Jeder weiß, dass eine Maschine länger hält, wenn sie gut gepflegt wird. Dennoch vernachlässigen viele Anwender im hektischen Alltag oft diese Binsenweisheit. Die Digitalisierung schafft Abhilfe. So bietet Diosna nun für viele seiner Knetmaschinen eine IoT-Oberfläche, die nicht nur die Wartung im Griff hat, sondern deren Algorithmen auch dafür sorgen, dass der Prozess besser läuft.
Anwender von Knetmaschinen gelten als pragmatisch. Funktioniert eine Maschine nicht so, wie sie sollte, wird erst einmal weitergearbeitet. Hilft es irgendwann nicht mehr, den Fehler zu ignorieren, versuchen die Anwender, die ihre Maschinen gut kennen, den Fehler selbst zu beheben. Erst, wenn eine größere Komponente nicht mehr funktioniert und die Maschine länger still steht, wird der Kundendienst gerufen.
Dabei lohnt es sich, auch die vermeintlich kleinen Störungen im Auge zu behalten. Zum einen, um die Knetmaschinen vor größeren Schäden zu bewahren, zum anderen, weil Abweichungen im Kneter in vielen Fällen auf einen nicht optimalen Verarbeitungsprozess hinweisen.
Kneten im Industrie-4.0-Zeitalter
Diosna führt daher seine Knetmaschinen ins Industrie-4.0-Zeitalter, zunächst solche, die über eine SPS verfügen. Das IoT-System bietet sowohl ein Konzept für die Instandhaltung und das Condition Monitoring als auch Unterstützung bei der Überwachung der Produktqualität.
Wie funktioniert das System? Auf der Bedienoberfläche erhält der Anwender zunächst einmal klassische KPIs seiner Maschine, also zum Beispiel Informationen über die Verfügbarkeit der Maschine oder die Menge der produzierten Batches. Eine Ansicht widmet sich den Rezepten, hier lassen sich sichere Rezepte generieren und bereitstellen sowie Batches nachverfolgen. Im Übrigen kann die Oberfläche auch im Büro und nicht nur in der Produktion ausgelesen werden.
Ein Batchlog visualisiert die letzten 200 Chargen in der Produktion. Hier lassen sich auch Diagramme für ausgewählte Chargen als Excel-Datei exportieren. Eine Störungshistorie mit entsprechenden Lösungen rundet das Bild ab. Man kann aber auch tiefer in den Prozess hineinschauen. Weitere Ansichten zeigen die aktuellen Sensordaten und den Status der Maschine. Darauf kann man zum Beispiel in Echtzeit sehen, wie der Leistungsbereich während einer bestimmten Charge im Kneter aussieht und welche Temperatur und welcher Energieeintrag vorliegt. Damit erhält der Anwender wertvolle Hinweise, ob der Prozess optimal läuft oder nicht.
Für die Analyse werden die erfassten Daten verschlüsselt in die Cloud geladen, um dort weiter verarbeitet zu werden. Die Sicherheit ist gewährleistet: Jedes Edge-Gerät hat einen eindeutigen Zugangsschlüssel, der wiederum individuell widerrufen werden kann. Die Kommunikation ist ebenfalls SSL-verschlüsselt.




