Aviko ist europa- und weltweit einer der führenden Spezialisten für Kartoffelprodukte. Im Jahr 2000 hat das niederländische Unternehmen in Rain am Lech nahe Augsburg ein neues Werk ausschließlich für die Produktion von tiefgekühlten Pommes frites eröffnet. Es ist dies mit der südlichste Standort in Europa, der für eine Produktion von Kartoffelprodukten infrage kommt, ohne für die Rohware lange Transportwege in Kauf nehmen zu müssen. Über 90 % der Kartoffeln bezieht das Aviko-Werk aus dem bayrischen Umland. Auch die restlichen 10 % – sie stammen vorwiegend aus der Pfalz – haben es nicht allzu weit bis ins Lagerzentrum KZB. Letzteres gehört ebenfalls zur Unternehmensgruppe und ist in Rain am Lech ansässig.
Eine hohe Genauigkeit bei der Portionierung, um den Produkt-Give-away unter Einhaltung der FPVO so gering wie möglich zu halten – das ist ein wesentliches Anforderungsmerkmal an die CCW-Teilmengenwaagen. Die Wichtigkeit dieser Forderung unterstreicht folgende Modellrechnung: Die Produktionsmenge bei Aviko beträgt pro Stunde ca. 15 t. Eine Überfüllung von nur 1 g bei einer 2,5-kg-Packung würde bereits zu einem Give-away von 8 kg pro Stunde führen. Aufs Jahr gerechnet ergäben sich hieraus knapp 50 t Pommes frites, deren Produkterlös nicht realisiert wird.
Das durchschnittliche Abfüllgewicht, das von den Ishida-Waagen übers gesamte Jahr über alle Packungsgrößen hinweg erreicht wird, entspricht fast exakt dem vorgegebenen Abfüllgewicht. Doch Aviko profitiert nicht nur von dieser hohen Wägegenauig-keit; ein deutlicher Produktivitätsfortschritt macht sich noch an anderer Stelle bemerkbar. Noch vor Beginn der Portionierung mit den Ishida-Anlagen betrug der Produktausstoß pro Stunde 12,5 t. Für die Bedienung der Teilmengenwaagen anderer Hersteller waren sechs Maschinenführer in drei Schichten zuständig. Heute, nachdem ausschließlich die Ishida-Waagen im Einsatz sind, wird ein Ausstoß von 15 t/h mit der gleichen Anzahl an Bedienern bewältigt. Im betrieblichen Ablauf werden die acht Ishida-Waagen über drei Zuführrinnen mit tiefgefrorenen Pommes frites versorgt. Auf jeder der drei Rinnen befinden sich längensortierte Pommes frites. Die kurzen, mittleren und langen Pommes frites werden zu einem gleichmäßigen, kunden- und auftragseitig spezifizierten Mix zusammengestellt, indem eine Steuerung Abwurfklappen regelt. Dieser Mix gelangt auf ein zentrales Zuführband pro Ishida-Waage, wo schließlich die Portionierung erfolgt. Die Portionen von 450 g bis maximal 2,5 kg werden auf Schlauchbeutelmaschinen verpackt.
Insgesamt werden 300 verschiedene Produkte auf den Ishida-Anlagen gefahren. Die Formatvielfalt ergibt sich aus vielen verschiedenen Abfüllgewichten sowie aus unterschiedlichen Produktdurchmessern und Schneideformen – neben dem Glattschnitt können Pommes frites auch mit Wellenschnitt hergestellt werden. Bei Formatumstellungen genügt der Abruf des jeweiligen Programms am Bildschirm, damit an der Teilmengenwaage die neuen Parameter eingestellt werden.




