor angeflanscht – oder mit dezentralem Frequenzumrichter betrieben.
Nord Drivesystems bietet IE5+-Motoren mit Leistungen von 0,35 bis 3,7 kW an. Mit ihrem lüfterlosen Design sind sie für hygienesensible Anwendungen geeignet und leicht zu reinigen. Erhältlich sind sie auch mit der korrosionsfesten Oberflächenveredelung NSD TupH, die eine wirtschaftliche Alternative zu Edelstahl darstellt. So veredelte Komponenten sind korrosionsgeschützt und beständig gegenüber Säuren und Laugen. Die wiederum optionale Schutzklasse IP69K ermöglicht sogar die Reinigung der Motoren mit einem Hochdruckreiniger.
Schluss mit Überdimensionierungen
Bisher hatte Lewa seine Membran-Dosierpumpen mit klassischen Asynchronmotoren betrieben oder Servoantriebe samt der dazugehörigen Servoumrichter genutzt, häufig kombiniert mit einer Hubverstellung. Inzwischen hat der Pumpenspezialist sein Angebot um Motorentechnik von Nord erweitert. Aus gutem Grund: Die Permanentmagnet-Synchronmotoren sind günstiger in der Anschaffung als Servoantriebe und machen darüber hinaus die Servoumrichter sowie die Hubverstellung überflüssig. Klassische Asynchronmotoren sind hingegen außerhalb des Nenndrehzahlbereichs relativ ineffizient und mussten deshalb oft in überdimensionierter Form eingesetzt werden. Auch hier stellen die Nord-Motoren eine effizientere Alternative dar.




