Homogenisatoren sind in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie ein wesentlicher Bestandteil vieler Herstellungsprozesse. Die individuell ausgelegten Lebensmittel-Homogenisatoren ermöglichen u. a. eine verbesserte Endproduktqualität, hochstabile Produkte und reduzierte Rezepturkosten durch weniger Zusatzstoffe. Bei der Verarbeitung von Fleisch- und Milchersatzprodukten auf Pflanzenbasis spielt die Homogenisierung eine wichtige Rolle, um die gewünschten Eigenschaften zu erreichen.
In Zusammenarbeit mit Anwendern in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie entwickelt und gestaltet das Düsseldorfer Unternehmen Axflow Systeme und Anlagenkomponenten, die beim Handling von fließfähigen Lebensmittelprodukten zum Einsatz kommen. Die Bandbreite reicht hierbei von standardisierten Homogenisierungsprozessen in der klassischen Milchwirtschaft über das Dosieren und Mischen von Aromen und Zuckercouleur in der Getränkeproduktion und das Einmischen von Schokoladenpulver bei der Herstellung von Pudding bis zum Mischen und Auftragen von Würzsauce auf Fleischprodukte.
Das Homogenisierungsverfahren wird bei Lebensmitteln eingesetzt, um Geschmack, Textur und Farbe zu verbessern und die Stabilität zu erhöhen. Es handelt sich hierbei um einen physikalischen Prozess, der nicht mischbare Flüssigkeiten zu einer Emulsion vermischt. Der Homogenisator stellt im Grunde eine Verdrängerpumpe dar, an die ein Homogenisierungsventil angeschlossen ist. Die Flüssigkeiten im Homogenisator werden mit hohem Druck durch einen kleinen Spalt gedrückt. Dies führt zu einem schnellen Geschwindigkeitsanstieg und Druckabfall, wodurch Turbulenzen und Druckunterschiede entstehen, die zu einer Aufspaltung und Dispersion der Partikel führen.
Die Zukunft gehört den Pflanzen
Besonders bei Fleisch- und Milchersatzprodukten auf Pflanzenbasis ist in den vergangenen Jahren die Nachfrage stark gestiegen. Der Gesamtmarkt für milchfreie Alternativen belief sich im Jahr 2020 auf mehr als 21 Mrd. Dollar und es wird erwartet, dass er bis 2025 auf 36 Mrd. Dollar anwächst.
Es gibt eine wachsende Verbrauchernachfrage nach gesunden und nachhaltigen milchfreien Getränken mit einem guten Trinkgeschmack. Hafer-, Hanf-, Mais- und Reisgetränke sind Beispiele hierfür auf Getreidebasis. Soja und Erbsen gehören zu den Produkten auf Hülsenfruchtbasis und Walnuss- und Mandelgetränke entstehen auf Basis von Nüssen. Bei der Verarbeitung dieser Getränke spielt die Homogenisierung eine wichtige Rolle, um die gewünschten Eigenschaften zu erreichen.
Schwebstoffe, Fasern sowie Öltröpfchen müssen klein sein, um eine hohe Stabilität, guten Geschmack sowie das entsprechende Mundgefühl und ein optimales optisches Erscheinungsbild erzielen zu können. Die Partikelgrößenverteilungen vor und nach der Homogenisierung in der Grafik zeigen, wie sehr die Öltröpfchen sowie die größeren Schwebeteilchen in einem solchen Getränkeprodukt verkleinert werden.




