Die Brauerei Göller ist ein Traditionsbetrieb und nutzt seit kurzem bei der Druckluftversorgung eine Industrie 4.0-Contracting-Lösung. Das Unternehmen verfügt nun über ein hochmodernes Druckluftsystem, das bereits heute für eine Vernetzung im Sinne von Industrie 4.0 aufgestellt ist.
Franz-Josef Göller führt den Familienbetrieb im fränkischen Zeil am Main in dritter Generation und seine drei Söhne stehen schon in den Startlöchern, um in vierter Generation die Zukunft des Traditionshauses zu sichern. Seit 1908 braut die Brauerei ihr süffiges Bier. Derzeit sind es rund 120 Bier- und Limonadensorten oder rund 100.000 hl, die jedes Jahr abgefüllt werden und von Zeil aus den Weg zu den Kunden finden. Diese sitzen überwiegend in der Region, aber das Bier hat bis ins hessische Frankfurt Abnehmer. Auch einen kleinen Exportanteil von rund 10 % verzeichnet die Brauerei. Geliefert wird nach Russland, China und Italien. Die Entwicklung des Unternehmens hängt zwar immer etwas von Saison und Wetter ab, ist aber insgesamt stabil mit leichtem Aufwärtstrend.
Die Brauerei benötigt im gesamten Produktionsprozess Druckluft, wobei der größte Bedarf in der Abfüllanlage als Prozess- und Steuerluft ihren Einsatz findet. Der komplette Prozess, vom Transport der Flaschen und Fässer über Reinigung, Befüllung, Etikettierung und Verschluss wird mit Druckluft gehandhabt. Auch der Stickstoff, der zum Vorspannen der Flaschen dient, wird mithilfe eines Kompressors erzeugt. Der Betriebsdruck liegt bei 8,3 bar.
Contracting-Lösung
Als die Investition in eine neue Druckluftanlage fällig wurde, entschied sich Franz-Josef Göller für eine Contracting-Lösung der Firma Kaeser Kompressoren, die der Brauerei zusätzlich zur effizienten und zuverlässigen Druckluftversorgung auch noch die Möglichkeit bietet, künftig Services nach der Definition von Industrie 4.0 zu nutzen.
Nutzung im Sinne von Industrie 4.0 heißt, dass die Anlage einerseits jederzeit für den Betrieb absolut bedarfsgenau Druckluft der benötigten Qualität zu günstigsten Kosten liefert und dass andererseits während des Betriebs die vor Ort entstehenden Daten genutzt werden, um die Anlage zu überwachen, zu steuern, den Betrieb via Fernwartung in Echtzeit zu beobachten, zu analysieren und um vorausschauend notwendige Services so planen zu können, dass Personaleinsatz und Materialfluss exakt auf die tatsächliche Situation der Anlage passend ausgelegt sind. Das sorgt für höchste Effizienz, minimiert die Kosten und verhindert Ausfälle.
Dazu erfüllt die Anlage verschiedene Kriterien. Das erste sind hochinnovative, energieeffiziente Komponenten, die mit internen Steuerungen auf Industrie-PC-Basis ausgestattet sind. Diese ermöglichen eine Datengenerierung, Nutzung und Analyse
der Daten.




