Dr. Michelle Jones
Antioxidantien unterstützen das Selbstverteidigungssystem des menschlichen Körpers im Kampf gegen freie, oxidativ wirkende Radikale. Diese hoch reaktiven, instabilen Moleküle entstehen in normalen biologischen Prozessen im Körper. Darüber hinaus kommen sie auch in der Umwelt als Kontaminanten vor.
Freie Radikale unterstützen den Körper bei der Abwehr von Infektionskrankheiten. Neben dieser positiven Wirkung können sie auch schädliche Reaktionen mit unerwünschter Langzeitwirkung im Organismus auslösen. Dazu zählen beispielsweise Herzerkrankungen, Hautflecken und andere altersbedingte Beschwerden. Diese Krankheitsbilder können dann auftreten, wenn zu viele Radikale im Körper vorhanden sind oder sein Immunsystem geschwächt ist. Deshalb ist es notwendig, angemessene Mengen von antioxidativ wirkenden Vitaminen und von anderen Antioxidantien mit der Nahrung aufzunehmen.
Die wichtigsten, in der Nahrung vorkommenden Antioxidantien sind neben den Vitaminen A, C und E auch Carotinoide und andere Bestandteile von Pflanzen, die als phytochemische Substanzen bekannt sind.
Vitamin E ist ein fettlösliches Antioxidans, das im Jahr 1922 im Labor von Herbert M. Evans an der Universität von Kalifornien in Berkeley entdeckt wurde. Aufgrund seiner Fettlöslichkeit kommt Vitamin E in den Körperregionen vor, in denen fettähnliche Substanzen präsent sind, beispielsweise in den Membranen der Zellen. Industriell wird Vitamin E aus Soja-, Mais-, Raps- und Sonnenblumenöl gewonnen. Es kommt auch in geringen Mengen in Lebensmitteln wie Süßkartoffeln, Avocados und Nüssen vor. Die wissenschaftliche Bezeichnung des in der Natur vorkommenden Vitamin E lautet RRR-alpha-Tocopherol (d-alpha-Tocopherol). Daneben gibt es auch noch andere, natürlich vorkommende Isomere: das beta-, gamma- und delta-Tocopherol. Beim synthetisch erzeugten Vitamin E handelt es sich um das dl-alpha-Tocopherol.
Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen stützen die Hypothese, dass die natürliche Form des Vitamin E nicht nur bevorzugt vom Körper genutzt wird, sondern auch länger im Körper verweilt als das synthetisch erzeugte Vitamin. Das heißt: Vitamin E aus natürlichen Rohstoffen hat eine höhere Bioverfügbarkeit als synthetisch erzeugtes. Diese Tatsache trifft sich mit den Wünschen der Verbraucher nach Lebensmitteln aus natürlichen Rohstoffen.
Auch wenn die Wirkungsweise von Vitamin E im menschlichen Körper noch nicht komplett aufgeklärt ist, gehen Wissenschaftler davon aus, dass die regelmäßige Versorgung des Körpers mit diesem Vitamin einen positiven Einfluss auf die Gesundheit hat.




