Ob es nun um Pulverstoffe, stückige, flüssige oder hochviskose Produkte geht – mit einer Kombination aus zwei Mischwerkzeugen mischt der VAS, dispergiert, emulgiert und zerkleinert. Am Trommelboden der Maschine befindet sich ein dreiflügeliger Mischarm. Dieser drückt das Mischgut an der Wand hoch, damit es in der Mitte trombenförmig zusammenfällt. Zusätzlich befindet sich seitlich in der Trommel ein Messerkopf mit sechs Messern, die für die Zerkleinerung zuständig sind. Diese Kombination sorgt selbst bei größeren Trommelvolumina für einen guten Produktfluss. Anstatt des Messerkopfes kann ein Zerhacker eingesetzt werden, der, wenn gewünscht, mehr Energie in das Produkt einträgt.
Nicht nur für Zimtsterne geeignet
Um die Vielfalt zu zeigen und die jeweils beste Konfiguration zu finden, hat die Glass GmbH & Co. KG eine Reihe an Vorführmaschinen im Portfolio. Potenzielle Kunden können darauf ihre eigenen Produkte testen. Jüngstes Beispiel war ein Gebäckproduzent, der die Maschine gerne bei sich im Betrieb testen wollte. Bei ihm wurde ein Vakuum-Allround-Mischer mit einem Trommelvolumen von 80 l angeliefert. Auf dieser Maschine sollte eine baiserähnliche Masse aus Eiweiß und Puderzucker hergestellt werden, die als Grundlage für die Herstellung von Zimtsternen produziert wird. Ein wichtiges Kriterium für den Kunden war, dass der Eiweißschaum über einen längeren Zeitraum stabil bleibt und nicht direkt verarbeitet werden muss. Mithilfe des Messerkopfs, der mit maximal 2700 U/min rotiert, wird dieses Ziel in einer Mischzeit von höchstens drei Minuten erreicht. Der Kunde führte noch weitere Tests durch und war begeistert, dass er flüssige, pastöse und trockene Stoffe in einer Maschine verarbeiten kann.
Da der Kunde auch nach Abschluss dieser Testphase noch weitere Ideen entwickelte, wurde ein Treffen für Versuche im Demonstrationscenter organisiert. Diesmal wurde eine Mischung aus Puderzucker und Dextrose hergestellt, die mit Palmfett gecoatet wird. Bisher kaufte der Kunde das Produkt zu, da er die extreme Staubentwicklung bei der Herstellung scheute. Durch die Zugabe des Palmfettes über eine Öffnung am Deckel staubt das Produkt nicht mehr. Der sogenannte Dekorschnee wird für die Verzierung von Gebäck genutzt. Das Palmfett sorgt auch dafür, dass die Zuckermischung sich nicht mit Feuchtigkeit aus dem Gebäck vollzieht. Als Alternative erfolgte die Zugabe des Fettes über eine Düse. Die Tests zeigten, dass eine Zugabe über die Öffnung im Deckel vollständig ausreicht. Die Mischung war einwandfrei mit Fett überzogen. Im Anschluss erfolgte die Herstellung einer Glasur für Zimtsterne. Dafür werden die Zutaten (Puderzucker, Eiweiß und Wasser) in die Maschine gegeben und für 3 bis 5 Minuten aufgeschlagen. Mit dem Messerkopf, der an der Trommelwand liegt, sind die Zutaten optimal gelöst. Durch die eingeschlagene Luft wird eine Dichte von 0,8 g/cm³ erreicht. Das bedeutet, dass die Glasur nach dem Backvorgang eine baiserartige Struktur hat, die keinerlei Risse aufweist. Natürlich eignet sich solch eine Glasur auch für anderes Gebäck.




