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    Karton ersetzt Kunststoff
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    Technik

    Karton ersetzt Kunststoff

    In Verbindung mit Barrierefolien eignet sich Karton auch für die Verpackung von Lebensmitteln, wie Lösungen von Van Genechten Packaging zeigen.
    Veröffentlicht
    21. Oktober 2021
    Lesezeit
    3 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Verpackungen aus Karton, einem sowohl nachhaltigen als auch mehrfach recyclingfähigen Rohstoff, werden zunehmend nachgefragt. In Verbindung mit dünnen Barrierefolien eignet sich der Werkstoff auch für die sichere Verpackung von verschiedenen Lebensmitteln. Das zeigen realisierte Lösungen des belgischen Unternehmens Van Genechten Packaging.

    Der Bedarf an Verpackungen aus Papier, Wellpappe und Karton wird im Vergleich zu Kunststofflösungen in den nächsten Jahren steigen. Bei einigen Verpackungen lässt sich aber Kunststoff nicht ohne weiteres gegen Karton austauschen, etwa bei beschichtetem Material für Fleischprodukte. In solchen Projekten arbeitet Van Genechten Packaging (VGP) eng mit Kunden und Systempartnern zusammen, um neue Konzepte zu entwerfen, die durch Ergänzung von Kartonelementen eine deutliche Reduzierung des Kunststoffanteils ermöglichen und damit eine umweltschonendere Alternative bieten.

    Kartontrays laminiert mit Folie

    Zu den bereits realisierten Projekten zählen beispielsweise nassfeste Naturkartonagen zur Verpackung frischer Kräuter, die mit einer ultradünnen Folie aus Polyethylen versiegelt werden und herkömmliche Tiefziehschalen ersetzen. Nach dem gleichen Prinzip funktioniert die Flatskin-Verpackung, die sich für frisches Fleisch, Geflügel, Fisch und vieles mehr eignet. Die Vakuumverpackung besteht aus einem laminierten Kartonträger, der mit einer dünnen Barrierefolie kaschiert ist, die für Schutz und mikrobiologische Sicherheit sorgt. Auf dieses Board wird das Produkt gelegt und mit einer dünnen Hochbarrierefolie geskinnt. Nach der Entnahme des Produkts lässt sich die Kunststoffbeschichtung einfach mit einer Peel-Lasche vom Kartonträger abziehen und beide Komponenten können getrennt entsorgt werden. Gegenüber konventionellen Tray-Verpackungen ist es mit dieser Lösung möglich, den Kunststoffanteil um 75 % zu reduzieren. Gleichzeitig bietet die Verpackung eine Möglichkeit der Produktpräsentation, denn das Kartonboard ist auf beiden Seiten bedruckbar. Umgesetzt hat Van
    Genechten das Projekt zusammen mit der Sealpac GmbH.

    MAP-Verpackungen für Aufschnitt

    Ein Projekt, das ebenfalls in Zusammenarbeit mit Sealpack entstanden ist, ist Flatmap, eine Verpackung für aufgeschnittene Produkte mit Schutzgasatmosphäre (MAP). Bei dieser Lösung ersetzt ein mit einer dünnen Kunststoffschicht überzogenes flaches FSC-Kartonboard den üblichen Produktträger aus Kunststoff. Dabei verlängert die MAP-Verpackung die Haltbarkeit der Produkte. Zusätzlich kann die Verpackung als Servierplatte verwendet werden und trägt durch die Reclosefunktion der Folie zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung bei. Der Liner aus einem polyolefinbasierten Material wird mit der Recyclinglasche vom Kartonträger getrennt, was die Entsorgung erleichtert. Darüber hinaus ist der Kartonträger auf der Vorder- und Rückseite bedruckbar.

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    Faserbasierte Sichtfensterfolien

    VGP seit Kurzem auch Sichtfensterfolien basierend auf nachwachsenden, holzfaserbasierten Rohstoffen an, die biologisch abbaubar sowie kompostierbar sind. Der Vorteil dieser Sichtfolien ist, dass sie vollständig und im Verbund mit dem Vollkarton recycelfähig sind, sodass der Verbraucher für die korrekte Entsorgung nicht mehr die Folie vom Karton trennen muss. Ebenso wie Papier und Karton wird die Papierfolie aus Cellulosefasern hergestellt. Durch die spezielle Behandlung werden jedoch dieselben Funktionalitäten erzielt, wie bei einer vergleichbaren Kunststofffolie. Das Material ist zu 100 % lebensmittelsicher, in verschiedenen Größen und Dicken sowie mit unterschiedlichen Eigenschaften erhältlich. So sind hochwirksame Barrierefunktionen, beispielsweise gegen Fett und Sauerstoff, ebenso möglich wie Wasserdampfdurchlässigkeit oder eine hohe Durchstoßfestigkeit.

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    Neben dem Ersatz von Materialien durch nachhaltigere Rohstoffe setzt VGP auch auf die Reduzierung des eingesetzten Materials einer Verpackung. Diese Komponente wird nach wie vor unterschätzt und zu wenig beachtet. Es geht dabei darum, durch Reduktion die Verpackung so schlank wie möglich zu machen und nur die Menge an Material zum Einsatz zu bringen, die wirklich benötigt wird. Zudem lässt sich das Design der Verpackung von vorneherein so anlegen, dass das spätere Recycling unterstützt wird.

    Van Genechten Packaging N.V., Turnhout, Belgien

    Autor Marc Büttgenbach

    Chief Commercial Officer,

    Van Genechten Packaging

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