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    In Schokolade gerollter Genuss
    Bildquelle nicht angegeben
    Back- & Teigwaren

    In Schokolade gerollter Genuss

    Die handgeschöpften Schokoladen der Zotter Schokoladen Manufaktur gelten als kulinarische Kultobjekte. Wichtiger Bestandteil der Produktpalette von Zotter
    Veröffentlicht
    18. Dezember 2008
    Lesezeit
    3 Minuten
    Rubrik
    Back- & Teigwaren

    Getrocknete Früchte, geröstete Nussstücke und vielerlei Körner bilden den Kern der Balleros, der ausgiebig in Schokolade gerollt wird. Auf Glanzstoffe bzw. Lasur wird bewusst verzichtet, stattdessen werden die Schokoladendragées mit purem Kakao, einem Fruchtpuder oder einer Zuckermischung bestäubt, was optisch und haptisch eine besondere Oberfläche ergibt. Die Dragées können bei der Abfüllung nicht gezählt werden, weil sie innerhalb einer Sorte unterschiedliche Größen, Formen und Gewichte aufweisen. Bei der vollautomatischen Verwiegung müssen die Balleros sehr schonend behandelt werden, um Beschädigungen zu vermeiden.

    Verpackt werden alle Balleros-Sorten in Kartonagen mit jeweils 100 g Füllgewicht. Bei der Verwiegung und Abfüllung wurde bis vor Kurzem noch eine lineare Einkopfwaage eingesetzt. Diese Waage arbeitete ungenau, sodass Zotter die Packungen immer deutlich überfüllen musste – angesichts des hochwertigen und teuren Produkts ein großes Manko. Außerdem beschränkte die vergleichsweise langsame Einkopfwaage die Leistungsfähigkeit der gesamten Verpackungsanlage. Die Schokoladen Manufaktur wandte sich an Ishida und die Experten für Wäge- und Verpackungstechnik integrierten im Sommer 2008 eine CCW-RS-Mehrkopfwaage mitsamt Zuführband und Gestellbühne in die Verpackungslinie.

    Die Schokoladendragées werden mit einem gegen die Staubentwicklung abgedeckten Steigförderer in die Höhe transportiert und von oben durch einen Trichter der Waage kontinuierlich zugeführt. Die zehnköpfige Mehrkopfwaage CCW-RS arbeitet nach dem Teilmengenwiegeprinzip. Verwendet werden die Teilmengen aus jeder Wiegeschale und der Computer wählt die Kombination von Wiegeschalen aus, die dem vorgegebenen Abfüllgewicht am nächsten kommt. Eine ausgeklügelte Vibrationssteuerung sorgt für einen gleichmäßigen und schonenden Produktfluss, die Schalen sind zur Abpolsterung mit Kunststoff beschichtet. Neuartige Hard- und Software ermöglichen maximale Produktivität. So wird die Produktzufuhr zu den Schalen auf dem Verteilteller durch einen Sensor gesteuert. Die Vibrationsintensität der Zuführung wird permanent automatisch angepasst. Die präzise verwogenen Dragées werden anschließend mittels eines Senk-trichters in die Kartons abgefüllt.

    Die Bediener der Mehrkopfwaage wurden von Ishida speziell geschult und profitieren von der einfachen und logisch aufgebauten Bedienbarkeit am Weitwinkel-Touch-screen. Die häufigen Produkt- bzw. Sortenumstellungen lassen sich bei der Ishida- Waage durch Abruf von Voreinstellungen schnell und problemlos per Knopfdruck erledigen. Die turnusgemäßen Reinigungsmaßnahmen werden dank wasserfester und leicht zugänglicher Konstruktion rasch und ohne Einsatz von Werkzeug bewerkstelligt.

    Mit der Ishida-Teilmengenwaage erzielt Zotter jetzt eine sehr hohe Wiegege- nauigkeit. Der Toleranzbereich konnte von 95 bis 110 g auf aktuell 98 bis 102 g reduziert werden. Auf diese Weise gewinnt die Schokoladen Manufaktur auf 1000 abgefüllte Packungen rund 20 Packungen hinzu. Gleichzeitig wurde die Leistung der Verpackungslinie von 60 auf 120 Packungen pro Minute gesteigert. Die vier an der Linie eingesetzten Mitarbeiter erzielen jetzt also doppelte Takte.

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    Firmeninhaber Josef Zotter ist rundum zufrieden mit der Ishida-Waage: „Für die Anschaffung ausschlaggebend waren die hohe Gewichtsgenauigkeit und die Fähigkeit der Waage, die diversen Sorten mit konstanter Präzision und Leistung zu verarbeiten. Die Waage wird dank ihrer Flexibilität unseren individuellen Produkten gerecht. Außerdem ist eine schonende und saubere Verarbeitung gewährleistet.“

    dei 400

    Computer-Kombinationswaagen der Ishida- Baureihe RS

    Zotter Schokoladen Manufaktur GmbH, Austria

    Anuga FoodTech 2009

    Die Zotter Schokoladen Manufaktur GmbH im österreichischen Riegersburg wurde 1999 eröffnet und seitdem ständig erweitert. Allein in den vergangenen drei Jahren wurden rund 18,5 Mio. Euro investiert. Bei Zotter entsteht die Schokolade „von der Bohne weg“: Die gesamte Produktionsschiene von der Röstung der Kakaobohnen über Walzwerke bis hin zur Conchieranlage ist in einem Haus aufgebaut. Mehr als 100 Mitarbeiter verarbeiten jährlich rund 450 t Kakao und 250 t Rohrzucker aus Mittel- und Südamerika, die Milch kommt von Biobergbauern aus Tirol. Die Rohstoffe stammen ausschließlich aus biologischer Landwirtschaft und sind fair gehandelt. Auf Aromastoffe, Stabilisatoren und Konservierungsmittel wird verzichtet. In der Produktion wird viel auf manuelle Arbeit gesetzt. Das von Zotter erfundene Prinzip der Handschöpfung bedeutet, dass sich unter einem gegossenen Schokoladenmantel geschichtete Lagen von Füllung befinden, die den Geschmack differenzieren.

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