Walter Guthauser
Die Emmi-Gruppe unterhält im Schweizer Kirchberg ein Käsezentrum. Hier erfolgt die Affinage, das heißt die Pflege sowie Lagerung von verschiedenen Käsesorten, beispielsweise von Emmentaler, Greyerzer sowie Raclette. In zwei bis sechs Monaten reifen hier rund 25 000 Käse-Laibe. Sie müssen bis zu zweimal wöchentlich mit Salzwasser gepflegt werden. Der Abpackbetrieb konfektioniert schließlich den Käse von Kleinportionen mit etwa 20 g über Reibekäse bis hin zu sieben Kilogramm schweren Großhandelspackungen.
Die Automatisierung der Lagerbewirtschaftung sowie des Handlings erfordert in rauer Industrieumgebung komplexe Steuerungen, ausgedehnte Installationen und Hunderte von Sensoren sowie Aktoren. Das bedeutet: Die eingesetzten Komponenten müssen in Schutzart IP 67 ausgeführt sein. Sowohl die Kosten für die Erstinstallation als auch für Änderungen, Erweiterungen sowie für Betrieb und Wartung konnten durch den Einsatz der Schnellanschlusstechnik Quickon von Phoenix Contact deutlich reduziert werden. Diese wurde speziell für Anwendungen konzipiert, bei denen Rundkabel mit niedriger Polzahl rationell angeschlossen werden müssen.
Automatisierungsaufgaben wie die im Emmi-Käsezentrum Kirchberg werden mit einer durchgängigen Verdrahtung vom Sensor über den Klemmenkasten bis zum Schaltschrank realisiert. Daher nehmen die Leitungsanschlüsse einen erheblichen Teil der Installationszeit in Anspruch. Mit der Schnellanschlusstechnik Quickon lassen sich Zeit und damit Installationskosten deutlich reduzieren. Je nach Vergleichs-anschlussart beträgt die Zeitersparnis bis zu 60% und mehr.
Das Montageprinzip der Schnellanschlusstechnik Quickon ist schnell, einfach und komfortabel: Ein industrietaugliches Rundkabel mit zwei bis 16 Adern wird auf die gewünschte Länge geschnitten und entmantelt. Dann werden die Quickon-Komponenten aufgesteckt und festgeschraubt. Dabei muss man die einzelnen Adern der Leitung nicht abisolieren. Der Anschluss selbst erfolgt durch das Festdrehen der Überwurfmutter. Dabei durchtrennen Schneidkontakte die Leitungsisolation. Gleichzeitig entsteht eine Zugentlastung für den Kabelmantel. Der Anschluss erfolgt durchgängig in Schutzart IP 67, ist also gegen Staub sowie Spritzwasser geschützt. Die Verbindung kann wieder gelöst und die Komponenten können mehrfach verwendet werden.
Wenn Rundleitungen durch Gerätewände zu führen sind, kommen die Quickon-Wanddurchführungen zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um eine PG-Verschraubung mit integrierter Anschlussklemme. Die innere Verdrahtung wird durch einen Flachsteck- oder Lötanschluss realisiert. Ferner gibt es eine Print-Variante, bei der ein Kontaktträger auf die Platine gelötet und mit der Gehäusewand verschraubt wird. Durch den Einsatz der Quickon-Wanddurchführung muss man das Gerätegehäuse für den Leitungsanschluss nicht mehr öffnen. Dies ist bei der Installation in rauer Feldumgebung von Vorteil, da das Geräteinnere auch weiterhin durch das Gehäuse geschützt bleibt.




