Die Vibrationswirbelschichttrockner zeichnen sich durch eine hohe Leistung bei optimaler Energieausnutzung aus. Ein weiterer Pluspunkt ist die große Temperaturkons-tanz. Außerdem sind die Anlagen reinigungsfreundlich gestaltet (pharmagerechter Sanitärstandard ist möglich) und lassen sich bei Produktwechsel sehr gut entleeren. Eine einfache Temperaturregelung und Bedienbarkeit sowie hohe Betriebssicherheit sind weitere wesentliche Merkmale.
In Hinblick auf die hygienische und reinigungsfreundliche Ausführung der Vibrationstrockner wurde die Anzahl der mechanisch bewegten Teile im Prozessraum auf ein Minimum reduziert. Besonders vorteilhaft arbeiten diese Apparate bei einer sehr breiten Korngrößenverteilung, geringem mittleren Korndurchmesser oder stark unregelmäßiger Geometrie der Feststoffpartikel. Gleiches gilt für Schüttgüter, die zu Entmischungseffekten oder Inhomogenitäten bei der Fluidisierung neigen.
Die Vibration des Trocknergehäuses verhindert bzw. reduziert eine Strähnenbildung im durchströmten Gut und bewirkt daneben eine Wurfbewegung, die das zu trocknende Schüttgut ohne Luftanströmung durch den Trockner transportiert. Andererseits werden bei den verwendeten Gasgeschwindigkeiten auch die großen Feststoffteilchen fluidisiert und transportiert. Bei feinkörnigen Materialien kann man mit besonders geringen Gasgeschwindigkeiten arbeiten, was einen geringen Staubaustrag zur Folge hat. Für Güter mit besonders hoher Aufgabefeuchte oder stark faseriger Struktur lassen sich die Trockner mit einem Rührwerk in der Aufgabezone und Wendern in den nachfolgenden Zonen ausrüsten, die Anbackungen und Kraterbildungen verhindern.
Für Anwendungen, die durch große Feststoffdurchsätze oder lange Verweilzeiten gekennzeichnet sind, können die Vibrationstrockner als Zwei-Massen-Resonanzsystem ausgeführt werden. Hierbei wird gezielt eine Resonanzschwingung zwischen dem starren Trocknergehäuse und der mit dem Gehäuse elastisch verbundenen Gegenschwingmasse mit hohem Eigengewicht erzeugt. Dazu wird die Gegenschwingmasse über einen elektromotorisch angetriebenen Unwuchterreger in Schwingung versetzt. Federn übertragen diese Schwingungen auf das Trocknergehäuse und damit auf das zu behandelnde Gut. Der Anwender kann über eine Modifikation der Transportgeschwindigkeit auf Produktbesonderheiten reagieren. Die Einstellung der Verweilzeit der Produkte im Trockner erfolgt in der Regel durch Variation der Schüttungshöhe bzw. Fließbetthöhe mittels verstellbarer Überlaufwehre.
Durch die Kompensation der dynamischen Kräfte innerhalb des Systems werden nur in geringem Umfang Schwingungen auf Fundamente und Tragwerke übertragen. Auch das schwingende Trocknergehäuses ist nur geringen dynamischen Belastungen ausgesetzt, woraus nahezu unbeschränkte Bau- und damit Leistungsgrößen sowie eine lange Lebensdauer resultieren. Außerdem arbeiten die Vibrationstrockner durch das Zwei-Massen-System vergleichsweise leise.




