Die von Köhl Maschinenbau realisierte Anlage ist für den ununterbrochenen Betrieb an sieben Tagen pro Woche über das gesamte Jahr ausgelegt. Die Leistung liegt pro Stunde bei 110 Europaletten, die ein Gewicht von 1100 kg haben. Vor diesem Hintergrund wurde großer Wert auf eine robuste Ausführung aller Komponenten gelegt. So sind zum Beispiel die Seitenprofile der Rollenförderer aus UNP 160 gefertigt. Für den Quertransport werden ¾”-Duplex-Ketten eingesetzt. Eine weitere wichtige Anforderung war die vollständige Übernahme und Integration der bereits vorhandenen automatischen Hochregallager und sämtlicher Bestandsdaten in das neue System, ohne dass es zu einer Unterbrechung des Produktionsbetriebes kommt. Mit der InnLog GmbH konnte ein erfahrenes Team von Logistik- und Softwarespezialisten gewonnen werden, das die hohen Anforderungen der Milch-Union Hocheifel voll und ganz erfüllte.
Die gesamte Fördertechnik, wie zum Beispiel die Anbindung der Produktion an das Hochregallager, die Ein- und Auslagerung, die Tourenbereitstellung und der Leerpalettentransport, erfolgt im Wesentlichen über Rollen-, Ketten- und Senkrechtförderer, 90°-Umsetzer, Drehscheiben, Fahrwagen, Palettenmagazine, Palettenstapler sowie ein Fließlager für ca. 900 Paletten. Im Hochregallager kommen sieben vollautomatische Regalbediengeräte von Dambach zum Einsatz, die eine Gerätehöhe von ca. 25 m haben und über eine obere und untere Schiene geführt werden.
Für die Tourenbereitstellung konzipierte Köhl Maschinenbau ein Fließlager für ca. 900 Palettenplätze mit 51 nebeneinander liegenden Kanälen. Durch die Neigung der Rollenbahnen im Durchlaufkanal laufen die Paletten selbstständig, ohne motorisch angetrieben zu werden, vom Eingabe- zum Entnahmeplatz. Während des Durchlaufs werden die Paletten durch Geschwindigkeitsregler kontrolliert. Der Entnahmeplatz ist so ausgeführt, dass die Palette zunächst dynamisch über einen Geschwindigkeitsregler abgebremst und mechanisch von der nachfolgenden Palette separiert wird. Am Bahnende läuft die Palette auf einen Auflaufschutz und wird zusätzlich abgebremst. Es erfolgt kein Anstoß an einem Endanschlag. Im Bereich der manuellen Entnahme wurde besonderer Wert auf einen verstärkten mechanischen Anfahrschutz gelegt.
Die Steuerung der Anlage erfolgt mit Hilfe von mehreren S7-300 und S7-400 von Siemens. Alle Antriebsstationen sind komplett mit Getriebemotoren der Baureihen Movi-Switch oder MovieMot ausgerüstet. Sowohl die Software als auch die Steuerungsschränke kommen aus dem Hause Köhl und wurden von der Schwestergesellschaft, der Köhl AG, erstellt. Diese hat ebenfalls die gesamte E-Installation durchgeführt. Das Lagerverwaltungssystem koordiniert den Austausch der vereinnahmten Ware, die Übernahme und Quittierung der Warenausgänge und die Bestandssynchronisation.




