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    Interpack 2026 macht die Energie der Branche spürbar
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    Technik

    Interpack 2026 macht die Energie der Branche spürbar

    Eine hohe Besucherfrequenz, dichte Gesprächssituationen und eine durchgehend internationale Präsenz auf der Interpack 2026 in den Düsseldorfer Messehallen
    Veröffentlicht
    18. Mai 2026
    Lesezeit
    4 Minuten
    Rubrik
    Technik

    „Das war eine Top-Interpack. Stark frequentierte Hallen, ein intensiver Austausch und konkrete Projekte haben gezeigt, welche Kraft in dieser globalen Community steckt. Die Interpack ist das wichtigste Treffen der Branche weltweit und diese Ausgabe hat das eindrucksvoll bestätigt“, sagt Thomas Dohse, Director der Interpack, zum Abschluss der Messe. Vom 7. bis 13. Mai trafen sich in Düsseldorf 2804 Aussteller aus 65 Ländern sowie Fachbesucherinnen und -besucher aus 161 Ländern auf dem komplett belegten Messegelände. Insgesamt kamen 75 % der Besucher aus dem Ausland, 28 % davon aus Übersee. Auf der parallel stattfindenden Zuliefermesse Components waren zusätzlich rund 100 Unternehmen vertreten. Damit war die Interpack 2026 die größte in ihrer Geschichte. Das unterstreicht, was in den Hallen deutlich zu spüren war: Dies war ein Ereignis mit außergewöhnlicher Strahlkraft. Sieben Tage lang standen konkrete Lösungen und Partnerschaften im Mittelpunkt. Viele Gespräche mündeten in Projekten und Investitionsentscheidungen. Die Messe bestätigte damit ihre Rolle als führende Plattform der globalen Processing- und Packaging-Industrie – mit starkem Besucheraufkommen insbesondere aus der Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie sowie einer hohen Qualität und Dichte führender und innovativer Anbieter.

    Europäische Verpackungsverordnung im Fokus

    Die Interpack 2026 traf auf eine Branche in einer Phase der Transformation. Die Nachfrage nach verpackten Produkten steigt weiter, aber es verschieben sich Anforderungen an Materialien, Produktionssysteme und Lieferstrukturen. Im Fokus stand auf der Messe vor allem die Europäische Verpackungsverordnung (PPWR), die in vielerlei Hinsicht eine Zäsur für die Branche ist. Auf der Messe wurde sichtbar, dass die Unternehmen auf diese Anforderungen nicht isoliert, sondern systemisch reagieren. Die Aussteller zeigten Lösungen, bei denen Material, Maschine und Prozess zunehmend zusammengedacht und aufeinander abgestimmt werden. Damit bestätigt die Interpack ihre Funktion als Konjunkturmotor der Branche: Hier werden Projekte angestoßen, Investitionen vorbereitet und wirtschaftliche Dynamik erzeugt.

    Automatisierung, datenbasierte Anwendungen und flexible Anlagenkonzepte sind in der industriellen Praxis angekommen und wurde als konkrete Anwendungen von Smart Manufacturing sichtbar. Im Materialbereich lag der Fokus auf Lösungen, die unter realen Bedingungen funktionieren und regulatorischen Anforderungen entsprechen. Future Skills wurden dort konkret, wo vernetzte und datengetriebene Systeme neue Kompetenzen in der Produktion erfordern. Die persönliche Nähe, das gemeinsame Erleben und der offene Dialog verliehen der interpack eine besondere Intensität.

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    Auch abseits der Messestände setzte die Interpack Akzente. Die weiterentwickelten Specials ergänzten das Messegeschehen und brachten zusätzliche Perspektiven mit ein. Das Spotlight Forum, die Save Food Expert Talks, Women in Packaging, die Start-up Zone und der Young Talents Day machten deutlich, wie breit der Wandel der Branche diskutiert wird – von Technologie und Nachhaltigkeit über Diversität, Gründungskultur und Nachwuchsförderung bis zu Qualifikation und Zukunftskompetenzen.

    Gewinner der Save Food Awards und des Projektwettbewerbs 2026

    Mit innovativen Lösungen gegen Lebensmittelverschwendung und -verluste hat die Save-Food-Initiative auf der Interpack 2026 die Gewinner ihrer Awards sowie des internationalen Projektwettbewerbs ausgezeichnet und damit wichtige Impulse entlang der gesamten Wertschöpfungskette gesetzt. Der Gewinner des diesjährigen Save-Food-Projektwettbewerbs ist Trueways Enterprises mit dem Projekt „Edible Primary Packaging Innovation Pilot“, das in Zusammenarbeit mit dem Institute of Packaging Professionals Kenya umgesetzt wird. Der Ansatz: essbare Primärverpackungen auf Basis von Fruchtleder. Ziel ist es, sowohl Lebensmittelverluste als auch Verpackungsabfälle zu reduzieren, indem überschüssige oder nicht marktfähige Früchte zu einem neuen Verpackungsmaterial verarbeitet werden, das konventionelle Kunststofflösungen ersetzen kann.

    Neben dem Projektwettbewerb wurden auch die Gewinner der Save Food Design Awards sowie der Sustainability Design Awards ausgezeichnet. Die Preisträger des Save Food Design Award sind Grupolantero/Laninver, Greiner Packaging und Innoscentia. Ihre prämierten Lösungen setzen an unterschiedlichen Punkten der Wertschöpfungskette an – von der besseren Sicherung empfindlicher Produkte über die Verlängerung der Haltbarkeit bis hin zur Reduzierung von Verderb durch innovative Verpackungskonzepte und Technologien. So tragen sie dazu bei, Lebensmittelverluste in Handling, Transport und Konsum gezielt zu verringern.

    Die Sustainability Design Awards wurden an Alfa Machine Kourtoglou, Irplast sowie Aeroflexx Packaging Company verliehen. Im Fokus stehen Lösungen, die Materialeinsatz und Umweltwirkungen gezielt reduzieren und gleichzeitig funktionale Anforderungen erfüllen. Dazu zählen ressourceneffiziente Verpackungssysteme, recyclingfähige Materialien sowie neue Ansätze für flexible Verpackungen, die ökologische und wirtschaftliche Anforderungen miteinander verbinden.

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