Eine neue Studie von Zhang J. et al. (2025) zeigt, dass der Verzehr von Palatinose (Isomaltulose) die hormonelle und glykämische Reaktion auf eine Folgemahlzeit verbessert. Durch eine erhöhte Ausschüttung von GLP-1 und PYY wird der sogenannte Second-Meal-Effekt ausgelöst – also eine geringere Blutzuckerantwort auf die nächste Mahlzeit. Dies hilft Erwachsenen mit metabolischem Syndrom, ihren Blutzuckerspiegel besser zu regulieren. Laut den Studienergebnissen hat Palatinose damit großes Potenzial zur Unterstützung bei Stoffwechselstörungen.
Das metabolische Syndrom bezeichnet eine Kombination von Risikofaktoren – darunter eine gestörte Blutzuckerregulation, Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte, niedriges HDL-Cholesterin und abdominale Adipositas – die zusammen die Wahrscheinlichkeit erhöhen, Typ-2-Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu entwickeln. Im Rahmen der doppelblinden, randomisierten und placebokontrollierten Cross-Over-Studie konsumierten 15 Erwachsene mit metabolischem Syndrom ein Getränk mit entweder 50 g Isomaltulose oder 50 g Saccharose. Es gab zwei Versuchsprotokolle: Bei Protokoll A erhielten alle Probanden morgens ein Frühstück mit dem Testgetränk; nach drei Stunden folgte ein standardisiertes Mittagessen. Bei Protokoll B erhielten die Studienteilnehmer ein Frühstück, das Testgetränk wurde jedoch erst drei Stunden danach und eine Stunde vor dem Mittagessen verabreicht. Nach dem Frühstück wurden jeweils über neun Stunden hinweg der Blutzucker- und Insulinspiegel, sowie die Werte der Darmhormone GLP-1 (Glucagon-like Peptid-1) und PYY (Peptid Tyrosin Tyrosin) gemessen, die das Sättigungsgefühl fördern und die Blutzuckerkontrolle unterstützen.
Stabiler Stoffwechsel
Die Ergebnisse zeigen, dass Isomaltulose – ein langsam verdauliches Kohlenhydrat aus der Zuckerrübe – den Blutzuckerspiegel deutlich weniger ansteigen lässt als Saccharose und zu einem wesentlich geringeren Höchstwert führt. Gleichzeitig war die Ausschüttung der gesundheitsfördernden Darmhormone GLP-1 und PYY erhöht. Dies führte zu einer langsameren und niedrigeren Blutzuckerreaktion auf das darauf folgende Mittagessen, auch bekannt als Second-Meal-Effekt.
Die Ergebnisse belegen, dass Isomaltulose nicht nur postprandiale Blutzuckerspitzen reduziert, sondern auch das hormonelle Gleichgewicht über den Tag verbessert und damit den Stoffwechsel über mehrere Mahlzeiten hinweg stabilisiert. Besonders Erwachsene mit metabolischem Syndrom profitieren von dieser verlängerten Hormonantwort. Denn sie führt zu stabileren Blutzuckerwerten sowie einer besseren Insulinausschüttung, was wiederum auf eine gesteigerte Insulinsensitivität schließen lässt.




