Mit einem Ausstoß von 6,1 Mio. Hektolitern im Jahr zählt die Warsteiner-Gruppe zu den Markenführern in Deutschland. Parallel zur kontinuierlich gestiegenen Produktvielfalt wuchsen auch die Anforderungen an Planung und Steuerung. Zwischen Rohstoff- und Materialbestellung, Sudhaus, Abfüllung und Logistik kommt es auf reibungslose Kommunikation an, damit die Brauerei die hohen Qualitätsanforderungen erfüllen und die Liefertermine einhalten kann. Die wachsende Produktvielfalt konnte mittelfristig nicht ohne Auswirkungen auf das immer komplexer werdende Planungsmanagement des Unternehmens bleiben. Lange Zeit gelang das mit der Kombination aus dem ERP-System von SAP und einem selbst erstelltem Planungstool. Die gesamte Materialbedarfs- und Abfüllplanung für die Standorte Warstein und Paderborn wurden bereits zentral gesteuert. Das hatte den Schönheitsfehler, dass es sich hier um eine Insellösung mit einer redundanten Stammdatenhaltung handelte. Zudem zeichnete sich ab, dass die Komplexität der Planung mit jeder Produktinnovation wuchs und das System auf eine harte Probe stellte. Die Produktion und Logistik waren nicht in ausreichendem Maße involviert, sodass die Notwendigkeit einer kostenoptimierten zentralen Produktionsplanung immer deutlicher wurde.
Die Warsteiner Brauerei entschied sich deshalb, die Planung durch ein integriertes Produktionsplanungssystem zu ersetzen, das Schritt für Schritt die gesamte Wertschöpfungskette an den Standorten Warstein und Paderborn darstellen kann. Nach umfassender Marktsondierung entschied sich das Sauerländer Traditionsunternehmen für Infor: Ausschlaggebend für diese Entscheidung war neben den grundlegenden, geschäftsspezifischen Softwarefunktionen das Branchen-Know-how von Infor. Immerhin arbeiten sieben der zehn weltweit größten Brauereien, darunter Foster und Inbev, mit Infor-Lösungen.
Infor Supply Chain Planning (SCM) Advanced Scheduling ist speziell auf die Bedürfnisse der Nahrungs-, Getränke- und Genussmittelindustrie zugeschnitten. Insbesondere der komplexe Bierherstellungsprozess, der Umgang mit Mischgetränken und die Leergutproblematik lassen sich mit dem System abbilden: Vordefinierte Prozesse erleichtern es den Anwendern, die Bierherstellung zu optimieren, Umrüstzeiten und -kosten zu reduzieren und so den Ausstoß ohne Kostenanstieg zu erhöhen. Mit leistungsstarker Beschränkungsbasierung werden linienübergreifend sämtliche Betriebsabläufe terminiert und Wechselbeziehungen berücksichtigt. Das Ergebnis ist ein vollständig und minutengenau synchronisierter Zeitplan. Die Software gibt die nötige Übersicht über die Beschränkungen durch Tank- und Silokapazitäten und den Produktfluss zwischen den einzelnen Punkten im Ablauf, einschließlich Haltbarkeit, Reifezeiten, Lagerbeschränkungen und sich überlappender Prozesse. Die grafische Darstellung der Produktionslinien und die visuelle Anzeige potenzieller Verzögerungen oder Zeitplanungskonflikte steigern die Planungsproduktivität enorm. Unternehmen haben ihre Anlagenabläufe im Griff, erzielen messbare Verbesserungen bei Fertigung und Service und wirtschaften rentabler. Gleichzeitig schafft Advanced Scheduling mehr Transparenz und ermöglicht es, Synergien übergreifend zu nutzen.




