Für eine Zertifizierung nach dem International Food Standard (IFS) muss ein Nahrungsmittelproduzent nachweisen, dass er alle notwendigen Schutzmaßnahmen unternimmt, um eine Belastung des Endprodukts durch Fremdobjekte auszuschließen. Vorgeschrieben ist ein umfassendes Fremdkörpermanagement – also die Analyse der potenziellen Gefahren und die daraus resultierende Entwicklung wirksamer Präventionsmaßnahmen.
Das Resultat der IFS-Gefahrenanalyse lautet nicht selten, dass der Einsatz eines Metalldetektors nicht ausreicht. Denn oft bedrohen auch Glassplitter, Holzstückchen, Steine, Knochenfragmente oder Fremdkörper aus PTFE und anderen Kunststoffen die Gesundheit der Verbraucher. Dann ist ein Röntgensystem gefragt, das nicht nur metallische, sondern auch nicht-metallische Kontaminationen aufspürt, beispielsweise der Top-Down-Inspektor Examiner XB von Heuft Systemtechnik.
Von Schokoriegeln und Pralinen über Käse bis hin zu Schnittbrot, ob unverpackt oder in Flow-Packs, Tiefziehschalen, Pouches und Verbundverpackungen: Der Examiner XB überwacht kontinuierlich die Sicherheit und Qualität stückiger Lebensmittel, die auf einem Transportband gefahren werden. Das Gerät inspiziert bis zu 1000 Produkte pro Minute und identifiziert sowohl metallische Kontaminationen als auch Fremdkörper aus anderen Materialien.
Im Unterschied zu Röntgenscannern wird dabei nur in dem Moment Strahlung emittiert, in dem sich das zu untersuchende Produkt im Inspektionsbereich befindet – und das in Form eines jeweils nur eine Tausendstelsekunde andauernden Röntgenblitzes. Diese extrem kurze Belichtungszeit lässt selbst in High-Speed-Linien hochauflösende und kontrastreiche Röntgenaufnahmen entstehen, die frei von Bewegungsunschärfen sind. Zudem ist die Strahlenbelastung der einzelnen Erzeugnisse dadurch im Schnitt um den Faktor 100 niedriger als beim klassischen Zeilenscan. Kein zu prüfendes Produkt wird mit einer höheren Strahlendosis belastet als unbedingt notwendig.
Ein Beispiel: Durchleuchtet der Top-Down-Röntgenblitzer etwa 36 000 befüllte Flow-Packs pro Stunde, wird lediglich 36 s lang Strahlung ausgegeben. In 99 % dieses Zeitraums gibt es also keinerlei Emissionen. Herkömmliche Röntgengeräte strahlen hingegen volle 60 Minuten lang durch. Ein weiterer Vorteil der gepulsten radiometrischen Messung: Bei Produktionsstopps oder Linienstillständen muss der Heuft-Examiner-XB weder abgeschaltet noch leergefahren werden; die Gefahr einer übermäßigen Strahlenbelastung besteht nicht. Große Abstände zwischen den einzelnen zu inspizierenden Produkten sind nicht erforderlich. Auch langsame Bandgeschwindigkeiten stellen kein Problem dar.
Digital werden die Röntgenaufnahmen zur Analyse an die Hochleistungsbildverarbeitung Reflexx2 (Heuft) übertragen. In Echtzeit kombiniert sie mehrere Erkennungsbilder miteinander, wertet sie aus und unterscheidet im Zusammenspiel mit der nbx-Filtertechnologie (Heuft) tolerierbare Produkt- und Verpackungsstrukturen klar von echten Beschädigungen, Verunreinigungen und Fremdobjekten. Das hält den Anteil fälschlicherweise ausgeschleuster Erzeugnisse auf einem extrem niedrigen Niveau.




